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Formel E: Porsche- voller Optimismus auf Punktejagd in Mexico

Neel Jani Chile ©courtesy by FormulaE

Porsche reist mit viel Optimismus zum Mexico City-E-Prix. „Das Team ist bestens vorbereitet und will beim Mexico City E-Prix erneut angreifen“, sagt Porsches Formel-E-Einsatzleiter Amiel Lindesay. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team kommt mit einem klaren Ziel zum zweiten Südamerika-Rennen in diesem Jahr.

Der deutsche Sportwagenhersteller will nach der Nullnummer in Chile in die Punkteränge zurückkehren.

Amiel Lindesay ©Porsche

„Wir haben das Gelernte aus Diriyah mit nach Santiago genommen und waren dort besser vorbereitet“, so Lindesay. „Natürlich ist das Rennen nicht so verlaufen, wie wir uns das gewünscht hätten. Allerdings haben wir Fortschritte gemacht, was uns grundsätzlich positiv stimmt. Es ist wichtig, dass wir immer dazulernen und unser positives Mindset aufrechterhalten. Die Lernkurve geht weiter steil nach oben. Das gilt nicht nur für den kommenden E-Prix, sondern für alle weiteren Rennen“, hofft der Franzose, beide Porsche X99 Electric in den Top Ten zu sehen.

Neel Jani hat bisher noch keine Punkte für das Porsche-Team eingefahren, doch der Aufwärtstrend des Schweizers war in Chile unverkennbar. „Das Qualifying in Santiago hat uns gezeigt, dass wir das Potenzial für die Super Pole haben. Ich lerne mit jedem Qualifying und mit jedem Rennen dazu“, sagt Jani vor der Abreise nach Südamerika. Im Qualifying beim Santiago E-Prix verpasste Jani die Super Pole nur um einen Wimpernschlag. Im Rennen war nach wenigen Kurven der Arbeitstag des 36-jährigen Schweizers bereits zu Ende, als er in eine Kollision mit zwei weiteren Fahrern verwickelt wurde und das Auto  abstellen musste.

„Natürlich möchte ich in Mexiko einen weiteren Schritt machen. Es wäre schön, mit beiden Autos in die Super Pole zu fahren. Da die Strecke im Vergleich zu anderen Formel-E-Kursen mehr Grip hat, sind die Bedingungen in den vier Qualifikationsgruppen vermutlich recht ähnlich, sodass die Chancen ausgeglichen sind“, hofft Jani auf ein gutes Abschneiden. Mit einer vorderen Startplatzreihe sind die Chancen in eine Kollision verwickelt zu werden, geringer. Zuletzt war der Porsche-Pilot beim GP Ice race in Zell am See im Einsatz, wo er ‚Bildpresse2010.blog‘ ein ausführliches Interview gab.

Neel Jani ©Porsche

Gefahren wird in Mexico-City auf Streckenabschnitten des legendären „Autódromo Hermanos Rodríguez“ und in einer Höhe von 2.250 Metern über dem Meeresspiegel. Damit ist der E-Prix in Mexiko-Stadt das höchstgelegene Rennen im Formel-E-Kalender. Der 2,606 km lange Kurs wurde für das diesjährige Formel-E-Rennen angepasst und setzt sich – neben engen Passagen – aus langgezogenen und schnellen Kurven zusammen. Im letzten Abschnitt durchfahren die Piloten das „Foro Sol Stadium“, das für seine einzigartige Atmosphäre bekannt ist.

„Im Vergleich zu meinen bisherigen Rennen auf dieser Strecke weist das Formel-E-Layout nur zwei identische Kurven auf“, so Jani, der in seiner Langstrecken-WM-Zeit in der LMP1-Klasse für Porsche Erfahrung mit dem regulären Kurs sammelte. „Grundsätzlich ist der Kurs keine typische Formel-E-Strecke und für mich eher bekanntes Terrain: Man hat dort mehr Grip, und es gibt keine Bodenwellen.

