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Formel E: Nissan- Knoten geplatzt: Sebastien Buemi mit ersten Podestplatz

Sebastien Buemi jubelt über P3 ©Nissan,Shivraj Gohil

Aufatmen bei Sebastien Buemi. Der Nissan-Pilot schaffte beim Mexico City E-Prix mit Platz 3 seine ersten Punkte in der laufenden Saison und bescherte damit den ersten Podestplatz für das Nissan e.dams-Team.

Teamkollege Oliver Rowland gelang mit Platz 7 ebenfalls der Sprung in die Top Ten.

„Schließlich war es ein gutes Rennen für uns und ein tolles Ergebnis für die Mannschaft“, jubelte Buemi bei der Siegerehrung. „Ich versuche, es so gut wie möglich zu genießen, nach alldem, was letztes Jahr hier passiert ist“, so der Schweizer.

Der Stachel sitzt beim Nissan-Team offenbar noch tief, als Buemi und Rowland gemeinsam im Vorjahr wegen einer falsch berechneten Energiemenge des Nissan-Teams in der letzten Runde auf den aussichtsreichen Plätzen 4 und 3 ausrollten. „Aber es ist sicher etwas ganz Besonderes, hier auf das Podium zu kommen. Hoffentlich ist es der Beginn einer Reihe guter Ergebnisse für uns, und wir blicken nach vorne Richtung Marrakesch“, beschrieb der Formel-E-Champion von 2015/2016 seine Gefühlslage.

„Sebastians hart erkämpftes Podium fühlt sich an wie eine ausgleichende Gerechtigkeit für all die Chancen, die wir in der vergangenen Saison liegen gelassen haben“, betonte Nissans globaler Motorsportdirektor Michael Carcamo.

Sebastien Buemi,Nissan vor Andre Lotterer,Porsche ©Nissan,Jamie SheldrickFIA Formula E Mexico City E-Prix

Buemi im Nissan-Auto erwischte einen gelungenen Auftakt in Mexico-Stadt. Mit Platz 5 im Qualifying zog der Schweizer, der in der letzten von vier Gruppen auf Zeitenjagd ging, in die Super Pole ein, wo er ebenfalls die fünftschnellste Zeit hinlegte. Nach der Rückversetzung von Mahindra-Pilot Pascal Wehrlein ging Buemi von Position 4 aus ins Rennen.

Während das anschließende Rennen von kleineren Kollisionen und Kontakten geprägt war, konnte Buemi Zwischenfälle vermeiden und setzte den „Attack“-Modus mit Zusatz-Power clever ein. Besonders interessant war das rundenlang andauernde Duell mit Virgin-Pilot Sam Bird um Platz 2. Letzlich sah der Nissan-Pilot als Dritter die schwarzweiß-karierte Flagge und musste sich nur Sieger Mitch Evans (Jaguar) und Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) geschlagen geben.

Oliver Rowland:

Teamkollege Rowland, der im Qualifying in Gruppe 1 antreten musste, ging von Startplatz 12 ins Rennen. Der Brite rieb sich etwas im Mittelfeld auf und fuhr dennoch bis auf den siebten Platz vor. Der Lohn: sechs wertvolle Punkte für die Meisterschaft.

„Kein schlechtes Rennen von mir. Es ist nur schwer, wenn man im Mittelfeld startet, einen Rhythmus zu finden, um die Vorderleute fair zu überholen“, resümierte Rowland.

Oliver Rowland Mexico 2020©Nissan,Shivraj Gohil

„Wir haben wertvolle Punkte für das Team gesammelt und Sebs Podium ist großartig. Ich bin in Qualifikationsgruppe eins gefahren, das nächste Mal wird es Q2 sein, was mir mehr Chancen gibt, mich für die vorderen Plätze zu qualifizieren – ich bin also einigermaßen zufrieden. In den ersten vier Rennen war das Potenzial vorhanden, vorne mitzumischen. Aber wir sind noch nicht ganz so weit, dennoch bin zuversichtlich“, fasste Rowland sein Rennen zusammen.

Nissan e.dams:

„Es ist großartig, dass unsere Fahrer hier in Mexico City in die Top 10 gefahren sind“, freute sich Motorsportdirektor Carcamo. „Dies ist aufgrund ihres Tempos und des unermüdlichen Engagements auch mehr als verdient“, fügte der Nissan-Verantwortliche hinzu.

Nissan e.dams-Teamchef Olivier Driot zeigte sich ebenfalls mit dem Abschneiden seiner beiden Schützlinge zufrieden. „Die Fahrer haben hier in Mexiko einen großartigen Job gemacht und die Geschwindigkeit und Konstanz des Autos genutzt, um Zwischenfälle zu vermeiden, Plätze gutzumachen und viele Meisterschaftspunkte mit nach Hause zu bringen“, sagte Droit. „Ich bin heute stolz auf unser Team und wir blicken mit neuer Energie auf den nächsten Lauf in Marrakesch“, so Driot.

Nissan e.dams erzielte insgesamt 21 Punkte in Mexico und machte damit einen großen Sprung in der Meisterschaft. Das japanisch-französische Team liegt auf Platz 5. In der Fahrermeisterschaft belegt Rowland Platz 6 mit 28 Zähler, Teamkollege Buemi ist mit 15 Zähler auf Platz 13 vorgerückt.

Weiter geht es bereits Ende des Monats (29.Februar) im marokkanischen Marrakesch. Nach dem fünften Saisonlauf in der Formel E finden dort auch offizielle Testfahrten statt. Der japanische Ersatz- und Testfahrer Mitsunori Takaboshi sowie der britische Simulationsfahrer Jann Mardenborough werden für Nissan e.dams die Testfahrten in Angriff nehmen.

 

 

 

 

 

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