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DTM: BMW zeigt sich zufrieden mit Jerez-Test, kommt Kubica ?

Robert Kubica im BMW M4 DTM in Jerez ©BMW

Die DTM hat sich gestern endgültig in die wohlverdiente Winterpause verabschiedet. Am letzten Tag des Young Driver Test der DTM in Jerez de la Frontera spulten Audi und BMW fleißig ihr Programm für die neue Saison ab und zeigten sich zufrieden.

Im Fokus der Testfahrten bei BMW und bei den interessierten Beobachtern war der ehemalige Formel-1-Pilot Robert Kubica, der einen positiven Eindruck bei seinen beiden Testtagen hinterließ. „Es war definitiv ein sehr produktiver Test“, so Kubica, der sich nachhaltig für ein Cockpit im BMW M4 DTM für die anstehende DTM-Saison empfahl.

„Es war das erste Mal, dass ich mit einem DTM-Auto der neuen Generation gefahren bin. Da gab es viel zu lernen und zu entdecken, da es natürlich etwas ganz anderes ist als das, was ich aus den vergangenen Jahren gewohnt bin. Es gab einige Dinge am DTM-Auto, die mich positiv überrascht haben. Schon auf den ersten Runden habe ich mich auf Anhieb wohlgefühlt, und das ist es , was sich jeder Fahrer wünscht, wenn er neue Autos testet und kennenlernt.

Denn wenn man sich wohl und sicher fühlt, dann fährt man schnellere Zeiten, und das Leben wird einfacher. Und so hat mich die Fahrbarkeit des Autos definitiv positiv überrascht. Der Test und die Zusammenarbeit mit dem Team haben mir wirklich großen Spaß gemacht. Wir konnten eine Menge Dinge abarbeiten, und es war ein erfolgreicher Test. Also ja, ich bin sehr zufrieden“, resümierte der Pole.

Robert Kubica BMW ©BMW

Wie geht es jetzt mit Kubica weiter? Steigt er in die DTM ein? Der ehemalige BMW-Motorsportdirtektor Dr. Mario Theissen würde eine Verpflichtung des Polen begrüßen. „Ja, es wäre schön, Robert in der DTM zu sehen“, sagte der 67-jährige Theissen gestern abend auf der ADAC Sportgala in München auf Nachfrage von bildpresse2010.blog. Theissen und Kubica verbindet eine Gemeinsamkeit aus früheren Formel-1-Zeiten bei BMW, als der Pole von 2006 vier Jahre lang für BMW Sauber unter der Leitung von Theissen in der Königsklasse des Motorsports fuhr.

Nach seinem Abschied aus der Formel 1, wo Kubica zuletzt bei Willimas unter Vertrag stand, sucht der 35-Jährige nach einer neuen Herausforderung. In Südspanien absolvierte Kubica insgesamt 117 Runden im BMW M4 DTM, der bei trockenem und teils sonnigem Wetter konstant gute Testbedingungen vorfand. „Natürlich gibt es ein paar Unterschiede zu einem Formel-1-Auto, die man spürt. Das ist zum Beispiel das Gewicht, und auch wenn DTM-Autos sehr viel Downforce haben, ist es doch weniger als in der Formel 1. Doch ich finde, dass das DTM-Auto wirklich toll zu fahren und auch aus technischer Sicht ein hochentwickeltes Fahrzeug ist“, zeigte sich Kubica angetan vom DTM-Auto des Münchner Automobilherstellers. Kubica möchte in die DTM, wie wird BMW entschieden?

Nick Yelloly,BMW ©BMW

Neben Kubica bot BMW auch Werkspilot Nick Yelloly, der im GT-Sport für die Münchner unterwegs ist, die Gelegenheit, am Test teilzunehmen und mit dem BMW M4 DTM auf die Strecke zu gehen: Beide Fahrer wechselten sich am Steuer des einen Fahrzeugs ab, während sich Marco Wittmann und Philipp Eng die Arbeit im Cockpit des anderen BMW M4 DTM teilten. So konnte BMW mit den vier Fahrern ein umfangreiches Programm abarbeiten. Insgesamt fuhren sie über 700 Runden respektive über 3.200 Testkilometer.

Hier weitere Stimmen vom Jerez-Test:

Nick Yelloly:

„Es war klasse, den BMW M4 DTM mit Turbo-Motor zu fahren. Im Vergleich zum Test im vergangenen Jahr, bei dem ich im 2018er BMW M4 DTM gefahren bin, war der Unterschied recht groß, vor allem was das Drehmoment und das Bremsen angeht.

Es gab für mich also viel zu lernen, und der Test hat mir großen Spaß gemacht. Obwohl wir am Morgen noch etwas Nebel hatten, konnten wir recht schnell viel aus dem Auto herausholen, und ich habe in Sachen Longruns viel gelernt. Man muss im Vergleich zum vergangenen Jahr ganz anders mit den Reifen umgehen, das habe ich schon recht früh herausgefunden.

Wir haben ein umfangreiches Programm abgearbeitet und sehr viele Kilometer abgespult. Deshalb noch einmal ein großer Dank an BMW Motorsport für diese Gelegenheit.“

Marco Wittmann:

„Es ist immer etwas Schönes, beim Wintertest dabei zu sein. Ich saß nun tatsächlich seit dem Finale in Hockenheim jeden Monat noch einmal im BMW M4 DTM, zunächst beim Dream Race in Fuji und nun in Jerez – das ist eine tolle Sache. Es war ein guter und produktiver Test.

Wir konnten viel von der Arbeit, die wir uns vorgenommen hatten, erledigen. Es waren sehr gute Tage, an denen wir auch wieder neue Erkenntnisse gewonnen haben, die wir für 2020 versuchen werden umzusetzen. Wir wissen, dass wir noch Arbeit vor uns haben, um gut vorbereitet in die neue Saison zu starten, und deshalb ist der Wintertest sehr wichtig.

Ich bin happy und zufrieden. Jetzt geht es aber erst einmal in die wohlverdiente kurze Winterpause mit Weihnachten und Silvester, in der man Zeit mit Familie und Freunden verbringen und etwas abschalten kann.“
 
Philipp Eng:

„Ich habe mich gefreut, so kurz vor Weihnachten noch einmal im BMW M4 DTM zu sitzen, denn seit dem Finale in Hockenheim ist doch etwas Zeit vergangen. Die Wintertests sind immer sehr intensiv mit einem umfangreichen Arbeitsprogramm.

Es war gut, dass wir über den Test konstante Bedingungen hatten. So konnten wir die Tage in Jerez sehr produktiv nutzen. Wir konnten in der Vorbereitung auf die Saison 2020 viele Dinge in die richtige Richtung bringen. Das stimmt mich sehr positiv, und jetzt kann ich die Weihnachtsfeiertage genießen.“

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