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Formel E: Antonio Felix da Costa gewinnt Marrakesch E-Prix, Max Günther verhindert Doppelsieg von DS Techeetah

Antonio Felix da Costa (PRT), DS Techeetah, DS E-Tense FE20, 1st position, Maximilian Günther (DEU), BMW I Andretti Motorsports, 2nd position, and Jean-Eric Vergne (FRA), DS Techeetah, DS E-Tense FE20, 3rd position ©courtesy by FormulaE

Antonio Felix da Costa (PRT), DS Techeetah, DS E-Tense FE20, 1st position, Maximilian Günther (DEU), BMW I Andretti Motorsports, 2nd position, and Jean-Eric Vergne (FRA), DS Techeetah, DS E-Tense FE20, 3rd position

Wahnsinnsrennen in Marrakesch. Beim fünften Saisonlauf der Formel E in Marokko feiert Antonio Felix da Costa einen überlegenen Premierensieg für sein neues Team DS Techeetah vor dem Deutschen Max Günther im BMW und dem amtierenden Champion Jean Eric Vergne (DS Techeetah).

Günther verhinderte mit einem spektakuären Manöver in der letzten Runde einen Doppelsieg von DS Techeetah und feierte nach seinem Premierensieg in Chile seinen zweiten Podestplatz in dieser Saison.

Punkte gab es auch für Porsche-Pilot Andre Lotterer, der Platz 8 belegte. Für die beiden anderen deutschen Pilot Daniel Abt im Audi (Platz 14) und Pascal Wehrlein, der mit Reifenschaden im Mahindra nur auf Platz 22 kam, war der Auftritt in Afrika eine herbe Enttäuschung.

Zum zweiten Mal in Folge gab es für Mercedes keine Punkte. Nyck de Vries wurde Elfter, Stoffel Vandoorne kam nur auf Position 15- große Enttäuschung im Mercedes-Lager.

Hinter dem Trio Felix da Costa, Günther und Vergne verpasste Nissan-Pilot Sebastien Buemi mit Platz 4 hauchdünn das Podest, der sich im Schlussspurt Vergne nur knapp geschlagen geben musste. Fünfter wurde Venturi-Pilot Edoardo Mortara vor Jaguar-Pilot Mitch Evans auf Platz 6, der vom letzten Startplatz aus eine sehenswerte Aufholjagd zeigte.

Audi-Pilot Lucas di Grassi kam auf Platz 7 vor Lotterer, dahinter schnappten sich Oliver Rowland (Nissan) mit P9 und Sam Bird (Virgin) mit P10 die letzten Meisterschaftspunkte.

Antonio Felix da Costa (PRT), DS Techeetah, DS E-Tense FE20 leads Maximilian Günther (DEU), BMW I Andretti Motorsports, BMW iFE.20 ©courtesy by FormulaE

Pole-Setter Felix da Costa gewann in Marrakesch nicht nur seinen ersten Sieg für seinen neuen Arbeitgeber DS Techeetah, sondern setzte sich mit diesem Erfolg auch an die Spitze in der Fahrermeisterschaft. Der Portugiese wusste um die Effizienz des BMW iFE.20, fuhr er doch im Vorjahr noch bei den Münchnern. Felix da Costa übernahm vom Start an das Kommando und kontrollierte genau bis zur Rennhälfte das Geschehen, ehe Verfolger Günther mit Hilfe des Attack-Mode an den 28-jährigen Portugiesen vorbeigehen konnte.