Das erinnert an klassische Rennstrecken. Es ist ein sehr schneller Kurs mit langen Geraden und langgezogenen Kurven, die einen wesentlichen Einfluss auf das Energiemanagement haben werden. Auch die Temperaturen spielen dort eine große Rolle. Sie beeinflussen sowohl das Reifen- als auch das Batteriemanagement. Grundsätzlich reisen wir positiv gestimmt nach Mexiko. Die Fans heißen uns in der Formel E immer herzlich willkommen und es macht großen Spaß, vor diesem Publikum Rennen zu fahren. Wir wollen unser Potenzial beim Mexico City E-Prix nutzen“, freut sich der Schweizer auf das Rennen.

Teamkollege Andre Lotterer, der zuletzt in Chile disqualifiziert wurde, kennt den Kurs aus seiner Zeit bei DS Techeetah. „Generell ist die Strecke deutlich schneller geworden“, weiß der Deutsche. „Zwei Abschnitte sind ausschlaggebend: Der erste Sektor ist komplett anders als im vergangenen Jahr und die letzte Kurve hat keine Schikane mehr. Eine so langgezogene Rechtskurve gibt es auf keiner anderen Formel-E-Strecke. Das wird in Sachen Reifentemperatur eine Herausforderung, insbesondere für den linken Hinterreifen. Es wird interessant zu sehen, wie sich dieser Faktor auf das Reifenmanagement auswirken wird“, so Lotterer.

Nach der Nullnummer in Chile hofft der 38-jährige Duisburger in die Erfolgsspur zurückzukehren. „ Es ist schwer zu sagen, was uns in Mexiko erwarten wird. Grundsätzlich wollen wir mit beiden Autos in die Punkte fahren“, so Lotterer. „Der Kurs ist für alle mehr oder weniger neu, was gut für uns ist. Dadurch haben wir gegenüber den anderen Teams keinen Nachteil. Und es ist eher eine traditionelle Rennstrecke, wodurch das Fahrerfeld vermutlich dicht beisammen ist.

Aufgrund des Layouts muss man während des Rennens sparsam mit der Energieverteilung umgehen, was ein entscheidender Faktor sein wird. Der Mexico City E-Prix ist immer ein tolles Rennen. Die mexikanischen Fans sind sehr enthusiastisch. Wenn man durch das Stadion fährt, kann man die Zuschauer von den Tribünen hören. Das macht diesen E-Prix besonders“, weiß der Deutsche aus der Vorsaison.

Porsche kennt die Traditionsstrecke in Mexico, die auch beim Formel-1-Grand-Prix gefahren wird, aus ihrer Zeit in der Langstrecken-WM aus dem Effeff. Dennoch sagt Lotterer klipp und klar, das Porsche keinen Vorteil daraus ziehen kann. „Diese Frage ist leicht zu beantworten: Nein. Die Formel E ist mit anderen Motorsport-Serien nicht zu vergleichen, sodass wir das Gelernte aus den LMP1-Rennen nicht nutzen können.

Strecke Mexico City E-Prix ©FIAFormulaE (Twitter)

Auch die Strecke ist speziell angepasst worden. Grundsätzlich gefällt uns das neue Layout, das im Vergleich zur letzten Formel-E-Saison deutlich schnellere Kurven und einen insgesamt längeren Streckenverlauf aufweist. Wir freuen uns sehr, mit den beiden Porsche 99X Electric beim Mexico City E-Prix an den Start zu gehen“, so der Deutsche.

TV/Internet:

Im Internet und im TV wird der Mexico-City E-Prix live übertragen. Die Qualifikation und das Rennen des Mexico City E-Prix werden auf Eurosport im Free-TV ausgestrahlt. Die Qualifikation auf Eurosport 1, 15. Februar 2020, 18:35 – 19:45 Uhr, live und das Rennen ab 22:55 – 00:00 Uhr ebenfalls live.

Im Internet überträgt das ZDF das Formel-E-Rennen mit Gari Paubandt hinter dem Mikrophon am Samstag von 23:00 – 00:00 Uhr im ZDF-Livestream (verfügbar nur in Deutschland).

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