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Formel E: Mercedes vor Chile-Gastspiel: ‚Endlich wieder raus auf die Rennstrecke‘

Nyck de Vries,Diriyah ePrix 2019 ©Mercedes,Sebastian Kawka

Mercedes kommt hochmotoviert zum Santiago E-Prix. Kein Wunder, die Schwaben feierten ein glanzvolles Debüt beim Saisonauftakt in Diriyya.

Stoffel Vandoorne erzielte beide Male Platz 3, Teamkollege Nyck de Vries erreichte beim Auftaktrennen Platz 8. Unerwartete Erfolge für das Mercedes-Benz EQ Formel-E-Team, das als Führender in der Teamwertung zum dritten Saisonrennen nach Chile kommt.

„Unser Debüt in der Formel E hat dem Team einen enormen Motivationsschub verschafft“, betont Teamchef Ian James.

„Sowohl Nyck als auch Stoffel haben eine außergewöhnlich gute Leistung gezeigt und die gesamte Mannschaft hat bewiesen, wozu sie in der Lage ist. Abgesehen von den beiden Podestplatzierungen haben wir bei unserer Performance ein gewisses Level an Konstanz unter Beweis gestellt.

Gleichzeitig konnte man erkennen, was die Formel E auszeichnet: die Rennen sind unvorhersehbar und das Qualifying-Format stellt eine eigene, ganz besondere Herausforderung dar“, ergänzt der Mercedes-Chef.

Der E-Prix in Santiago wird eine gewaltige Herausforderung für den kompletten Formel-E-Zirkus. Besondere Beachtung kommt in Santiago den erwarteten hohen Temperaturen zu, die bereits in der vergangenen Saison für eine riesige Herausforderung sorgten. Während des Rennens erreichten die Luft- und die Streckentemperatur im Vorjahr Spitzenwerte von knapp 38°C respektive mehr als 46°C.

Damit war Santiago 2019 der bislang heißeste E-Prix in der Geschichte der Formel E. Die Hitze fordert einen kühlen Kopf zu bewahren. Mercedes stellt sich den Bedingungen. „In den vergangenen Wochen haben wir alles genau angesehen, was wir während unserer ersten beiden Rennen gelernt haben“, sagt James weiter. „Diesen Weg möchten wir nun in Chile fortsetzen. Jetzt geht es darum, den notwendigen Fokus zu bewahren.

Anders als in Saudi-Arabien stellen die hohen Temperaturen in Santiago sicher eine Herausforderung dar. Deshalb halten wir an unserem ursprünglichen Ziel fest, welches lautet, mit beiden Autos in die Punkteränge zu fahren. Allem voran möchte das Team aber endlich wieder raus auf die Rennstrecke“, so der Mercedes-Verantwortliche.

Vandoorne feiert mit dem Team,S6_Diriyyah, © Mercedes,LAT Images

Die chilenische Hauptstadt ist seit Saison 4 Bestandteil des Rennkalenders und somit in diesem Jahr zum dritten Mal Austragungsort eines E-Prix. Nachdem das Debüt im Februar 2018 noch auf einer Strecke am Parque Forestal stattgefunden hat, treten die Teams seit dem Vorjahr auf einem Kurs im Parque O’Higgins an.

Für die dritte Ausgabe in diesem Jahr wurde die Strecke in allen Sektoren erheblich umgebaut und leicht verkürzt. In diesem Zuge wurde unter anderem die Schikane entfernt. Insgesamt erwarten die Piloten elf Kurven, darunter acht Links- sowie drei Rechtskurven. Die neue Streckenlänge beträgt 2,287 km, der Vollgasanteil beträgt 50%.

Vandoorne fiebert dem Renneinsatz in Santiago heftig entgegen. „Hinter uns liegt eine recht lange Pause seit den ersten beiden Saisonrennen in Saudi-Arabien. Es fühlt sich fast so an, als ob sie schon vor einer kleinen Ewigkeit gewesen wären“, so der Belgier, der hinzufügt: „Deshalb freue ich mich riesig darauf, endlich wieder Rennen zu fahren.

Santiago wird eine enorme Herausforderung für uns. Im vergangenen Jahr war es dort extrem heiß und diesmal dürfte es genauso sein. Es ist eines der härtesten Rennen der Saison, gerade mit Blick auf den Umgang mit der Hitze. Dadurch werden die Fahrer, die Autos und die Batterien sehr stark belastet. Ich hoffe, dass wir an diesem Wochenende an unsere Leistung aus Diriyah anknüpfen können. Das war ein fantastisches Debüt für unser Team.“

Teamkollege Nyck de Vries zeigte als Rookie ein vielversprechendes Debüt und hofft auf eine Fortsetzung in Chile. „Zum Auftakt des Jahres geht es für uns zum zweiten Rennwochenende der Saison nach Santiago. Wir hatten seit dem Saisonstart in Diriyah eine kleine Pause, wobei ich es lieber gehabt hätte, wenn diese nicht ganz so lang gewesen wäre“, so der junge Niederländer. 

„Ich hatte das Gefühl, dass wir für Saudi-Arabien gut vorbereitet waren und ein gutes Wochenende hatten. Deshalb hätte ich gerne weiter gemacht und direkt daran angeknüpft. Gleichzeitig war es aber auch schön, mich nach einem anstrengenden Jahr ein bisschen zu erholen.

Jetzt möchte ich den Schwung des guten Auftaktwochenendes in den Rest der Saison mitnehmen. Uns ist bewusst, welche Herausforderungen uns erwarten und wie stark die Konkurrenz ist. Deshalb gehen wir es Schritt für Schritt an und bleiben mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgaben und lassen uns von dem positiven Beginn nicht verleiten“, so de Vries.

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