Zum Inhalt springen

Formel E: Porsche peilt Punkte beim Santiago E-Prix an

Amiel Lindesay Porsche ©Porsche

Mit viel Selbstvertrauen reist der deutsche Neueinsteiger Porsche zum ersten Rennen im neuen Jahr nach Santiago. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt im November mit einem zweiten Platz beim Diriyah E-Prix durch Porsche-Werksfahrer André Lotterer hoffen die Zuffenhausener auf ein weiteres Erfolgserlebnis. Ziel ist es, am Samstag in Chile in den Punkterängen abzuschließen und dabei weitere wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

„“Wir haben beim Diriyah E-Prix gesehen, dass der Porsche 99X Electric vorne dabei und konkurrenzfähig ist“, unterstreicht Amiel Lindesay, Porsches Einsatzleiter in der Formel E. „Im Laufe der Saison wird es allerdings wichtig sein, im Qualifying konstante Leistungen zu erbringen und bei jedem Rennen in die Punkte zu fahren. Diese Faktoren waren in den vergangenen Formel-E-Saisons der Schlüssel zum Erfolg.

Wir sind davon überzeugt, dass wir sowohl das Fahrzeug als auch das Team dazu haben. Trotz des positiven Saisonstarts bleiben unsere Ziele dieselben: Wir versuchen aus jedem Rennen das Maximum herauszuholen“, ergänzt Lindesay. Im Porsche-Lager besteht die berechtigte Hoffnung, in Chile an den vielversprechenden Saisonstart mit dem ersten Podestplatz beim Diriyah E-Prix anzuknüpfen.

„Nach Saudi-Arabien hatten wir ausreichend Zeit, um unsere Prozesse zu durchleuchten und in gewissen Bereichen Effizienzsteigerungen zu erzielen“, betont der Porsche-Leiter Lindesay. „Die Erkenntnisse, die wir daraus gewonnen haben, setzen wir beim kommenden Rennen in Chile um. Wir wollen an den Erfolg des Diriyah E-Prix anknüpfen. Generell sind Top-10-Platzierungen und Punkteränge ein realistisches Ziel“, so der Porsche-Verantwortliche.

Lotterer im Porsche, Diriyyah ©Porsche

Dafür soll in erster Linie der Deutsche Lotterer sorgen, der in der letzten Saison in Südamerika mit seinem Ex-Arbeitgeber DS Techeetah bereits gefahren ist. Lotterer kennt die Strecke in Chiles Hauptstadt Santiago im Parque O’Higgins, kleine Anpassungen wurden für Samstag am Streckenlayout vorgenommen. Der 2,287 km lange Straßenkurs in Santiago zählt zu den klassischen Formel-E-Strecken mit engen Passagen, Spitzkehren und insgesamt elf Kurven. Auffällig ist eine langgezogene Linkskurve (Turn 8) sowie eine lange Gerade.

„Generell bin ich für das Rennen in Chile vorsichtig optimistisch“, so Lotterer. „Wir hatten einen tollen Saisonstart in Saudi-Arabien, aber mir ist auch bewusst, dass es noch Verbesserungspotenzial gibt. Als neues Formel-E-Team haben wir noch einiges zu lernen. Die Pause war sehr gut für uns, da wir Zeit hatten, eine Menge Daten zu analysieren.

Daher bin ich zuversichtlich, dass wir uns in Chile nochmals steigern werden. Ob wir ein ähnlich gutes Rennen wie in Saudi-Arabien haben werden, ist schwer vorherzusehen. Wir müssen ohne Zwischenfälle durch die Qualifikation kommen, dann haben wir gute Chancen auf Punkte. Das Potenzial ist auf jeden Fall da“, hofft der Deutsche auf ein Top-Resultat. Die Vorbereitungen auf Chile stimmen den gebürtigen Duisburger schon mal positiv.

„Vergangenes Jahr waren die Temperaturen in Santiago hoch. Daher war das Rennen für uns Fahrer recht anstrengend. Die Strecke wurde für die aktuelle Saison modifiziert, sie sollte dem Porsche 99X Electric liegen. Die Philosophie der Fahrzeugeinstellung geht jedenfalls in eine gute Richtung“, betont der 38-jährige Deutsche.

Neel Jani Porsche ©Porsche

Lotterers Teamkollege Neel Jani aus der Schweiz wünscht sich für den dritten Auftritt im Porsche-Auto mehr Glück als beim Saisonstart. „Die beiden Rennen in Saudi-Arabien Ende November haben für mich und das ganze Team eine steile Lernkurve beinhaltet. Ich war mit meinem Wochenende nicht zufrieden“, sagt Jani, der hinzufügt: „Wir haben uns in den vergangenen Wochen intensiv mit allen Details auseinandergesetzt, um zu analysieren, in welchen Bereichen es Verbesserungspotenzial gibt. Fahrzeugeinstellung und Energiemanagement standen dabei im Vordergrund. Die Schwierigkeit besteht darin, alles auf den Punkt zu bringen. Jeder hat in der Winterpause seine Hausaufgaben gemacht und nun schauen wir, wo wir in Chile stehen. Punkte sind definitiv das Ziel“, lautet die Devise des Schweizers.

Jani überlässt nichts dem Zufall, hat sich intensiv mit den Gegebenheiten von Chile auseinandergesetzt. „Mein erster Eindruck aus dem Simulator ist, dass die Strecke im Vergleich zu Diriyah ganz anders ist“, sagt Jani. „Es ist eher ein klassischer Formel-E-Kurs mit engen Kurven und Spitzkehren, nicht ganz so schnell und mit weniger Höhenunterschieden. Die Strecke hat eine der längsten Geraden.

Dort könnten wir im Vergleich zu allen anderen Formel-E-Strecken im Rennkalender einen hohen Topspeed erreichen. Was den Asphalt betrifft, könnte es ebenfalls Unterschiede geben, die sich auf das Grip-Level und damit auf die Fahrzeugeinstellung auswirken“, weiß der 36-jährige Porsche-Pilot.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: