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Formel E: Rookie-Test mit Lucas Auer, Ex-DTM-Piloten Joel Eriksson (Dragon) und Filipe Albuquerque (DS Techeetah) im Einsatz

Beim Rookie-Test der Formel E, der am 1. März 2020 in Marrakesch stattfindet, feiern zahlreiche neue, junge Piloten ihre Premiere.

DTM-Rückkehrer Lucas Auer (BMW) bekommt von BMW i Andretti Motorsport die Gelegenheit, die Elektrorennserie und den BMW iFE.20 kennenzulernen. Zusammen mit dem US-Boy Kyle Kirkwood schnuppert der Österreicher erstmals Formel-E-Luft, die sich bereits in München im Simulator auf ihren Test vorzubereitet haben.

„Natürlich hat für mich die DTM absolute Priorität, und ich kann es kaum erwarten, in Monza das erste Mal im BMW M4 DTM auf die Strecke zu gehen“, sagt Auer.

„Aber bis dahin ist der Formel-E-Test eine fantastische Gelegenheit, etwas für mich völlig Neues kennenzulernen. Die Vorbereitung im Simulator hat mich schon sehr neugierig gemacht. Ich bin gespannt, wie sich das Fahrzeug in Marrakesch auf der Strecke anfühlen wird.“

Lucas Auer BMW FE©BMW,Martin Hangen/hangenfoto

Auer nutzt die Zeit bis zu den offiziellen DTM-Testfahrten in Monza, wo er vom 16.-18. März zum ersten Mal den BMW M4 DTM intensiv kennenlernen wird, um sich einen ersten Eindruck von der Formel E und dem BMW iFE.20 zu verschaffen.  Einen vergleichbaren Test hatte im vergangenen Jahr der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann absolviert.

Der Rookie-Test findet am Tag nach dem Marrakesh E-Prix (29. Februar) statt. Geplant sind eine Vormittags- und eine Nachmittagssitzung. Teilnehmen dürfen nur Piloten, die bisher noch kein Formel-E-Rennen absolviert haben und nicht im Besitz einer E-Lizenz sind.

Dragon:

Ein Wiedersehen gibt es in Marrakesch mit Ex-DTM-Pilot Joel Ericsson. Der Schwede, der zwei Jahre lang für BMW in der DTM an den Start ging und ein Rennen gewann, wurde von BMW für die anstehende DTM-Saison nicht mehr berücksichtigt. Der 21-Jährige bestreitet den Rookie-Test für den US-Rennstall Dragon Racing und wurde von Besitzer Jay Penske zugleich als neuer Ersatz- und Testpilot ernannt. Ericsson sammelte bereits Erfahrung in der Formel E. In der vierten Saison bestritt der Schwede für das Virgin-Team den Rookie-Test an gleicher Stelle, wo er die achtschnellste Zeit hinlegte.

„Ich bin begeistert, wieder die Gelegenheit zu bekommen, einen Formel-E-Wagen zu fahren, diesmal im Penske Gen 2-Rennwagen“, sagte Ericsson. „Es ist eine Meisterschaft, die jeden Tag wächst und einen ganz anderen Ansatz bietet als andere Rennserien. Aber deshalb sind diese Meisterschaft und dieses Auto so interessant. Ich bin sehr gespannt auf den Test in Marrakesch und den Rest der Saison mit GEOX Dragon“, freute sich der junge Schwede über seine Berufung.

Joel Eriksson am Norisring 2019 ©BMW

Ericsson darf sich berechtige Hoffnungen auf einen Einsatz in der Formel E machen. Da Stammpilot Nico Müller den New York E-Prix wegen der DTM-Terminkollision am Norisring verpassen wird – die DTM hat für Müller Priorität – , könnte Ericsson als Ersatzpilot einspringen.

Audi und Mercedes:

Im Team Audi Sport ABT Schaeffler dürfen der Südafrikaner Kelvin van der Linde und Mattia Drudi an den Start gehen. Der 21 Jahre alte Italiener Drudi gehört seit Februar 2019 zum Fahrerkader von Audi Sport customer racing und startete mit einem Audi R8 LMS unter anderem bei den 24 Stunden von Spa. Drudi hat die beiden Formel-E-Stammpiloten Daniel Abt und Lucas di Grassi schon in den vergangenen Monaten bei der Arbeit im Simulator unterstützt. Der 23-jährige Kelvin van der Linde – seit 2015 ebenfalls im Kader von Audi Sport customer racing – hat mit Audi schon zweimal das ADAC GT Masters, die 24 Stunden auf dem Nürburgring sowie weitere Langstreckenrennen gewonnen.

„Der Test ist eine völlig neue Herausforderung, auf die ich mich extrem freue“, so Kelvin van der Linde. „Ich bin noch nie ein Formelauto gefahren, also gibt es jede Menge zu lernen, denn in der Formel E sind die Anforderungen an den Fahrer besonders komplex und vielfältiger als im GT-Sport. Ich verfolge die Serie schon lange und bemerke, wie sie auch im Zuge der Klimadiskussionen immer mehr Bedeutung bekommt. Obwohl ich aus Südafrika komme, wird es tatsächlich mein erster Besuch in einem anderen afrikanischen Land sein“, freut sich van der Linde auf den Abstecher nach Marokko.

