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DTM: Robert Kubica vor DTM-Premiere: ‚Eine der härtesten Herausforderungen meines Lebens‘

Kubica : BMW M4 DTM ©Twitter

Die DTM hat mit Robert Kubica einen der interessantesten Neuzugänge bekommen. Der 35-jährige Pole aus Krakau fährt für das BMW-Kundenteam ART Grand Prix die DTM-Saison 2020.

In Warschau hat Kubica heute sein Outfit seines BMW M4 DTM präsentiert. Der BMW ist wenig überraschend in den Farben seines Sponsors star ORLEN in weiß und rot gehalten. Auf dem Auto als auch auf dem Overall und dem Helm des polnischen Ausnahmepiloten prangt das Sponsor-Logo.

In Hockenheim (16.3 – 19.3.) können Racing-Fans Kubica bei den offiziellen Testfahrten erstmals hinter dem DTM-Lenkrad sehen. Wie wird sich der Pole in der Tourenwagenserie schlagen?

„Das letzte Jahr war nicht einfach, aber ich habe es trotzdem in die Formel 1 geschafft, nach allem, was passiert war“, sagte Kubica im Gespräch mit ‚ran.de‘. „Das hat mir eine Menge gegeben, sowohl Erfahrung, aber auch das Wissen, dass ich immer noch performen kann“, so der 35-Jährige, der 2019 im Cockpit des Formel-1-Teams Williams saß.

Robert Kubica,Williams Racing ©Thorsten Horn

Acht Jahre lang musste Kubica auf seinen Wiedereinstieg in die Königklasse des Motorsports kämpfen, ehe er wieder die Chance bekam. Der englische Traditionsrennstall Williams war zwar nicht auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, aber Kubica war es egal. Endlich wieder Formel-1-Luft schnuppern. Ins Rampenlicht konnte Kubica mit dem unterlegenen Williams nicht treten.

Beim Formel-1-Rennstall Alfa Romeo hat der Pole als Testpilot in diesem Jahr eine neue Heimat gefunden. Neben der Königsklasse freut sich Kubica sehr auf das Abenteuer DTM. Endlich wieder Racing, Rad-an-Rad-Duelle gegen Rast & Co. „Ich hoffe, dass ich durch die DTM die Möglichkeit bekomme, wieder zu racen. Ich hoffe, dass ich in der DTM konkurrenzfähiger sein werde. Denn klar: Wenn ich Erfolg habe, wäre das eine große Befriedigung“, sagt Kubica im ‚ran-Interview‘.

Leicht wird die Aufgabe in der Tourenwagenserie nicht. Viele ehemalige Formel-1-Piloten haben sich nach dem Wechsel von der Königsklasse in die DTM schwergetan. David Coulthard, Heinz-Harald Frentzen, Ralf Schumacher oder auch BMW-Kollege Timo Glock hatten zu Beginn ihrer DTM-Ära große Anlaufschwierigkeiten.

Kubica mit BMW-Team in Jerez ©BMW

„Das zeigt, wie hart der Wettbewerb ist und wie unterschiedlich die DTM zur Formel 1 ist“, so Kubica. „Meine Erfahrung aus den letzten 15 Jahren auf der Strecke wird nicht unbedingt hilfreich sein. Angst macht mir das aber nicht“, sagt der BMW-Pilot. Doch Kubica hat im Laufe seiner Motorsportkarriere schon einige Rückschläge weggesteckt. Eine Kämpfernatur, der in der DTM unter Beweis stellen möchte, wie schnell er noch auf vier Rädern ist.

„Die DTM hat ein sehr hohes technisches und sportliches Niveau“, sagt Kubica im ‚Polenjournal‘. „Ich habe seit langem mit dem Gedanken gespielt an den Start der DTM zu gehen. Während der Tests im Dezember habe ich mich im Fahrzeug sofort wohl und sicher gefühlt. Das ist absolut entscheidend, wenn man in dieser anspruchsvollen Rennserie schneller als alle anderen fahren und an seine Grenzen gehen will“, weiß der Routinier.

Der Respekt ist bei Kubica vorhanden, der um seine Herkulesaufgabe weiß. „Es ist eine der härtesten Herausforderungen meines Lebens“, so der Pole. „Ich habe einen riesigen Respekt vor der Serie und den Fahrern und weiß, dass es schwierig wird. Es wird hart, denn die Fahrer sind sehr talentiert und kennen die Serie sehr gut“, fügt der BMW-Pilot hinzu. Entscheidend wird auch sein, ob BMW die Audi-Übermacht aus dem Vorjahr stoppen kann.

„Die Stärke des Autos ist ein wichtiger Teil des Projekts. Und wenn wir den Job gut machen, können wir hoffentlich abliefern. Ich erwarte kein einfaches Jahr. Ich habe nie Angst vor Herausforderungen gehabt, habe aber Respekt vor der Aufgabe“, sagt Kubica, der bereits BMW-Vergangenheit hinter sich hat. Vier Jahre lang war der 35-Jährige von 2006 bis 2009 beim BMW-Sauber-Rennstall in der Formel 1 unter Vertrag. Den Großen Preis von Kanada 2008 gewann Kubica für den damaligen bayerisch-schweizerischen Rennstall – sein bisher einziger Sieg in der Formel 1.

Seine Zielsetzung für die DTM – Fehlanzeige. „Als Neuling muss man realistisch sein und sollte sich keine massiven Ziele setzen“, sagt Kubica. „Wir müssen sicherstellen, dass wir unseren Job gut machen und uns auf uns selbst fokussieren. Von Rennen zu Rennen schauen und versuchen, uns kontinuierlich zu verbessern“, hofft der BMW-Pilot auf eine positive DTM-Premiere.

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