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Formel E: BMW- strategisches Duell gegen DS Techeetah: Max Günther mit starker Leistung aufs Podium

Max Günther mit Pokal in Marrakesch ©BMW

Das Team BMW i Andretti Motorsport feierte beim Marrakesch E-Prix einen weiteren Podiumserfolg. Maximilian Günther, der schon in Chile seinen Premierensieg in der Formel E feierte, lieferte eine bärenstarke Leistung ab und belegte Platz 2.

„Ich bin mit dem zweiten Platz wirklich sehr zufrieden“, freute sich der 22-jährige Kemptener, der sich in der Schlussrunde gegen den amtierenden Formel-E-Champion Jean Eric Vergne mit einem spektakuläres Überholmanöver durchsetzte und den Doppelsieg von DS Techeetah verhinderte.

Für Teamkollege Alexander Sims endete der E-Prix enttäuschend. Auf Platz 5 liegend schied Sims in der Schlussrunde aus, als am BMW iFE.20 des Briten im Kontakt mit Venturi-Pilot Edoardo Mortara die Spurstange brach- bitter für Sims.

Günther zeigte schon das ganze Wochenende in Marrakesch, dass mit ihm zu rechnen ist. Im Freien Training setzte der Allgäuer mit Platz 3 eine erste Duftmarke. Nach Platz 7 im zweiten Freien Training fuhr der BMW-Neuzugang im Qualifying die Bestzeit- Günthers bislang bestes Qualifyingergebnis, das mit einem Meisterschaftspunkt belohnt wurde. In der Super Pole verpasste der Deutsche nur um einen Wimpernschlag drei weitere Punkte, der sich gegen den späteren Sieger Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) um 0,069 Sekunden geschlagen geben musste.

Der zweite Startplatz war der Grundstein für das tolle Ergebnis von Günther in Marokko. Das Energie-Management war zusätzlich der Schlüsselfaktor auf der 2,971 Kilometer langen Strecke in Marrakesch. Mit dem früheren langjährigen BMW-Piloten Felix da Costa lieferte sich Günther besonders in der ersten Rennhälfe ein von Taktik geprägtes Duell. Beide Fahrer konnten sich ein wenig vom Verfolgerfeld absetzen, aber immer die Restenergie im Auge behaltend, um nicht zuviel Energie aufzubrauchen.

Denn der Kurs von Marrakesch ist eine der energieintensivsten Strecken im Rennkalender, der mit drei langen Geraden und einer Reihe von Beschleunigungszonen ein durchdachtes Energiemanagement abverlangt. Günther blieb zunächst im Windschatten von Felix da Costa, suchte nach einer Lücke, um an den Portugiesen vorbeizukommen. In Santiago gelang das Günther in der letzten Runde, als der Deutsche im Schlussspurt an den DS Techeetah-Piloten noch vorbeigehen konnte. Doch diesmal teilte sich Felix da Costa das Rennen besser ein und überließ in Runde 16 Günther für vier Runden die Führung, um seinerseits mehr Energie zu sparen.

Günther im Duell mit Felix da Costa ©BMW

Als der Portugiese neuerlich die Führung an sich riss und zum überlegenen Sieg davoneilte, konzentrierte sich Günther auf das Duell um Platz 2 gegen den zweiten DS Techeetah-Piloten Vergne. Der Franzose schien zunächst die Oberhand zu gewinnen, packte seine ganze Routine aus und knallte dem Deutschen bei einigen Attacken die Tür zu.

Doch in der letzten Runde gelang Günther das entscheidende Überholmanöver. Der verdiente Lohn dafür, dass sich Günther das Rennen sehr gut einteilte und mit den Schlussreserven des BMW iFE.20 am amtierenden Formel-Champion vorbeizog.

„Heute ging es sehr stark um cleveres Management des Rennens“, sagte Günther nach dem Rennen. „In der ersten Rennhälfte konnte ich noch gegen Antonio um die Führung kämpfen, aber am Ende war er einfach etwas zu gut. Glückwunsch an ihn zum Sieg. Dann hatte ich am Ende das Duell gegen Jean-Eric, das ich zum Glück mit einem späten Überholmanöver für mich entscheiden konnte“, jubelte  Günther über seinen zweiten Podiumserfolg in seiner Formel-E-Karriere.

Sonderlob für den Allgäuer gab es höchstpersönlich von BMW Group Motorsport-Direktor Jens Marquardt. „Herzlichen Glückwunsch an Maximilian Günther zum zweiten Podiumsplatz seiner noch jungen Karriere als BMW i Andretti Motorsport Fahrer“, so Marquardt. „Der BMW iFE.20 hat das gesamte Wochenende in Marrakesch einen starken Eindruck hinterlassen. Das hat sich im Rennen bestätigt.

Maximilian und das Team haben einmal mehr eine taktisch sehr reife Leistung gezeigt, die Effizienz des BMW i Antriebsstrangs gut ausgenutzt und sich den zweiten Rang mehr als verdient. Das Duell gegen Jean-Éric Vergne in den letzten Runden war erste Klasse“, überhäufte der BMW-Verantwortliche seinen Neuzugang mit Lob. Auch für seinen ehemaligen Schützling Felix da Costa, der jahrelang in der Langstrecken-WM und in der DTM unter der Ägide Marquardts antrat, gab es große Anerkennung. „Gratulation an Antonio Felix da Costa zu seinem Sieg“, erteilte Marquardt ein Lob für den Portugiesen.

Max Günther P2 Marrakesch ©BMW

BMW-Teamchef Roger Griffiths spendete ebenfalls viel Lob für den jungen Deutschen. „Wir hatten uns hier nach unserer Performance im vergangenen Jahr einiges ausgerechnet“, verriet Griffiths. “ Schon im Qualifying haben Maximilian und Alexander starke Leistungen gezeigt. Im Rennen gab es dann ein strategisches Duell mit DS Techeetah.

Wir wussten, dass sie sehr stark sein würden – und letztlich konnten wir António nicht halten. Aber den zweiten Platz hat sich Maximilian mit einer herausragenden Leistung und einem tollen Überholmanöver in der letzten Runde mehr als verdient“, zeigte sich der Brite sehr zufrieden.

Mit nunmehr 44 Punkten auf seinem Konto kletterte Günther auf Platz 4 in der Fahrerwertung.

Alexander Sims: Ausfall in der letzten Runde

Während Günther über seinen zweiten Platz jubelte, zeigte sich Teamkollege Alexander Sims enttäuscht. Trotz starker Leistung stand der Brite am Ende mit leeren Händen da. Sims konnte im Qualifying Platz 8 erzielen, eine vielversprechende Ausgangsposition für das Rennen.

Der 31-jährige Brite, der den Saisonauftakt in Diriyya gewann, konzentrierte sich in der ersten Rennhälfte darauf, so viel Energie wie möglich zu sparen. Das zahlte sich im weiteren Rennverlauf aus, denn Sims startete ähnlich wie in Mexico City eine sehenswerte Aufholjagd. Der Brite kam bis auf Platz 5 nach vorn, ehe kurz vor Rennende nach einem Zweikampf mit Mortara (Venturi) die gebrochene Spurstange Sims ausbremste. Ärgerlich für den Briten, der wichtige Punkte im Titelrennen verlor.

Alex Sims in Marrakesch ©BMW

„Das Rennen hat leider mal wieder gezeigt, wie nah in der Formel E Glück und Pech beieinander liegen“, zeigte sich Sims enttäuscht. „Ich habe am Start ein paar Positionen verloren, konnte dann aber viel Energie sparen und mir auch durch cleveres Nutzen des Attack Mode einen Platz nach dem anderen zurückholen. Alles sah eigentlich gut aus, doch dann kam es kurz vor Schluss zu einer Berührung mit Edoardo Mortara, bei der mein Fahrzeug beschädigt wurde. Das war es dann – sehr schade. Aber Glückwunsch an Maximilian und das Team zum verdienten Podiumsplatz“, resümierte der Brite.

„Leider gab es am Fahrzeug von Alexander Sims kurz vor Rennende nach einem Kontakt mit Edoardo Mortara ein mechanisches Problem“, sagte BMW-Boss Marquardt zum Ausfall Sims. „Zu dem Zeitpunkt lag er nach einem cleveren Rennen bereits auf Rang 5. Sehr schade, dass er dafür nicht mit Punkten belohnt wurde“, ergänzte der BMW-Verantwortliche.

Ein wenig Trost spendete auch Teamchef Griffiths. „Leid tut es mir für Alexander, denn er hat wie in Mexiko wieder eine großartige Aufholjagd gezeigt und hätte als Fünfter viele wichtige Punkte mitgenommen. Dann so kurz vor Schluss auszuscheiden, ohne aus unserer Sicht etwas falsch gemacht zu haben, ist bitter“, sagte Griffiths.

Teamführung verloren:

In der Meisterschaft verlor Sims einen Platz und liegt nunmehr mit 46 Punkten auf Platz 3, knapp vor seinem deutschen Teamkollegen. In der Teamwertung verlor BMW die Führung an DS Techeetah, mit acht Zählern Rückstand liegen die Münchner aber immer noch in Schlagdistanz. BMW zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. „Nach fünf Saisonrennen fällt unsere Zwischenbilanz dennoch sehr positiv aus“, betonte BMW Group Motorsport-Direktor Jens Marquardt .

 

 

 

 

 

 


 

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Maximilian Günther (GER) ist beim Marrakesh E-Prix (MAR), dem fünften Saisonrennen der ABB FIA Formula E Championship, nach einem taktisch cleveren Rennen als Zweiter aufs Podium gefahren. Es war das zweite Mal nach seinem Sieg in Santiago (CHI), dass Günther im #28 BMW iFE.20 für BMW i Andretti Motorsport in die Top-3 fahren konnte. In der Fahrerwertung verbesserte er sich auf Platz vier, direkt hinter seinem Teamkollegen Alexander Sims (GBR). Sims fuhr ebenfalls ein starkes Rennen, schied jedoch kurz vor Rennende auf Platz fünf liegend aus. In der Teamwertung liegt BMW i Andretti Motorsport mit 90 Punkten auf Position zwei.

Günther startete nach einem starken Qualifying als Zweiter aus der ersten Startreihe. Im regulären Zeittraining hatte er die Bestzeit erzielt und dafür einen Punkt in der Fahrerwertung erhalten. In der Super Pole musste er sich lediglich António Félix da Costa (POR, DS Techeetah) um 0,069 Sekunden geschlagen geben. Im Rennen, in dem es sehr stark auf Effizienz und Energie-Management ankam, kämpfte Günther zunächst lange Zeit um die Führung. In den letzten Runden setzte sich der spätere Sieger Félix da Costa ab, und Günther duellierte sich in einem sehenswerten Zweikampf mit Jean-Éric Vergne (FRA, DS Techeetah) um Position zwei. In der letzten Runde gelang Günther das entscheidende Überholmanöver.

Sims ging von Position acht ins Rennen und konzentrierte sich in der ersten Rennhälfte darauf, so viel Energie wie möglich zu sparen. Das zahlte sich später aus, und Sims startete ähnlich wie in Mexico City (MEX) eine Aufholjagd bis auf Platz fünf. Kurz vor Rennende kam es jedoch im Zweikampf mit Edoardo Mortara (ITA, Venturi) zu einem Kontakt, bei dem die Spurstange am #27 BMW iFE.20 brach. In der letzten Runde musste Sims das Rennen aufgeben.

Reaktionen nach dem Marrakesh E-Prix:

Jens Marquardt (BMW Group Motorsport Direktor):
„Herzlichen Glückwunsch an Maximilian Günther zum zweiten Podiumsplatz seiner noch jungen Karriere als BMW i Andretti Motorsport Fahrer. Der BMW iFE.20 hat das gesamte Wochenende in Marrakesch einen starken Eindruck hinterlassen. Das hat sich im Rennen bestätigt. Maximilian und das Team haben einmal mehr eine taktisch sehr reife Leistung gezeigt, die Effizienz des BMW i Antriebsstrangs gut ausgenutzt und sich den zweiten Rang mehr als verdient. Das Duell gegen Jean-Éric Vergne in den letzten Runden war erste Klasse! Leider gab es am Fahrzeug von Alexander Sims kurz vor Rennende nach einem Kontakt mit Edoardo Mortara ein mechanisches Problem. Zu dem Zeitpunkt lag er nach einem cleveren Rennen bereits auf Rang fünf. Sehr schade, dass er dafür nicht mit Punkten belohnt wurde. Nach fünf Saisonrennen fällt unsere Zwischenbilanz dennoch sehr positiv aus. Gratulation an António Félix da Costa zu seinem Sieg.“

Roger Griffiths (Teamchef BMW i Andretti Motorsport, Teamwertung: 2. Platz):
„Wir hatten uns hier nach unserer Performance im vergangenen Jahr einiges ausgerechnet. Schon im Qualifying haben Maximilian und Alexander starke Leistungen gezeigt. Im Rennen gab es dann ein strategisches Duell mit DS Techeetah. Wir wussten, dass sie sehr stark sein würden – und letztlich konnten wir António nicht halten. Aber den zweiten Platz hat sich Maximilian mit einer herausragenden Leistung und einem tollen Überholmanöver in der letzten Runde mehr als verdient. Leid tut es mir für Alexander, denn er hat wie in Mexiko wieder eine großartige Aufholjagd gezeigt und hätte als Fünfter viele wichtige Punkte mitgenommen. Dann so kurz vor Schluss auszuscheiden, ohne aus unserer Sicht etwas falsch gemacht zu haben, ist bitter.“

Alexander Sims (#27 BMW iFE.20, Startposition: 8. Platz, Rennergebnis: Ausfall, Punkte: 46, Fahrerwertung: 3. Platz):
„Das Rennen hat leider mal wieder gezeigt, wie nah in der Formel E Glück und Pech beieinander liegen. Ich habe am Start ein paar Positionen verloren, konnte dann aber viel Energie sparen und mir auch durch cleveres Nutzen des ATTACK MODE einen Platz nach dem anderen zurückholen. Alles sah eigentlich gut aus, doch dann kam es kurz vor Schluss zu einer Berührung mit Edoardo Mortara, bei der mein Fahrzeug beschädigt wurde. Das war es dann – sehr schade. Aber Glückwunsch an Maximilian und das Team zum verdienten Podiumsplatz.“

 

 

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