Antonio Felix da Costa (PRT), DS Techeetah, DS E-Tense FE20 leads Maximilian Günther (DEU), BMW I Andretti Motorsports, BMW iFE.20 ©courtesy by FormulaE

Doch der DS Techeetah-Pilot taktierte, überließ vier Runden lang dem Deutschen die Führungsposition, der in Santiago noch in der Schlussrunde an Felix da Costa vorbeigehen konnte und damit seinen Premierensieg in der Formel E feierte. In Runde 20 holte sich der Portugiese seinen zweiten Attack-Mode und kam mühelos an dem BMW-Piloten vorbei. Die Führung ließ sich diesmal der DS Techeetah-Pilot bis zum Ende nicht mehr nehmen. In die Karten spielte dem neuen Tabellenführer auch das hinter ihm atemberaubende Duell um Platz 2 zwischen Günther und Felix da Costas Teamkollegen Jean Eric Vergne.

Als Vergne in Runde 26 an Günther vorbeiging, schien der Doppelsieg von DS Techeetah perfekt. Vergne knallte dem Allgäuer bei einem Überholversuch die Türe zu, mit all seiner Routine verteidigte der Franzose den zweiten Platz. Doch in der letzten Runde ging Vergne der Saft aus. Seine furiose Aufholjagd von Startplatz 11 musste der amtierende Champion mit Null Prozent Energie bezahlen, Günther hatte noch etwas Reserve im Auto und überholte spielend den Franzosen-Platz 2 für den 22-jährigen Kemptener.

Vergne hatte noch Glück, als er auf Platz 3 saftlos ins Ziel rollte. Buemi war drauf und dran, sich den letzten Podestplatz zu schnappen.

Lotterer Platz 8:

Pech hatte Porsche-Pilot Lotterer, der kurz vor Schwenken der Zielflagge noch auf Platz 4 lag, dann aber bis auf Platz 8 durchgereicht wurde. Dennoch wichtige Punkte für den deutschen Neueinsteiger.

Teamkollege Neel Jani kam auf einen enttäuschenden achtzehnten Platz.

Mercedes: Softwareprobleme

Einen möglichen Podestplatz verspielte Mercedes, da Nyck de Vries auf Platz 3 liegend in der Anfangsphase des Rennens eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt bekam.  Der Niederländer, der von Startplatz 4 ins Rennen gegangen war, rekuperierte zuviel Energie, ein Softwarefehler seines Rennstalls. „Es sieht so aus, dass wir mit der Motorkontrollsoftware ein Problem haben“ ärgerte sich Mercedes-Teamchef Ian James ob der verpassten Chance.

Audi: Lucas di Grassi P7, Daniel Abt P14:

Das Team Audi Sport ABT Schaeffler konnte in Marrakesch erneut nicht um den Sieg mitkämpfen. Lucas di Grassi machte aus Startposition 13 noch das Beste und holte mit Platz 7 sechs wertvolle Punkte für die Meisterschaft. Der Brasilianer fuhr ein fehlerlose Rennen, zeigte im Kampf einige sehenswerte Überholmanöver gegen Mahindra-Pilot Jerome d’Ambrosio und James Calado (Jaguar), die Pace war allerdings nicht gut genug, um noch weiter nach vorne zu kommen.

Auch für di Grassis Teamkollege Daniel Abt verlief der E-Prix enttäuschend. Nach suboptimalen Qualifying mit Platz 19 reichte es am Ende für den Kemptener nur für Platz 14. Viel Arbeit wartet in den nächsten Wochen für die Ingolstädter.

Meisterschaftswertung:

In der Meiserschaft übernahm Marrakesch-Sieger Antonio Felix da Costa die Führung mit 67 Punkten, gefolgt von Mitch Evans (Jaguar), der 56 Zähler auf seinem Konto hat und BMW-Pilot Alexander Sims (46 Punkte), der in Marrakesch nichts ins Ziel kam und daher punktelos blieb. Bester deutscher Pilot ist Maximilian Günther auf Platz 4 mit 44 Punkten.

In der Teamwertung übernahm DS Techeetah die Führung mit 98 Punkten, acht Punkte zurück folgt BMW auf Platz 2.

Nächster geplanter E-Prix ist am 4. April in Rom.

Ergebnis Marrakesch E-Prix 2020:

Resultat Marrakesch 2020 ©FIAFormulaE

 

 

 

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