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GP Ice Race: ‚Woodstock auf dem Eis‘, Hirscher, Rast, Eng, Stuck, Abt und Jani boten spektakuläre Show

Audi Sport RS 5 DTM #33 (Audi Sport Team Rosberg), René Rast ©Audi

Spektakuläre Motorsport-Show in Zell am See. Bei der zweiten Auflage des GP Ice Race begeisterten viele Wintersport- und Motorsportstars sowie Renn- und Rallye-Fahrzeuge aus allen Epochen des klassischen und modernen Motorsports die Zuschauer.

Rund 16.000 enthusiastische Fans erlebten großartige Rennsport-Action im Salzburger Land, das sich als eine neue Art von „Woodstock auf dem Eis” in der Welt des Motorsports etabliert. Die Automobilhersteller Audi, BMW, Porsche, ŠKODA und Volkswagen präsentierten klassische und moderne automobile Ikonen.

DTM-Champion Rene Rast teilte sich mit dem Franzosen Benoît Tréluyer das Steuer seines Audi RS 5 DTM, BMW-Ass Philipp Eng steuerte einen Rallye-BMW M3 in Rallyeversion um den Eiskurs.

Da der DTM-Audi im Vorjahr auf Eis wenig Traktion hatte, waren die Felgen um zwölf Zentimeter (siehe Foto) verschmälert worden, sodass deutlich schmalere Spikereifen montiert werden konnten. „Nachdem wir die Abstimmung auf den tiefen Untergrund und die speziellen Reifen angepasst hatten, machte mein Einsatz im DTM-Audi auf Schnee den Fans eine Menge Freude“, so der zweifache Champion Rast.

Formel 1: Jägermeister March-Cosworth 741:

Einer der absoluten Höhepunkte war der Auftritt des Formel-1-Boliden aus dem Jahr 1976, einem Jägermeister March-Cosworth 741. Der Renner war mit Doppelbereifung mit Spikes an der Hinterachse unterwegs, um die 480 PS auf die Piste zu bringen. Der V8-Motor lieferte brüllenden Sound bei 11.200 Touren. Hans-Joachim “Strietzel” Stuck mit seinem Originalhelm ließ es sich nicht nehmen, die Eisstrecke mit dem March-Cosworth zu bändigen. Ein Hingucker für die begeisterten Fans.

Skisport goes Motorsport:

Begeisterung für den Motorsport zeigten auch die Skistars von einst. Österreichs Ski-Superstar Marcel Hirscher, zweimaliger Olympiasieger und siebenmaliger Weltmeister, pilotierte einen 580 PS starken Audi S1 EKS WRX quattro. Obendrein zeigte Hirscher seine Fähigkeiten auf Skiern beim traditionellen Skijöring. Deutschlands Slalom-Weltmeister von 1987 Frank Woerndl tat es Hirscher gleich und ließ sich beim Skijöring von Audi-Pilot Benoît Tréluyer in einem DKW F91 aus 1955 ziehen. Wörndl trat mit den original Olympia-Skiern von Willy Bogner aus dem Jahr 1960 an. Die norwegische Ski-Größe Aksel Lund Svindal nutze als Zugfahrzeug ein Siegerauto der Rallye Dakar, einen Porsche 911 Carrera 3.2 4×4 (953).

Formel E auf die etwas andere Art:

Nachdem im Vorjahr das traditionelle Eisrennen in Zell am See nach 45 Jahren sein Revival gefeiert hatte, bot Formel-E-Star Daniel Abt im Audi den Zuschauern erneut eine begeisternde Vorstellung. Abt brannte mit seinem Audi e-tron FE06 aus der FIA Formel E einige spektakuläre Runden in den Schnee und zog beim traditionellen Skijöring den Freestyle-Skistar Benedikt Mayr am Seil hinter seinem Formel-E-Boliden. „Bene ist Profi-Skiläufer, ich fahre Rennen, also hatten wir die Idee, hier wieder etwas zusammen zu machen“, sagte Abt.

