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Formel E: Rekordmann Alex Sims (BMW): 3 Poles in Folge und Premierensieg zum Auftakt

Alex Sims BMW, Sieger in Diriyyah ©Sims,BMW

BMW-Pilot Alexander Sims war der Mann des Wochenendes beim Formel-E-Saisonauftakt in Diriyya. Mit einer bärenstarken Vorstellung am Samstag feierte der Brite einen souveränen Start-Ziel-Sieg- sein Premierensieg in der Formel E.

Der Brite vom Team BMW i Andretti Motorsport sammelte mit zwei Polepositions, Platz 8 beim Auftaktrennen am Freitag und seinem ersten Formel-E-Triumph  insgesamt 35 Punkte – so viele wie kein anderer Fahrer zum Start in die neue Saison.

Sims ist Tabellenführer in der Meisterschaft. Dabei stellte Sims in Saudi-Arabien einen neuen Rekord auf:

Saisonübergreifend hat er drei Polepositions in Folge errungen. Beim Abschlußrennen von Saison 5 setzte der Brite in New York beim Qualifying ebenfalls die Bestmarke.

Das ist bisher noch keinem Piloten in dieser Serie gelungen. „Zwei Polepositions und ein Sieg an einem Wochenende – viel besser geht es nicht“, strahlte der 31-jährige Sims. „Das ist ein fantastisches Gefühl“, beschrieb der Brite seine Gefühlslage.

Im BMW iFE.20 gewann Sims am Samstag in überzeugender Manier. Von der Pole-Position aus kontrollierte Sims das Feld nach Belieben. Der BMW-Pilot fuhr sich einen kleine Vorsprung heraus und ließ sich mit seiner ruhigen Art auch nicht von zwei Safety-Car-Phasen aus der Ruhe bringen.

Wenn es darauf ankam, war der 31-Jährige Herr des Geschehens. Teamkollege Maximilian Günther leistete dazu einige Schützenhilfe, der sich im packenden Duell gegen Audi-Pilot Lucas di Grassi behaupten musste. So konnte Sims zusätzliche Energie sparen und einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegenfahren.

Sims führt das Feld an ©BMW Sims

Beim Auftaktrennen am Freitag startete Sims nach einer Glanzvorstellung im Qualifying ebenso von der Pole-Position, konnte aber die Pace vom späteren Sieger Sam Bird (Virgin) nicht mitgehen und belegte schlußendlich Platz 8. Für das zweite Rennen hatte sich der BMW-Pilot eine andere Strategie einfallen lassen – mit Erfolg. Eine Achterbahnfahrt für Sims, wie er selbst beschreibt. „Das war auf jeden Fall ein ständiges Auf und Ab der Emotionen“, so Sims.

„Es ging am Freitag mit der Poleposition sehr gut los, aber die Schlussphase des Rennens war dann ehrlich gesagt ziemlich schwach. Da habe ich mir einige Unachtsamkeiten geleistet, die mich weit zurückgeworfen haben. Nach der erneuten Pole am Samstag habe ich es besser gemacht. Ich wollte den ersten Startplatz unbedingt in ein gutes Ergebnis umwandeln. Wir haben das erste Rennen analysiert und gemeinsam an grundlegenden Dingen gearbeitet. Dass wir am Ende als Sieger dastanden, war eine tolle Belohnung“, erklärte der Formel-E-Tabellenführer.

Mit dem neuen BMW iFE.20 kam Sims von Session zu Session immer besser zurecht. Was war letztlich der Schlüssel zum Premierensieg? „In erster Linie sicher der enorme Speed, der dank der Abstimmungsarbeit des Teams von Freitag auf Samstag im BMW iFE.20 gesteckt hat“, sagte der Brite und ergänzte: „Vor allem in den Kurven lag das Auto fantastisch. Ein derart guter Grundspeed macht dir das Leben im Rennen natürlich von vornherein schon einmal sehr viel einfacher als noch am Freitag, als der Speed nicht ganz so gut war, was sicher auch mit der aufgrund des Sands deutlich rutschigeren Strecke zu tun hatte.

Am Samstag war mir selbst bei den Restarts nach den Safety-Car-Phasen immer klar, dass ich in den Kurven genug Boden gutmachen kann, um auf den Geraden die Führung behaupten zu können, ohne – wie noch am Freitag – zu viel Energie zu verbrauchen. Dieses Bewusstsein beruhigt dich als Fahrer in einer Rennserie, in der Energiemanagement noch einmal wichtiger geworden ist, ungemein.“

Sieger Alex Sims BMW ©BMW

Ein Sonderlob für Sims gab es von BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt aus dem fernen Japan, wo das ‚Dream Race‘ der DTM gleichzeitig stattdand. „Was für ein Rennen für BMW i Andretti Motorsport, was für ein Sieg für Alexander Sims“, sagte Marquardt. „Nach der Poleposition am Samstag wussten wir, dass unser BMW iFE.20 sowie unsere Fahrer zum Start von Saison 6 absolut konkurrenzfähig sind.

Dass dann jedoch eine weitere Poleposition und unser zweiter Sieg in der Formel E folgen würden, damit war nicht zu rechnen. Glückwunsch an Alexander und jeden einzelnen bei BMW i Andretti Motorsport sowie bei BMW i, in der Antriebsabteilung und bei BMW Motorsport in München – eine großartige Teamleistung“, freute sich der 52-jährige BMW-Verantwortliche.

Ins gleiche Horn stieß Teamchef Roger Griffiths. „Das ist ein fantastischer Erfolg für uns alle, denn wir haben eine herausragende Teamleistung vollbracht – vor allem nach der Enttäuschung, die wir nach dem gestrigen Rennen empfunden haben“, strahlte der britische Teamchef. „Alexander hat offensichtlich gut geschlafen und ist als Gewinner aufgewacht.

Er hat sich hervorragend an die veränderten Bedingungen mit mehr Grip auf der Strecke angepasst. Er ist ein sehr kluges Rennen gefahren, und das Team hat taktisch alles richtig gemacht“, so Griffiths.

Ein fast perfektes Rennwochenende für BMW. Hätte Teamkollege Maximilian Günther als Zweitplatzierter nicht die nachträgliche Zeitstrafe aufgebrummt bekommen, die den jungen Deutschen auf Position 11 zurückfallen ließ, es wäre der der erste BMW-Doppelsieg in der Geschichte der Formel E gewesen. Was nicht sein sollte, kann ja noch werden.

 

 

 

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