Zum Inhalt springen

Formel E: BMW- setzt Tabellenführer Alex Sims seine Pole-Serie fort?

Sieger Alex Sims BMW ©BMW

Am Samstag steht der Santiago E-Prix auf dem Programm und BMW-Pilot Alexander Sims reist nach seinem Sieg und den beiden Polepositions in Diriyya als Tabellenführer in der Fahrerwertung nach Chile.

BMW möchte den Schwung aus Saudi-Arabien nach Südamerika mitnehmen und beim ersten Rennen des Jahres 2020 seine Spitzenposition verteidigen. Zu den Schlüsselfaktoren für die zu erwartende Hitzeschlacht in Chiles Hauptstadt zählen neben der Qualifying-Gruppe insbesondere das Energie- und Temperaturmanagement und der hohe Reifenverschleiß bei der extremen Hitze.

Sims muß erstmals als Gesamtführender das Qualifying in Gruppe 1 in Angriff nehmen. Der Brite möchte seine unglaubliche Serie von drei Poles saisonübergreifend fortsetzen, doch aus Gruppe 1 heraus keine leichte Aufgabe für den Briten. Bei der Zeitenjagd auf der 2,287 km langen Strecke im Parque O’Higgins, die übrigens gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird, fehlt es der ersten Gruppe zumeist am noch fehlenden Grip. Laub von den Bäumen kann die Strecke speziell im Qualifying rutschig machen.

Erst die nachfolgenden Gruppen finden im Laufe des Qualifyings bessere Bedingungen auf trockener Strecke vor.  „Die Tatsache, dass ich erstmals in Qualifying-Gruppe 1 werde antreten müssen, ist eine Challenge, aber ich hoffe, dass wir gut damit zurechtkommen und wieder ein starkes Ergebnis erzielen können“, sagt Sims, der eine unglaubliche Serie von drei Poles saisonübergreifend zu verteidigen hat.

Gelingt dem 31-jährigen BMW-Piloten die nächste Pole? „Die Pause nach Diriyah hat gut getan, und ich fühle mich vor dem Rennen in Santiago wieder frisch und bereit für die Herausforderung“, so Sims.

„Natürlich fahre ich nicht nach Santiago und gehe davon aus, dass ich automatisch wieder die Poleposition und den Sieg einfahren werde, aber ich bin ehrgeizig genug, um mir einen weiteren Sieg als Ziel zu setzen“, zeigt sich der Tabellenführer zuversichtlich. „Das BMW i Andretti Motorsport Team war in Saison 5 sowohl in Diriyah als auch in Santiago stark. Ich hoffe, das gelingt uns diesmal wieder. Alle Fahrer werden erst einmal das neue Layout der Strecke verinnerlichen müssen. Dabei hat mir bereits das Training im Simulator sehr geholfen“, ergänzt Sims.

Sims spricht die vielen Veränderungen des Kurses an, die fast schon einen neuen Kurs entstehen ließen. Der Sektor zwischen Turn 1 und Turn 7 ist technisch sehr anspruchsvoll, eine gute Fahrwerksabstimmung an der Vorderachse ist für alle 24 Piloten nötig. Wegen der extremen Hitze werden die Einheitsreifen der Formel E sehr beansprucht, insbesondere der rechten Hinterreifen. Zwei gute Überholmöglichkeiten bietet die Strecke in Turn 1 und Turn 9. Der ‚Attack Mode‘ wird übrigens an der Außenseite von Turn 3 aktiviert.

Sims und Günther BMW i Andretti Motorsport jubeln ©courtesy by FormulaE

Sims Teamkollege Maximilian Günther zeigt sich ebenfalls hochmotiviert und möchte seinen nachträglich verlorenen zweiten Platz beim Saisonauftakt in Diriyya wettmachen. „Nach der langen Pause sind meine Batterien wieder mehr als aufgeladen, und ich kann es kaum erwarten, wieder auf die Strecke zu gehen“, so der Deutsche, der in der letzten Saison mit dem nicht konkurrenzfähigen Dragon in Santiago auf Top-Ten-Kurs lag, ehe ihn ein technischer Defekt ausrollen ließ.

„Ich hatte in der vergangenen Saison sehr viel Spaß in Santiago und hoffe, dass die Strecke im neuen Layout genauso cool zu fahren ist. Mit meiner Leistung vor allem im zweiten Rennen in Diriyah war ich sehr zufrieden. Mein Speed war vielversprechend, auch wenn wir leider am Ende keine Punkte geholt haben. Umso motivierter sind wir alle, es nun in Santiago noch besser zu machen. Die Chemie im Team ist hervorragend. Ich fühle mich extrem wohl“, betont Günther.

BMW-Teamchef Roger Griffiths hofft nach den Auftaktrennen in der Erfolgsspur zu bleiben. „Das vergangene Jahr endete für uns mit dem Sieg für Alexander in Diriyah natürlich mit einem Highlight. Nun ist das gesamte Team heiß darauf, in Südamerika zu beweisen, dass der Erfolg in Diriyah keine Eintagsfliege war“, so der Brite, der hinzufügt: „Wir fahren zwar am gleichen Ort wie im Vorjahr, doch die Strecke in Santiago ist stark verändert worden – von einer neuen Asphaltdecke, um die Probleme des Vorjahres zu beheben, bis hin zu einem neuen Layout, um die neue Boxengasse zu integrieren.

Das alles stellt Ingenieure und Fahrer gleichermaßen vor neue Herausforderungen. Wir haben die Pause seit Diriyah zwar genossen, aber die Entwicklung ging natürlich trotzdem weiter. Wir haben zum einen analysiert, was uns in Diriyah so stark gemacht hat, zum anderen aber auch Bereiche definiert, in denen wir uns noch verbessern können, denn die Konkurrenz wird im neuen Jahr sicher ebenfalls wieder stark sein. Alexander hat mit seiner Serie an Polepositions einen Lauf und will daran anknüpfen, wenngleich es eine besondere Herausforderung für ihn sein wird, sich in Gruppe 1 qualifizieren zu müssen. Max hofft, die Enttäuschung nach dem letzten Rennen hinter sich zu lassen und ein starkes Ergebnis zu erzielen.“

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: