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Formel E: Porsche-Nullnummer nach erster Pole-Position

Andre Lotterer, Tag Heuer Porsche, Porsche 99x Electric ©courtesy by FormulaE

Schade Porsche. Trotz der ersten Pole Position des deutschen Neueinsteigers in der Formel E blieb dem deutschen Sportwagenhersteller eine Top-Platzierung beim Mexico City E-Prix verwehrt.

Andre Lotterer fiel aus, Neel Jani kam als Letzter auf Platz 14 ins Ziel – enttäuschende Nullnummer für Porsche. „Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das ich mir gewünscht habe“, zeigte sich Lotterer nach dem Rennen enttäuscht.

Dabei fing der Renntag für den 38-jährigen Deutschen so positiv an. Im Porsche 99X Electric zog Lotterer mit der drittschnellsten Zeit in die Super Pole ein. Das Highlight des Tages für Porsche setzte Lotterer mit der Bestzeit in der Super Pole – erste Pole-Position für Porsche.

Andre Lotterer, Porsche 99x Electric is presented the pole award by a Julius Bar representative ©courtesy by FormulaE

Die Hoffnungen auf den Premierensieg von Andre Lotterer in der Formel E wurden im Rennen schon früh zunichtegemacht. Der Porsche-Pilot hatte beim Start mit durchdrehenden Reifen zu kämpfen, eingangs der ersten Kurve lieferte sich der spätere Rennsieger Mitch Evans (Jaguar) mit Lotterer einen heftigen Zweikampf um die Führungsposition. Lotterer kam etwas von der Ideallinie weg und musste den Weg durch die Auslaufzone nehmen. Bei der Rückkehr auf die Strecke kollidierte der Deutsche anschließend mit Virgin-Pilot Sam Bird und verlor dadurch zwei weitere Plätze.

„Beim Start hatte ich mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen und wurde dann in der ersten Kurve von Mitch (Evans) getroffen. Dadurch habe ich ein paar Plätze verloren“, ärgerte sich der Deutsche. Danach folgten weitere harte Zweikämpfe, die zu starken Beschädigungen an der Karosserie des Porsche 99X Electric führten. Das Aus für Lotterer kam in Runde 12. Der Porsche-Pilot touchierte leicht das Heck von Nyck de Vries (Mercedes) und beschädigte sich die rechte Vorderradverkleidung. Diese schleifte so heftig am Reifen, dass ein kleines Feuer enstand.

Der Porsche-Pilot versuchte vergeblich, die beschädigte Vorderradverkleidung durch einen zielgerichteten Mauerkontakt loszuwerden. Das misslang allerdings. „Nach etlichen Kollisionen war mein Auto so stark beschädigt, dass ich letztlich aufgeben musste“, erklärte Lotterer den Ausfall und ergänzte: „In Marrakesch werde ich erneut angreifen.“ Immerhin holte Lotterer mit der ersten Pole für Porsche drei Meisterschaftspunkte. In der Fahrerwertung rutschte Lotterer auf Platz 10 zurück.

Porsches Einsatzleiter Amiel Lindesay sagte zu Lotterers Aus: „Es war ein weiteres hartes Rennen für uns. André wurde wiederholt in Zweikämpfe verwickelt, wodurch das Auto stark beschädigt wurde. Letztlich mussten wir das Fahrzeug aus dem Rennen nehmen.“

 

Neel Jani: Erneut punktlos

Im zweiten Porsche 99X Electric blieb Neel Jani erneut punktelos. Der Schweizer beendete das Rennen auf Platz 14. Im Qualifying kam 36-jährige auf Platz 14 und konnte in der Anfangsphase einen Platz gutmachen.

Jani schwächte sich jedoch mit einer Durchfahrtsstrafe, die er von den Rennstewards wegen eines nicht regelkonformen Mappings des Strompedals aufgebrummt bekam. „Gegen Neel wurde nach der Safety-Car-Phase eine Durchfahrtsstrafe verhängt. Wir müssen noch analysieren, wie genau es dazu gekommen ist“, so Porsches Einsatzleiter Lindesay.

Neel Jani Mexico @Porsche

Jani wartet weiterhin auf seine ersten Punkte in der Formel E. „Der Start lief eigentlich gut, obwohl ich auf der schmutzigen Seite war“, sagte Jani. „Danach war ich in zahlreiche Zweikämpfe verwickelt und wurde mehrmals vorne und hinten getroffen. Es ist schade, dass dann noch eine Durchfahrtsstrafe gegen mich verhängt wurde. Sonst wäre nach vorn sicher noch etwas möglich gewesen. Ich bin froh, dass ich das Rennen beenden und weitere Erfahrung sammeln konnte“, resümierte der Schweizer, der in der Gesamtwertung auf Platz 23 liegt.

Die Hoffnungen auf erste Punkte darf sich Jani dennoch für Marrakesch machen. „Die Pole Position von André hat gezeigt, was das Auto kann. Das stimmt uns zuversichtlich für Marrakesch“, so der 36-Jährige.

Die Enttäuschung ob des Abschneidens seiner beiden Schützlinge kann Einsatzleiter Lindesay nicht verbergen. „Natürlich sind wir über den Ausgang des Rennens enttäuscht, aber wir sollten das Positive aus diesem Wochenende mitnehmen“, so der Franzose. „Die Pole Position und die Pace beider Fahrer zeigt, dass wir absolut konkurrenzfähig sind“, so Lindesay. In der Teamwertung belegt das Tag Heuer Porsche Formel-E-Team nach vier Rennen Platz 9.

 

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