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Formel E: Formel 1 lässt grüßen-Mercedes feiert erfolgreiche Premiere in der Formel E

Vandoorne feiert mit dem Team,S6_Diriyyah, © Mercedes,LAT Images

Was für ein Einstand für das neue deutsche Mercedes-Benz EQ Formel-E-Team beim Saisonstart in Saudi-Arabien. Beim Diriyah E-Prix erzielte Stoffel Vandoorne in beiden Rennen Platz 3 und sorgte somit für eine erfolgreiche Premiere von Newcomer Mercedes in der Formel E.

Teamkollege Nyck de Vries erreichte in seinem Rookie-Rennen am Freitag Platz 6 und beschert Mercedes mit insgesamt 38 Punkten die Führung in der Teamwertung. Der schwäbische Automobilhersteller knüpft nahtlos an die Erfolge in der Formel 1 an. Unter den Augen von Mercedes-Motorsportboss Toto Wolff zeigten beide Mercedes-Piloten im Elektro-Silberpfeil eine bärenstarke Leistung.

Teamchef Ian James konnte sein Glück kaum fassen. „Das Team hat heute eine außergewöhnlich starke Leistung gezeigt“, strahlte James. „Ich bin auf jeden Einzelnen wahnsinnig stolz, ganz besonders auf unsere Fahrer, die sich beide nach vorne gekämpft haben“, so der Brite.

Vandoorne im Infight in Diriyyah ©Mercedes, LAT Images

Schon am Freitag ging es im Qualifying vielversprechend für Mercedes los. Sowohl Vandoorne als auch de Vries schafften mit den Plätzen 3 und 2 den Sprung in die Superpole. Beide Mercedes-Fahrer profitierten davon, dass sie erst in Gruppe 3 (Vandoorne) und Gruppe 4 (de Vries) auf Zeitenjagd gingen,da zu diesen Zeitpunkt die sandige Strecke einen besseren Grip aufbaute als bei den ersten beiden Gruppen. Mercedes war dabei das einzige Team, das mit beiden Fahrern in die Super Pole vorstoßen konnte. In der Super Pole tauschten die Mercedes-Piloten die Plätze, Vandoorne ging schließlich von Startplatz 2 ins Rennen, de Vries von Platz 3.

Im Rennen lief es genauso rund. Vandoorne sammelte die ersten Führungskilometer mit dem neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01, als der Belgier den Diriyah E-Prix im letzten Renndrittel sogar zwischenzeitlich anführte. Der Ex-Formel-1-Pilot erzielte am Ende Platz 3 und sorgte damit für den ersten Podestplatz für Mercedes im ersten Rennen in der Elektrorennserie. Formel-E-Rookie Nyck de Vries lag für zwei Renndrittel ebenfalls auf Podiumskurs und kam schlußendlich auf Platz 6 – gelungener Einstand für den jungen Niederländer.

Am Samstag wiederholte Vandoorne seine bärenstarke Vorstellung vom Vortag und schaffte erneut Platz 3. Ins Qualifying mußte Vandoorne nach Platz 3 am Freitag aus Gruppe 1 starten. Auf der noch rutschigen und sandigen Strecke erreichte der Belgier Startplatz 11. Vor der ersten von zwei Safety-Car-Phasen kurz vor der Rennmitte lag der Mercedes-Pilot bereits auf Platz 4, den er bis ins Ziel nicht mehr hergab. Für Vandoorne gab es erneut ein Happy End. Nach einer nachträglichen Zeitstrafe für den Drittplatzierten BMW-Piloten Maximilian Günther kletterte Vandoorne auf Platz 3 vor und feierte seinen zweiten Podestplatz in Folge- der pure Wahnsinn.

„Von Startplatz 11 bis auf Platz 3 nach vorne! Das war ein ereignisreiches Rennen, das ich mit einem guten Ergebnis abschließen konnte“, freute sich der Belgier. „Ich war am Start zunächst geduldig und hatte danach eine gute Pace. Auch konnte ich etwas Energie sparen und den Attack-Mode einsetzen, als ich einen Abstand zu meinen Verfolgern hatte, sodass ich dadurch nicht allzu viele Positionen verloren habe. Im Rennverlauf gab es viele Gelb- und Safety-Car-Phasen sowie knifflige Situationen, etwa bei den Re-Starts, mit denen ich richtig umgehen musste. Für das erste Rennwochenende des Teams können wir mit unserer Punkteausbeute absolut zufrieden sein“, erklärte Vandoorne.

Nyck de Vries, ©Mercedes,LAT Images

Nyck de Vries:

Teamkollege Nyck de Vries startete nach seinem sechsten Platz am Freitag im Qualifying ebenfalls in Gruppe 1 und erreichte nach einem Fehler nur Platz 23. Der Formel-E-Rookie verbesserte sich mit einer starken Aufholjagd im Verlauf der 30 Runden um 17 Positionen und überquerte die Ziellinie auf Platz 6. Doch die Freude über die imposante Aufholjagd währte nicht lange, denn de Vries bekam nach Rennende eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt, die in eine 24-Sekunden-Zeitstrafe umgewandelt wurde. Dadurch fiel de Vries nachträglich aus den Top Ten raus und wurde am Ende 16.

Dennoch ein vielversprechender Auftritt des amtierenden Formel-2-Champions. „Wir haben viel Zeit damit verbracht, uns auf dieses Wochenende und den Beginn dieses neuen Kapitels vorzubereiten und das Team hat eine richtig gute Leistung gezeigt“, sagte der Niederländer. „Leider war ich im Qualifying ein bisschen zu optimistisch und wollte zu viel. Ich habe im zweiten Sektor einen Fehler gemacht, was den Rest meiner Runde beeinträchtigt hat. Abgesehen von meiner Strafe bin ich mit dem heutigen Rennen und unserem Debütwochenende zufrieden“, so de Vries.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Teamchef James mit dem Abschneiden seiner beiden Schützlinge. „Nycks Aufholjagd war sehr beeindruckend und Stoffel hat die Eindrücke von gestern noch einmal bestätigt“, erklärte der Mercedes-Teamchef. „Das Rennen war wie erwartet sehr eng und wir haben das Beste daraus gemacht. Alle Fahrer haben hart gepusht, aber das Team war heute in der Lage, die richtigen Schlüsse aus dem Rennen zu ziehen und dementsprechend zu entscheiden. Ich bin auch damit zufrieden, dass wir heute genauso konstant waren wie gestern. Beide Ergebnisse zeigen, dass wir uns als Team auf einem vielversprechenden Weg befinden. Aber bis zum nächsten Rennen müssen wir wieder alles ganz genau ansehen und uns weiter verbessern. Wir haben schließlich noch zwölf Rennen vor uns“, ergänzte James.

Insgesamt ein sehr erfolgreiches Debütwochenende für den Newcomer in der Formel E.

 

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