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DTM: Champion Rene Rast im Interview: ‚Hätten uns gewünscht, dass R-Motorsport in der DTM verbleibt‘

Audi Sport RS 5 DTM #33 (Audi Sport Team Rosberg), René Rast ©Audi

Audi-Pilot Rene Rast weilt aktuell mit seinen DTM-Fahrerkollegen auf Trainingscamp auf Lanzarote. Vor dem Abflug auf die Kanaren zeigte der zweifache DTM-Champion beim GP Ice Race in Zell am See mit seinem Audi RS5 DTM spektakuläre Drifts um den Eisparcours und begeisterte die 16.000 Motorsportfans.

Am Rande des Eisspektakels unterhielt sich ‚Bildpresse2010.blog‘ mit dem 33-jährigen Audi-Piloten vom Team Rosberg über seine Vorbereitung auf den Saisonstart in Zolder, das DTM-Aus von R-Motorsport und wie er die Konkurrenz aus München einschätzt.

Rene Rast, wie stehen denn die Vorbereitungen vor dem Auftakt in Zolder Ende April?

Rene Rast: Es war ja eine lange Winterpause. Jetzt geht es langsam wieder los im Simulator und ich betreibe Fitnesstraining. Das hat natürlich schon stattgefunden. Viel Zeit verbringe ich  beim Team und bei den Ingenieuren. Ich rede viel mit ihnen, ansonsten ändern sich ja nicht wirklich etwas. Die Autos sind weitgehendst eingefroren, da wird nicht viel passieren. Wir sind hoffentlich gut vorbereitet, allein schon durch die Erfahrung im letzten Jahr. Wir haben jetzt noch die Testfahrten in Vallelunga und den ITR-Test in Monza, beide in Italien. Dann geht‘s schon bald wieder los.

René Rast Audi ©Audi

Gibt es überhaupt noch Erklärungsbedarf mit Ihren Ingenieuren, Sie haben ja in der abgelaufenen Saison die DTM-Szenerie so ziemlich beherrscht?

Rast: Es gibt immer noch Kleinigkeiten, die man verbessern kann und über die man sprechen muss. Von daher gibt es immer Arbeit zu tun. Man darf natürlich nicht stehenbleiben, denn die Konkurrenz schläft auch nicht. Ich muss mich weiter verbessern und dranbleiben.

Letzte Woche ließ R-Motorsport die Bombe platzen, aus der DTM auszusteigen. Übrig bleiben aktuell nur mehr zwei Hersteller. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

Rast: Ja, das ist natürlich sehr schade. Wir hätten uns gewünscht, dass R-Motorsport weiterhin in der DTM verbleibt. Das war das große Ziel, es ist jetzt leider nicht mehr der Fall. Aber ich denke, wir werden auch dieses Jahr mit zwei Herstellern übergangsweise die Saison bestreiten können. Danach versucht man, einen dritten Hersteller zu bekommen oder vielleicht mehr für das kommende Jahr. Da ist ITR-Boss Gerhard Berger dran, das zu realisieren. Es wird natürlich nicht einfach.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein japanischer Hersteller diese Saison noch kurzfristig einspringt, ist eher gering oder?

Rast: Das sehe ich auch so. Das ist alles sehr, sehr kurzfristig. Die Saison geht ja bald los. Das ein japanischer Hersteller jetzt dazukommen könnte, sehe ich als sehr schwierig.

Erich Hirsch mit Rene Rast im Interview ©EHirsch

Der Audi-DTM-Kader bleibt für 2020 unverändert. Wie beurteilen Sie diese Entscheidung?

Rast: Wir waren zusammen mit Audi Sport seit mehreren Jahren erfolgreich. Zwei Titel in drei Jahren sind nicht so verkehrt. Wir Fahrer verstehen uns alle. Das Teamwork, das ist ja auch in der DTM sehr wichtig, hat in den letzten Jahren ganz gut gepasst. Man braucht auch Fahrer, die zueinanderstehen. Das haben wir im letzten Jahr gezeigt.

Eine Personalentscheidung sorgte für eine Überraschung. Jonathan Aberdein verlässt Audi, wechselt wahrscheinlich zu Konkurrenz BMW. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

Rast: Ist er schon bestätigt? Ich lese ja auch nur, was in den Medien steht. Es wäre schön gewesen, wenn er dageblieben wäre, er hatte ein starkes Rookie-Jahr bei Audi. Ich möchte mich an den Spekulationen nicht beteiligen. Er ist ein netter, junger Mann. Er hat einen tollen Job gemacht. Jetzt wird man sehen, wo er nächstes Jahr fährt.

René Rast ©Audi

Sie haben bereits zwei DTM-Titel in der Tasche, sind Sie immer noch hungrig auf weitere Erfolge?

Rast: Ja, schon. Es ist immer wichtig, Titel einzufahren. Ich habe zwei auf dem Konto, ein dritter wäre ganz schön.

Können sich die die Motorsportfans Rene Rast in nächster Zeit in einer anderen Serie vorstellen?

Rast: Dieses Jahr nicht. Langfristig muss man sehen, was sich da ergibt. Ich möchte lieber in der DTM nochmals ein paar Jahre Fuß fassen. Aber man soll niemals nie sagen.

BMW hat neue Fahrer wie Lucas Auer für die anstehende Saison geholt. Wie sehen Sie die Konkurrenz aus München?

Rast: Lucas ist schon sehr, sehr stark. Er hat in der Vergangenheit schöne Manöver gezeigt. Der BMW-Kader kann sich auch sehen lassen. Es wird sicherlich ein spannendes DTM-Jahr.

 

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