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Formel E: Nissan e.dams bei der Musik dabei, aber: ‚Ziele nicht ganz erreicht‘

Rowland Oliver Nissan ©Shivraj Gohil|, Spacesuit,Nissan

Höhen und Tiefen kennzeichneten den Saisonauftakt des Teams Nissan e.dams beim Diriyya E-Prix. Während Oliver Rowland in beiden Rennen mit Platz 4 und 5 reichlich Punkte einheimste, mußte Sebastien Buemi eine Nullnummer einstecken- große Enttäuschung beim Vizemeister der vergangenen Saison.

Eines vorweg: die Premiere des neuen Nissan-Antriebsstrangs mit der Ein-Motorenlösung gelang auf Anhieb. Beide Nissan-Piloten konnten die Performance der Rivalen mitgehen und waren bei der Musik dabei.

Rowland unterstrich beim Auftaktrennen am Freitag im Qualiifying seinen Aufwärtstrend aus der vergangenen Saison mit einem starken achten Platz. Im Rennen lief es für den Briten noch besser, denn Rowland machte gleich vier Plätze wett und verpasste mit Platz 4 nur denkbar knapp das Siegertreppchen. Und dennoch war Rowland mit den Resultaten nicht ganz happy, besonders das Qualifying wurmte ihn dann doch ein wenig.

„Meine Qualifikationsergebnisse waren nicht das, was ich mir vorstellte“, zeigte sich der Brite unzufrieden, der nach Platz 8 im ersten Qualifying beim zweiten Qualifying am Samstag lediglich auf Platz 17 kam. „In der ersten Gruppe in beiden Rennen zu fahren war hart, aber ich war mit meinem Nissan e.dams-Rennauto im Rennen sehr zufrieden“, sagte Rowland im Gegenzug. „Ich konnte mich an beiden Tagen durch das Fahrerpulk schlängeln und mich aus allen Schwierigkeiten um mich herum heraushalten. Sicher, ich hätte gerne einen Fight um das Podium gehabt, aber wenn wir das Qualifying aussortieren können, dann werden dort sein, wo wir hinwollen“, fügte der Nissan-Pilot hinzu.

Besonders beeindruckend: am Samstag zeigte Rowland eine eindrucksvollere Aufholjagd, als der Brite von Platz 16 startend durch das ganze Feld pflügte und als Fünfter die Ziellinie überquerte.

Für Teamkollege Buemi verlief der Auftakt dagegen enttäuschend. Die Pace stimmte, im Rennen dagegen gab es nichts Zählbares für den Schweizer. Am Freitag spielte Buemi die Technik einen Streich, als er mit Elektrik-Problemen unvermittelt stehenblieb und sein Arbeitsgerät frühzeitig an der Box abstellen musste. Am Samstag eliminierte ihn DS Techeetah-Pilot Antonio Felix da Costa aus dem Rennen.

Im Kampf um Platz 2 touchierte Felix da Costa den Schweizer etwas unsanft mit der Nase, woraufhin der Nissan-Pilot eine 180 Grad-Drehung einlegen mußte. Quer zur Strecke stehend versuchte sich Buemi wieder einzusortieren, die hinter ihm nahenden Piloten konnten glücklicherweise gerade noch ausweichen, um eine Kollision zu verhindern. Die Rennleitung quittierte dieses Vorgehen mit einer 10-Sekunden-Zeitstrafe für den Schweizer, der am Ende Platz 12 erreichte.

Seb Buemi Nissan S6 ©Shivraj Gohil|,Nissan

Unglückliches Rennwochenende für Buemi. „Leider verlief das Wochenende nicht wie geplant für mich“, sagte Buemi, der sich zuvor mit Platz 2 in der Super Pole eine glänzende Ausgangsposition für das Rennen erarbeitet- vergeblich. „Das Qualifying in der ersten Reihe im zweiten Rennen war sehr erfreulich, aber nachdem ich mich gedreht hatte, war mein Tag ruiniert.“ so der Nissan-Pilot, der ergänzte: „Die Formel-E-Rennen sind so kurz, dass es sehr schwer ist, zurückzuschlagen, wenn man einen solchen Rückschlag erleiden mußte. Ich bin sicherlich sehr enttäuscht. Was ich aber positiv vom Wochenende mitnehme ist, dass das Auto eine starke Pace zeigte.“

Michael Carcamo, Globaler Motorsport-Direktor von Nissan, war insgesamt nicht ganz zufrieden mit dem Abschneiden seiner Schützlinge. „Das Wettbewerbsniveau in der Formel E hat ein völlig neues Niveau erreicht – es gab in jeder Runde einen harten Kampf“, so Carcamo. „Wir haben die Ziele, die wir uns für dieses Eröffnungswochenende vorgenommen hatten, nicht ganz erreicht, aber wir hatten ein großartiges Qualifying und ein starkes Tempo im Rennen. Seb hatte enormes Pech, dass er von hinten getroffen wurde, während er in den Top 2 fuhr, und Oliver hatte zwei tolle Rennen – das Potenzial ist sehr vielversprechend“, fasste der Nissan-Verantwortliche zusammen.

Für Nissan gilt es jetzt , die richtigen Schlüsse vom Auftaktrennen zu ziehen, um bis Chile wieder voll konkurrenzfähig zu sein, wie Teamchef Gregory Driot sagt. „Die Lücke bis zum nächsten Rennen werden wir dazu nutzen, alle Erfahrungen dieses Eröffnungswochenendes sorgfältig zu analysieren und uns weiter zu verbessern“, so Gregory Driot, der weiter ausführte: „Im vergangenen Jahr hat Nissan in Chile die erste Pole Position in der Formel E geholt und wir freuen uns darauf, diese Leistung im Januar zu wiederholen“, verspricht Driot.

Ob’s klappt, wissen wir am 18. Januar 2020 beim Santiago E-Prix.

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