Audi e-tron FE06 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler), Daniel Abt, Benedikt Mayr ©Audi

„Inzwischen ist diese Veranstaltung mit tollen Rennwagen verschiedener Marken und Epochen zu einem Hotspot der Motorsport-Szene geworden. Die Fahrer haben gemeinsam einen schönen Tag ohne Wettbewerbsdruck und bieten den Fans eine gute Show.“

Während Abt im Audi-Formel-E-Auto spektakulär seine Runden drehte, driftete Fahrerkollege Neel Jani (Porsche) im Porsche Taycan um den Eis-Parcours.

Ebenfalls einen Klassiker bewegte Audi-Pilot Benoît Tréluyer: Der französische FIA-Langstrecken-Weltmeister von 2012 zog beim Skijöring mit einem historischen DKW F91 den Slalom-Weltmeister von 1987, Frank Wörndl, der mit den original Olympia-Skiern von Willy Bogner aus dem Jahr 1960 antrat.

Benjamin Leuchter,Jasmin Preisig, Tanner Foust VW ©EHirsch

VW Golf eR1:

Volkswagen zeigte nicht nur den Elektro-Rennwagen und Rekordjäger ID.R, sondern auch den eR1. Das Erprobungsfahrzeug für einen rein elektrischen Tourenwagen im Gewand eines VW Golf wurde von VW-Pilot Benjamin Leuchter gefahren. Jost Capito (siehe Bild unten links mit Sven Smeets), Geschäftsführer Volkswagen R, brachte als zusätzliches Schmankerl Rallycross-Größe Tanner Foust aus den USA mit nach Zell am See.

Jost Capito und Sven Smeets, Volkswagen ©EHirsch

Der US-Boy begeisterte unter den Augen von Volkswagen Motorsport Director Sven Smeets die 16.000 Fans im Volkswagen Beetle R, während der frühere DTM-Fahrer Christian Menzel mit dem MINI ALL 4 das Rallye-Dakar-Siegerauto aus dem Jahr 2012 pilotierte. Der frühere Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist griff ins Lenkrad des stärksten Rallyeautos aller Zeiten, des ikonenhaften Audi Sport quattro S1.

Skoda: Ice Race of Champions

Škoda präsentierte sein eigenes “Ice Race of Champions”. Filip Mareš aus der Tschechischen Republik (2019 Europa-Junioren-Rallyechampion/ERC1), Martin Koči (Slowakischer Meister) sowie Fabian Kreim (Deutscher Rallyemeister) und der österreichische Vizemeister Julian Wagner traten in technisch identischen, vom Werksteam vorbereiteten ŠKODA FABIA R2 evo gegeneinander an. Nach zwei packenden Wettkampftagen siegte Kreim vor Wagner.

F. Mares,Skoda ©EHirsch

„Vielen Dank an alle, die dieses tolle Wochenende mit ihrem Engagement möglich gemacht haben. Wir freuen uns schon auf das GP Ice Race im nächsten Jahr“, betont Ferdinand Porsche, zusammen mit Vinzenz Greger Initiator des GP Ice Race.

Beim GP Ice Race boten nahezu 150 Teilnehmer spektakulären Motorsport. Die acht Wettkampfklassen reichten von modernen Rallyeboliden über klassische Automobile und Buggys bis zum Skijöring.

Die Allrad-Klasse gewann der Österreicher Simon Wagner (Škoda Fabia Rally2 evo), bei den zweirad-angetriebenen Tourenwagen siegte Porsche-Werksfahrer Richard Lietz, am Start mit seinem privaten Porsche 911. Wolfgang Zobl war der Schnellste bei den Buggies, der frühere österreichische Rallye-Staatsmeister Kris Rosenberger gewann mit seinem Porsche 911 die Klassik-Wertung. In der Skijöring-Klasse mit zweirad-angetriebenen Fahrzeugen zog Richard Lietz Skiläufer Matteo Fleischmann mit seinem Porsche 911 zum Sieg. Bei den Allradlern der Skijöring-Kategorie gewannen Helmut Hauser (Fahrer eines Mitsubishi Lancer evo X) und Josef Eberharter.

 

 

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