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Formel E: BMW: ‚Außergewöhnliche Leistung von Max Günther‘

BMW i Andretti Motorsport in Siegeslaune ©BMW

Zweiter Sieg im dritten Saisonrennen der ABB FIA Formula E Championship für BMW i Andretti Motorsport: In einem hochspannenden Finale hat sich Maximilian Günther im BMW iFE.20 durch ein Überholmanöver in der letzten Runde den Premierensieg beim Santiago E-Prix gesichert.

„Heute ist ein Traum wahr geworden. Ich bin unglaublich glücklich über den ersten Sieg meiner Formel-E-Karriere hier in Santiago“, konnte Günther sein Glück kaum fassen. Besser hätte das Jahr 2020 für den 22-jährigen Deutschen nicht starten können. Im ersten Rennen des neuen Jahrzehnts feierte der BMW-Pilot endlich seinen ersten Sieg in der Formel E. In einem packenden Rennen setzte sich der Kemptener eindrucksvoll gegen Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) in der Schlußrunde durch und überquerte nach 40 Runden als Erster die Ziellinie.

Max Guenther BMW erster Sieg ©BMW

„Mein Qualifying war mit Platz zwei schon super“, so Günther, der damit sein bestes Qualifyingergebnis erzielte und zum ersten Mal in seiner Formel-E-Karriere aus der ersten Startreihe  startete. „Nach einem nicht so guten Start auf der schmutzigen Seite der Strecke, der mich eine Position gekostet hat, haben wir dann die ‚Attack Modes‘ taktisch sehr klug eingesetzt“, sagte der Deutsche, der weiter ausführte: „Dadurch konnte ich die Führung übernehmen. Bei der Hitze ging es unter anderem darum, die Temperatur der Batterie im Auge zu behalten. Das ist uns ganz gut gelungen. In der letzten Runde musste António dann auf der Gerade etwas früher coasten als ich. Da dachte ich mir ‚Jetzt oder nie’ und habe das Überholmanöver probiert. Zum Glück hat es hervorragend funktioniert.“

Mit seinem Premierensieg kürte sich Günther gleichzeitig zum jüngsten Gewinner in dieser Serie aller Zeiten. BMW-Motorsportboss Jens Marquardt war ganz aus dem Häuschen. „Das war eine außergewöhnliche Leistung sowohl von Maximilian Günther als auch vom gesamten BMW i Andretti Motorsport Team“, so Marquardt. „Unglaublich, wie reif und abgezockt Maximilian in seinem erst dritten Formel-E-Rennen für unser Team gefahren ist. Er hat sich den ersten Formel-E-Sieg und den Titel „jüngster Formel-E-Sieger aller Zeiten“ mehr als verdient. Er und das Team haben in der dramatischen Schlussphase kühlen Kopf bewahrt und die Situation genau richtig eingeschätzt.

Maximilian Günther (DEU), Jens Marquardt, BMW I Andretti Motorsports, 1st position, ©courtesy by Formula E

Wir haben damit gerechnet, dass António Kühlprobleme bekommen könnte und genauso ist es gekommen. Mit Hilfe dieser Einschätzung konnte Max dieses fantastische Überholmanöver in der letzten Runde durchführen. Insgesamt können wir nach zwei Siegen und zwei Polepositions in drei Rennen sowie Platz eins in der Teamwertung mit dem Saisonstart natürlich hochzufrieden sein. In der Fahrerwertung haben wir nun zwei Siegfahrer, und mit beiden werden wir beim Mexico City E-Prix wieder voll angreifen“, ergänzte der BMW-Verantwortliche.

Teamkollege Alexander Sims freute sich über Günthers Galavorstellung. „Erst einmal freue ich mich unglaublich für Maximilian und das Team. Max hatte schon ein herausragendes Qualifying, und im Rennen haben er und das Team alles richtig gemacht“, so der Brite.

Obwohl Sims in Santiago vorzeitig aussschied, übernahm das Team BMW i Andretti Motorsport dank der 25 Punkte die Führung in der Teamwertung. Im Qualifying hatte Sims in Gruppe 1 mit der noch rutschigen Strecke zu kämpfen und belegte nach drei Polepositions in Serie diesmal den 15. Startplatz. Während Sims zu Rennbeginn im Mittelfeld in zahlreiche harte Zweikämpfe mit den beiden Porsche-Piloten Neel Jani und Andre Lotterer verwickelt war und letztlich nach einem Kontakt mit der Streckenbegrenzung aufgeben musste, bleibt der Brite in der Meisterschaft mit Platz 2 auf Tuchfühlung.

„Auch ich hatte in den Trainings eine gute Pace, konnte aber dann in Qualifying-Gruppe eins nicht viel ausrichten“, sagte Sims. „Die ersten Runden meines Rennens waren ziemlich gut. Wir hatten im Mittelfeld typisches Formel-E-Racing: hart, aber gut. Ich habe dann leicht die Mauer berührt, dabei aber mein Fahrzeug so stark beschädigt, dass ich das Rennen beenden musste. So ist das Endergebnis letztlich natürlich enttäuschend“, betonte der Brite.

Mega-happy über Günthers Leistung war BMW-Teamchef Roger Griffiths. „Bei der Zieldurchfahrt war der Jubel in der Garage ohrenbetäubend“, so der Brite. „Zwei Rennen in Folge gewonnen zu haben und in der Teamwertung in Führung zu liegen, fühlt sich verdammt gut an. Ich freue mich sehr für Maximilian, dass er es nach der Enttäuschung in Diriyah, als er seinen zweiten Platz nachträglich verloren hat, diesmal geschafft hat und seinen ersten Sieg einfahren konnte.

Gemeinsam mit seinem Renningenieur ist er ein sehr kluges Rennen gefahren. Mit Hilfe des clever eingesetzten ‚Attack Modes‘ konnte er zunächst Pascal Wehrlein und dann mit einem spektakulären Manöver Mitch Evans überholen. Gegen Rennende haben wir gesehen, dass beide Techeetah schnell aufholen, wussten aber immer, dass wir die Situation gut managen und die Temperatur der Batterie besser im Griff haben. Das ist aufgegangen, wie man am Ende bei António gesehen hat“, sagte Griffiths.

 

 

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