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Formel E: BMW vor Marrakesch E-Prix- Erinnerungen an den weggeworfenen Doppelsieg werden wach

 

Alex Sims,BMW,2019 Marrakesh E-prix ©Sam Bloxham / LAT Images,courtesy by FormulaE

Die Vergangenheit holt das deutsch-amerikanische Team BMW i Andretti Motorsport vor dem Marrakesch E-Prix am kommenden Wochenende ein.

In der letzten Saison warf das neu eingestiegene BMW-Werksteam einen sicher geglaubten Doppelsieg weg. Der bis zur 26. Runde souverän führende Antonio Felix da Costa, der schon das Auftaktrennen in Diriyya gewann, kollidierte mit seinem Teamkollege Alexander Sims und der erste BMW-Doppelsieg in der Formel E war dahin.

Felix da Costa übernahm die Verantwortung für den Riesenbock, der seinen schnelleren Teamkollegen nicht vorbeiziehen lassen wollte. Mahindra-Pilot Jerome d’Ambrosio nahm das Geschenk dankend an und schnappte sich den Sieg. Während Felix da Costa in den Reifenstapel knallte und ausschied, kam Sims auf Platz 4 – dennoch eine bittere Pille für den Münchner Automobilhersteller. „Wir sind uns alle einig: So etwas wird nicht wieder passieren“, ärgerte sich BMW Motorsportdirektor Jens Marquardt damals über seine beiden Schützlinge.

„Ich freue mich auf die Rückkehr nach Marrakesch“, sagt Sims. „Dort hatte ich in der vergangenen Saison mein erstes Formel-E-Rennwochenende, an dem ich konkurrenzfähig war. Das möchte ich gerne wiederholen – allerdings natürlich ohne einen ähnlichen Zwischenfall wie den mit Antonio beim letzten Mal“, betont der 31-jährige Brite.

Teamchef Roger Griffiths:

„An Marrakesch haben wir aus dem vergangenen Jahr noch viele Erinnerungen – einige davon sind sehr gut, andere hätten wir gerne vergessen“, blick Teamchef Roger Griffiths auf das letztjährige Rennen in Marrakesch zurück. „Wir waren dort in Saison 5 sowohl im Qualifying als auch im Rennen sehr schnell unterwegs, doch leider waren wir nicht in der Lage, daraus das entsprechende Ergebnis zu erzielen“, so der Brite.

Griffiths hat die Lehren aus dem Malheur gezogen und gewinnt dabei etwas Positives für den deutsch-amerikanischen Rennstall. „Rückblickend haben wir aus dem, was in Marrakesch zwischen António Félix da Costa und Alexander Sims im Kampf um Platz eins passiert ist, sehr viel gelernt. Ich würde sogar sagen, es war der entscheidende Moment für das Zusammenwachsen von BMW i Andretti Motorsport zu einem echten Team.“

Für den BMW-Teamchef gilt es daher weiter vorn im Titelkampf dranzubleiben. BMW i Andretti Motorsport reist nämlich als Führender in der Teamwertung nach Marrakesch. „Nun kehren wir in Saison 6 als stärkere Mannschaft zurück und führen sogar die Teamwertung an“, so Griffiths. „Wir schauen nur noch nach vorn und konzentrieren uns voll darauf, mit beiden Fahrern gute Ergebnisse zu erzielen.

Das Layout der Strecke sollte den Stärken des BMW iFE.20 und des BMW i Antriebsstrangs entgegenkommen. Auch wenn seit Mexiko nicht viel Zeit vergangen ist, sind wir alle bereit für das nächste Event“, hofft Griffiths auf eine fette Punkteausbeute in Afrika.

Zuletzt konnte sein Schützling Alexander Sims in Mexico mit Platz 5 trotz eines suboptimalen Qualifyings – nur Platz 20 – den zweiten Tabellenplatz in der Meisterschaft verteidigen. „Für uns wird es darum gehen zu verstehen, warum wir in Mexiko Probleme im Qualifying hatten. Wenn es uns gelingt, in Marrakesch weiter vorne zu starten, dann haben wir für das Rennen noch bessere Voraussetzungen“, hofft Sims den minimalen Rückstand von einen Punkt auf den Führenden Mitch Evans (Jaguar) wettzumachen.

BMW Fahrer Alex Sims und Max Günther in Mexico ©BMW

Da die Strecke in Marrakesch einen sehr hohen Griplevel bietet, gibt es für Sims, der im Qualifying in Gruppe 1 antreten muss, keinen gravierenden Nachteil.

Die 2,971 Kilometer lange Strecke, die übrigens in Fahrtrichtung gegen den Uhrzeigersinn verläuft, lädt auf Grund des schnellen Streckenlayouts und der langen Geraden zum Überholen ein. Ein sorgfältiges Energiesparen geht damit einher, wie Sims weiß. „Ich denke, Energiemanagement wird erneut eine große Rolle spielen“, sagt der Brite, der mit dem BMW eDrive 02 im BMW iFE.20 einen energieeffizienten Antriebsstrang besitzt.

Maximilian Günther:

Im zweiten BMW iFE.20 hofft Maximilian Günther wieder in die Top Ten zu kommen. In Mexico verpasste der 22-jährige Kemptener mit Platz 11 knapp einen Punkt. Ausschlaggebend war wie bei Sims ein schlechtes Qualifying, das der Deutsche in Gruppe 1 bestreiten musste. Diesmal darf Günther in Gruppe 2 auf Zeitenjagd gehen, der in der Meisterschaft Platz 8 belegt.

Max Günther im BMW in Mexico ©BMW

„Ich freue mich schon sehr auf das Rennwochenende in Marrakesch“, so Günther. „Die Strecke hat für mich eine besondere Bedeutung, da ich hier meine ersten Meter in einem Formel-E-Fahrzeug gefahren bin“, ergänzt der Allgäuer, der beim Rookie-Test 2018 in Marrakesch im Dragon-Auto seine ersten Formel-E-Erfahrungen sammelte und kurze Zeit später als Test- und Entwicklungsfahrer von Jay Penske beim US-Rennstall verpflichtet wurde.

Der pfeilschnelle BMW-Pilot kommt mit dem Streckenlayout in Marokko gut zurecht „Der Charakter der Strecke ist sehr vielseitig mit klasse Überholmöglichkeiten, einigen schnellen Kurvenpassagen und einem verwinkelten letzten Sektor“, hofft Günther auf ein gutes Resultat. Vor allem der rechte Hinterreifen muss im Auge behalten werden, der einer hohen Belastung in Marrakesch ausgesetzt ist. Reifenflüsterer sind also angesagt beim fünften Saisonlauf.

Rookie-Test:

Beim Rookie-Test am Sonntag werden BMW-DTM-Fahrer Lucas Auer  und Andretti-Autosport-Fahrer Kyle Kirkwood  im BMW iFE.20 zum Einsatz kommen und erste Formel-E-Luft schnuppern.

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