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DTM: Aus und vorbei – R-Motorsport steigt aus der DTM aus

Aston Martin Vantage DTM ©R-Motorsport

Paukenschlag in der DTM. R-Motorsport hat heute offiziel bekanntgegeben, daß sie ab sofort aus der DTM aussteigen.

„Unsere Neubeurteilung unseres Motorsport-Programms kam zu dem Ergebnis, dass wir neue Prioritäten für die Zukunft setzen wollen und dass das DTM-Engagement dafür nicht zielführend sein würde“ begründete Teamchef Dr. Florian Kamelger den Rückzug aus der Tourenwagenserie.

Damit verbleiben mit Audi und BMW nur noch zwei Hersteller in der DTM. Eine bittere Pille für die deutschen Tourenwagen-Rennsportfans.

Das Aston-Martin-Projekt, unter dem R-Motorsport aus der Schweiz in der abgelaufenen Saison an den Start ging, ist nach nur einem DTM-Jahr Geschichte.

„Was wir hinsichtlich unseres Motorsport-Programms für 2020 entschieden haben, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben“, sagt Kamelger zu den zukünftigen Plänen des schweizer Rennsportteams.

„Ich möchte mich auf diesem Weg sehr herzlich im Speziellen bei Gerhard Berger und der ITR, bei Dieter Gass und bei Jens Marquardt für das gemeinsame Engagement bedanken. Insbesondere BMW war ein außerordentlich hilfreicher Partner für uns“, betonte der gebürtige Südtiroler.

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, dass R-Motorsport die DTM-Bühne verlässen könnte. Zuletzt standen die Schweizer ohne Motoren da, die Zusammenarbeit mit HWA im gemeinsamen Joint-Venture Vynamic wurde aufgelöst.

91 Tage vor dem Saisonauftakt in Zolder stand R-Motorsport ohne Auto und Motor da. Jetzt das endgültige Aus – sehr schlechte Nachrichten für die DTM. Was die bisherigen Piloten Ferdinand Habsburg, Jake Dennis, Paul di Resta und Daniel Juncadella in ihren weiteren motorsportlichen Aktivitäten machen werden, steht noch nicht fest.

Reaktionen aus dem BMW- und Audi-Lager:

„Mit Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass R-Motorsport in der kommenden DTM-Saison nicht mehr an den Start gehen wird“, drückte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt sein Bedauern aus. „Das ist schade, denn das Team hat die Serie 2019 definitiv bereichert. Daraus ergibt sich natürlich eine veränderte Gesamtsituation für die DTM, die wir gemeinsam mit der ITR genau analysieren werden.

Grundsätzlich bieten sich mit dem internationalen Class-1-Reglement, der geplanten Hybridisierung der Motoren sowie der Vision einer vollelektrischen Serie viele gute Perspektiven. Um das Potenzial der Serie jedoch mittel- und langfristig voll ausschöpfen zu können, ist die Teilnahme weiterer Hersteller essenziell. Die Basis dafür ist durch das Class-1-Reglement gegeben.

Welche Tragweite diese internationale Perspektive für die DTM hat, konnten wir 2019 bei den gemeinsamen Events in Hockenheim und Fuji mit den japanischen Herstellern erleben. Daran gilt es nun anzuknüpfen und zugleich kurzfristige Lösungen mit Blick auf die Saison 2020 zu erarbeiten. BMW wird die ITR auf diesem Weg auch weiterhin nach Kräften unterstützen“, so Marquardt.

„Wir bedauern die Entscheidung von R-Motorsport und wünschen dem Team von Dr. Florian Kamelger alles Gute für seine zukünftigen Projekte“, sagte Audi-Boss Dieter Gass.

„Die ITR und insbesondere Gerhard Berger befinden sich derzeit in intensiven Gesprächen mit möglichen Teams und Herstellern. Wir wissen, dass es in den verbleibenden drei Monaten bis zum Saisonstart keine leichte Aufgabe ist, aber wir sind sicher, dass wir den DTM-Fans in der Saison 2020 ein attraktives Starterfeld präsentieren können“, ergänzte der Audi-Verantwortliche.

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