Das Mercedes-Team hat Daniel Juncadella und Jake Hughes als Rookie-Fahrer benannt. Der Spanier fuhr viele Jahre für Mercedes in der DTM und sammelte bei Mahindra erste Formel-E-Erfahrungen.

 

Porsche:

Der Franzose Frédéric Makowiecki und der Österreicher Thomas Preining gehen für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team in Marrakesch auf die Strecke. Makowiecki sammelte wie Ericsson 2018 erste Formel-E-Erfahrungen, als er den Rookie-Test für DS Techeetah bestreiten durfte. Seit 2014 ist der Franzose Porsche-Werksfahrer und hat seither zahlreiche Erfolge im GT-Sport errungen. 2018 gelang ihm beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring der Gesamtsieg.

„Ich freue mich sehr darauf, für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team in Marrakesch am Rookie-Test teilzunehmen“, so der 39-jährige Franzose. „Im Simulator konnte ich bereits erste Erfahrungen sammeln. Nun gilt es, das Gelernte auf der Strecke umzusetzen. Im Vergleich zu den GT-Fahrzeugen, mit denen ich sonst auf der Rennstrecke unterwegs bin, wird es sicherlich eine Umstellung. Obwohl ich bereits 2018 beim Rookie-Test in Marrakesch teilgenommen habe, fühle ich mich wie ein Neuling. Die Fahrzeuge haben sich seither enorm weiterentwickelt. Deshalb bin ich sehr gespannt, wie sich der Porsche 99X Electric anfühlt. Ich fiebere meinem ersten Einsatz definitiv entgegen“, so Makowiecki.

Thomas Preining ©Porsche

Der Österreicher Preining ist bereits seit 2017 fester Bestandteil des Porsche-Fahreraufgebots und gehört seit September 2019 als Test- und Entwicklungsfahrer zum TAG Heuer Porsche Formel-E-Team. „Nachdem ich einige Stunden im Rennsimulator verbracht habe, kann ich es kaum erwarten, endlich mit dem Porsche 99X Electric auf die Strecke zu gehen“, fiebert der 21-jährige Porsche-Testpilot seiner Premiere entgegen. „Es ist sehr spannend für mich, als Test- und Entwicklungsfahrer Teil des Formel-E-Projektes von Porsche zu sein. Beim Saisonauftakt in Diriyah war ich vor Ort, um die Prozesse und Abläufe an der Rennstrecke zu verinnerlichen. Ich hoffe, dass ich dem Team in Marrakesch weitere wichtige Erkenntnisse liefern kann“, so Preining.

Jaguar und Virgin:

Jamie Chadwick Jaguar©Jaguar

Bei den beiden britischen Teams Jaguar und Virgin kommen zwei Fahrerinnen zum Einsatz. Bei Jaguar fährt die 21-jährige Jamie Chadwick den Jaguar I-TYPE 4, die in der letzten Saison die W Series für sich entscheiden konnte. Bei Virgin steigt die 27-jährige Alice Powell ins Cockpit, die sich in der GP3 Series mit den aktuellen Formel-E-Piloten Antonio Felix Da Costa, Daniel Abt and Mitch Evans duellierte. Das zweite Virgin-Cockpit erhält Nick Cassidy, bei Jaguar steigt neben Chadwick der 20-jährige Franzose Sacha Fenestraz ins Auto.

Venturi und DS Techeetah:

Das Venturi-Team benannte Norman Nato and Arthur Leclerc als Rookie-Testfahrer für Marrakesch. Der 27-jährige Franzose Nato fungiert beim monegassischen Rennstall als Ersatzpilot. Der 19-jährige Monegasse Leclerc, dessen Bruder Charles Teamkollege von Sebastian Vettel beim Formel-1-Rennstall Ferrari ist, arbeitet bei Venturi als Testfahrer. 

 Audi Sport Team Rosberg), Filipe Albuquerque ©Audi

Beim amtierenden Formel-E-Meisterteam DS Techeetah kommt ein ehemaliger DTM-Pilot zu ersten Formel-E-Erfahrungen. Filipe Albuquerque fuhr von 2011 drei Jahre lang für das Audi-Team Rosberg in der DTM. Der 34-jährige Portugiese wird das Auto seines Landsmanns Antonio Felix da Costa steuern, DS-Techeetah-Test- und Entwicklungspilot James Rossiter geht mit dem Auto von Jean Eric Vergne an den Start.

NIO:

Last but not least fährt im Nio-Auto der 18-jährige Chinese Daniel Cao, der für den chinesischen Rennstall als Entwicklungsfahrer fungiert. An seiner Seite fährt der Italiener Antonio Fuoco den zweiten NIO-Boliden, der bereits bei Dragon als Ersatz- und Entwicklungsfahrer Formel-E-Erfahrungen sammelte sowie den Rookie-Test für den US-Rennstall betritt.

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