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Formel E: Porsche ohne Fortune beim Santiago E-Prix

Neel Jani in Chile ©Porsche

Nach der geglückten Formel-E-Rennpremiere in Saudi-Arabien konnte Porsche beim Santiago E-Prix keine Akzente setzen. In der Hitze von Chile hatte der deutsche Sportwahenhersteller kein Fortune.

Für Neel Jani kam das frühe Aus nach nur wenigen Runden, Andre Lotterer wurde nachträglichlich disqualifiziert. Ein Tag zum Vergessen für das deutsche Porsche-Team.

„Es war ein unglücklicher Tag für uns. Allerdings gehören solche Momente zum Motorsport dazu“, sagte Porsches Einsatzleiter Amiel Lindesay.

Beide Porsche-Piloten waren in der Anfangsphase bei brütender Hitze in Kollisionen verwickelt. Jani wurde wenige Kurven nach Startbeginn von Alexander Sims (BMW) und Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) in die Zange genommen und zog sich dabei einen Aufhängungsschaden am Porsche 99X zu. „Am Ende der ersten Runde wurde ich jedoch beim Einlenken von einem anderen Fahrzeug getroffen und in das Auto neben mir gedrängt. Dabei brach am Fahrzeug die vordere Aufhängung“, sagte der Schweizer nach dem Ausfall.

Neel Jani in Chile ©Porsche

Jani hatte durchaus Chancen auf ein Top Ten-Resultat. Denn im Qualifying erzielte der 36-Jährige die zwölftbeste Zeit, verpasste die Super Pole nur hauchdünn. „Wir hatten auf jeden Fall das Potenzial, um in die Punkte zu fahren“, so der Schweizer. „Trotz des Resultats bin ich weiterhin positiv gestimmt. Ich habe die Super Pole lediglich um 0,15 Sekunden verpasst“, zog Jani ein insgesamt positives Fazit.

Teamkollege Andre Lotterer konnte seine bärenstarke Porsche-Premiere von Diriyya nicht wiederholen. Der Deutsche verpasste bereits im Qualifying mit Startplatz 14 alle Chancen auf einen Spitzenplatzierung. Es war ein nachteil, dass Lotterer im Qualifying bereits in Gruppe 1 antreten musste, als noch der nötige Grip fehlte.

Im Rennen löste der gebürtige Duisburger eine Kollision mit BMW-Pilot Sims aus, die die Rennleitung mit einer 10-Sekunden-Zeitstrafe quittierte. Bei dem Zwischenfall beschädigte sich Lotterer sein Einsatzgerät und musste an die Box zu Reparaturarbeiten. Der Deutsche verlor zahlreiche Runden, ging aber wieder auf die Strecke zurück, um mit dem Porsche X99 wertvolle Kilometer zu sammeln. Lotterer kam als 22. ins Ziel, wurde jedoch nachträglich erneut von der Rennleitung bestraft.

Andre Lotterer in Chile ©Porsche

Lotterer setzte mehr als die maximal erlaubte Leistung von 200 kW ein, Disqualifikation für den Porsche-Fahrer. „Unglücklicherweise war das Rennen für Neel und mich nach Kollisionen schon frühzeitig beendet“, sagte ein enttäuschter Lotterer. „Leider gehört das in der Formel E manchmal dazu. Wenn man von Startplatz 14 aus ins Rennen geht, kann es im Mittelfeld zu einem ziemlichen Durcheinander kommen.

Es war wichtig, dass wir das Fahrzeug reparieren konnten und nochmal auf die Strecke gegangen sind. Dadurch konnten wir weitere Kilometer sammeln und dazulernen, um beim nächsten Rennen erneut einen Schritt nach vorne zu machen“, ergänzte der 38-jährige Deutsche.

Diesmal also nichts Zählbares für das Porsche-Team. „Es war eines dieser schwierigen Formel-E-Rennen mit einigen Zwischenfällen“, sagte Einsatzleiter Lindesay. „Leider wurden auch unsere beiden Fahrzeuge in der Anfangsphase so stark beschädigt, dass wir zunächst stoppen mussten. Dank der tollen Arbeit der Mechaniker konnte André das Rennen wieder aufnehmen. Trotz des Resultats konnten wir auch positive Dinge mitnehmen, denn die Pace war da. In Mexiko werden wir erneut angreifen“, versprach der Franzose.

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