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Formel E: Pascal Wehrlein starker Vierter in Santiago de Chile

Pascal Wehrlein in Chile ©Mahindra, Lou Johnson

Pascal Wehrlein bot als Vierter beim Santiago E-Prix eine starke Leistung und verpasste das Podium denkbar knapp. Der Deutsche lag in der sengenden Hitze Südamerikas lange Zeit auf Podiumskurs, ehe sich der Mahindra-Pilot in der zweiten Rennhälfte Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) beugen mußte.

„Letztes Jahr wurde ich hier Zweiter und dieses Jahr Vierter, also ist es eine Strecke, die ich wirklich mag“, zeigte sich Wehrlein happy über seine ersten Saisonpunkte. „Wir wussten, dass es ziemlich schwierig werden würde“, so der Deutsche, der bereits im Qualifying eine erste Duftnote setzte.

Mit Platz 6 erreichte der 25-jährige Deutsche erstmals in dieser Saison die Super Pole. Unter den besten Sechs fuhr Wehrlein die drittschnellste Zeit, übrigens die exakt gleiche Zeit wie der Vierplatzierte Venturi-Pilot Felipe Massa, und ging aus der zweiten Startreihe ins Rennen.

Wehrlein legte einen Zauberstart hin und schob sich nach wenigen Metern an den Zweitplatzierten Maximilian Günther  (BMW) vorbei. 16 Runde lang lag der Deutsche vor seinem Landsmann auf Platz 2, ehe Günther mit seinem ‚Attack Mode‘ die Reihenfolge wieder tauschte. In der Folgezeit entwickelte sich ein spannender Dreikampf mit dem Führenden Mitch Evans (Jaguar) und den beiden deutschen Fahrern Günther und Wehrlein.

Erst in der zweiten Rennhälfte wurde die Schlagzahl erhöht. Von hinten pirschten sich die beiden DS Techeetah-Piloten Felix da Costa und der amtierende Champion Jean-Eric Vergne sowie Mercedes-Rookie Nyck de Vries heran und boten in den letzten 15 Runden einen aufregenden Sechskampf um den Sieg.

Pascal Wehrlein in Chile ©Mahindra, Lou Johnson

„Ich hatte einen guten Start und bin auf den zweiten Platz vorgerückt“, sagte Wehrlein. „Ich habe alles versucht, um die Positionen zu verteidigen und so schnell wie möglich zu sein, aber das war das Maximum, was wir tun konnten“, resümierte der Deutsche, der in der Schlussphase vom Ausfall Vergnes und einer nachträglichen Zeitstrafe für de Vries profitierte und letzendlich auf Platz 4 kam. „Das Team hat in den vergangenen zwei Monaten so hart gearbeitet und einen großen Umbruch mit vielen neuen Leuten vollzogen, daher denke ich, dass der heutige Tag ein gutes Ergebnis für uns ist“, zeigte sich Wehrlein sichtlich zufrieden.

Teamkollege Jerome d’Ambrosio hatte mit technischen Problemen zu kämpfen und verpasste bereits im Qualifying alle Chancen auf einen Spitzenplatz. Der Belgier erlitt kurz vor der Zieleinfahrt seiner schnellsten Runde einen Getriebeschaden und mußte mit Startplatz 20 vorliebnehmen.

„Es ist ein etwas enttäuschendes Wochenende, denn ich hatte ein Problem im Qualifying“, gab sich der Belgier geknickt. D’Ambrosio erreichte zuvor beim Auftakt in Saudi-Arabien beide Male die Super Pole, doch in Chile gab es für den Belgier nichts zu bestellen.

Im Rennen konnte sich d’Ambrosio zwischenzeitlich bis auf Platz elf vorarbeiten, doch zwei Zeitstrafen für den Belgier strichen den Mahindra-Piloten aus der Wertung. „Aber so sind Rennen und jeder im Team und ich selbst sind frustriert“, sagte d’Ambrosio der weiter ausführte: „Es gibt in solchen Situationen nur eine Antwort, nämlich sich neu zu formieren und das Positive mitzunehemn, aus unseren Fehlern zu lernen, alle technischen Probleme zu lösen und auf Zuverlässigkeit zu setzen. Wir haben die Pace in der Qualifikation und selbstverständlich gibt es immer Sachen für Verbesserungen. Mahindra hat viele gute, hart arbeitende Leute und wir werden die Probleme lösen.“

Etwas enttäuscht vom Abschneiden seiner Schützlinge zeigte sich Teamchef Dilbagh Gill. “ Wir waren im vergangenen Jahr hier in Santiago auf dem Podium und wollten das unbedingt wiederholen, daher sind wir enttäuscht, dass wir das nicht erreicht haben“, so Gill.

„Aber wir werden durch das starke Ergebnis von Pascal ermutigt, auf das wir beim nächsten Rennen in Mexiko-Stadt aufbauen wollen. Es gab einige positive Aspekte:  Zwei Jahre hinteinander hat dieses Rennen gezeigt, dass es einen extrem hohen Verschleiß gibt und für uns ist das Positive, zwei Autos am Ende ins Ziel zu bringen. Wir haben ein gutes Energie- und Wärmemanagement gezeigt, dazu eine gute Strategie beim ‚Attack Mode‘.

Es war echt schade, dass wir im Qualifying die Probleme mit Jeromes Auto hatten. Ansonsten hätte er seine Serie in die Super Pole einzuziehen, fortsetzen können. In Mexico wollen wir aufs Podium, daher werden wir weiter fest daran arbeiten, wo es nötig ist“, sagte der indische Teamchef.

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