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DTM: ‚Dream Race‘ voller Erfolg, Karthikeyan siegt vor Wittmann und Duval

SUPER GT x DTM Dream Race ©Super GT

Große Show der DTM und der japanischen Super GT. Beim Dream Race auf dem Fuji Speedway  hat Narain Karthikeyan (Honda NSX-GT) das zweite Rennen gewonnen.

Nach einem spektakulären Rennen, das von zahlreichen Zwischenfällen und Safety-Car-Einsätzen geprägt war, setzte sich der Inder knapp gegen BMW-Pilot Marco Wittmann und Audi-Pilot Loïc Duval durch.

Strahlende Gesichter unisono im Fahrerlager. Das größte Lachen verbreitete natürlich Sieger Karthikeyan. „Unser Auto hat sich mit den Hankook-Reifen auf Anhieb gut angefühlt“, so der Honda-Pilot.

„Daher waren wir zuversichtlich, dass wir eine Chance haben würden, vorne mitzukämpfen. Es war toll, festzustellen, dass wir unter allen Bedingungen schnell waren.

Mit dem Rennsieg ging ein Traum in Erfüllung. Dieses gemeinsame Rennen von SUPER GT und DTM war wirklich etwas Besonderes. Die DTM-Fahrer sind fantastisch, das war ein toller Auftritt für beide Serien“, jubelte Karthikeyan.

ITR zufrieden:

Zufrieden zeigte sich ITR-Boss Gerhard Berger mit dem Auftritt in Japan. „Als ich vor dem ersten Dream Race am Samstag die Startaufstellung betrat, wurde mir bewusst, was die GTA und wir zusammen geschafft haben“, sagte der Österreicher. „Der Anblick von fünf Weltklasse-Marken in der Startaufstellung – und die Erkenntnis, dass wir, nach sieben Jahren harter Arbeit, zwei Motorsport-Welten zusammengebracht haben – war ein wirklich emotionaler Moment.

Außerdem konnte ich einmal mehr sehen, dass die Angleichung unserer beiden Serien ganz klar der richtige Weg für uns ist. Mit dieser gemeinsamen Herangehensweise bewegen wir uns in die richtige Richtung.

Natürlich liegt noch jede Menge Arbeit vor uns, aber ich hoffe, dass wir von diesem Wochenende lernen können, unsere Erfahrungen mit nach Hause nehmen werden und weiter auf diesem Weg vorangehen können. Ich sehe eine große Zukunft in dieser Art von Motorsport“, erklärte Berger.

Wittmann BMW beim Dream Race©BMW

Auftritt BMW:

Das schönste Geburtstagsgeschenk machte sich Marco Wittmann selbst. Zu seinem 30. Geburtstag  fuhr der BMW-Pilot auf den zweiten Platz, Geschenke der Konkurrenz gab es aber nicht. Der Franke musste sich den Podiumsplatz hart erkämpfen, der sich insbesondere in der Schlussphase sehenswerte Duelle mit Duval lieferte.

„Ich bin super happy“, strahlte Wittmann. „Wenn man sich anschaut, wie wir ins Wochenende gestartet sind, dann können wir mit Platz zwei am Sonntag extrem zufrieden sein.

Es war ein verrücktes Rennen mit vielen Safety-Car-Phasen. Wir hatten aber irgendwie immer das richtige Näschen, so ist ein tolles Ergebnis herausgekommen. Diese Veranstaltung war der Wahnsinn. Die japanischen Fans sind absolut enthusiastisch und freundlich. Es hat riesigen Spaß gemacht. Jetzt wird Geburtstag gefeiert“, so das Geburtstagskind.

Da strahlte auch BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt ob der Leistung seiner Schützlinge und dem gemeinsamen Auftritt mit der Super GT. „Genau solch ein Rennen haben wir uns für die Fans hier in Japan – und natürlich auch für die Zuschauer in Europa – gewünscht“, sagte Marquardt, der weiter ausführte: „Das war richtig toller Motorsport, auch wenn es phasenweise recht chaotisch zuging. Aber genau das wollen die Fans sehen. Die Reise nach Fuji hat sich für uns damit in jedem Fall gelohnt.

Vielen Dank an Bart Mampaey und das gesamte BMW Team RBM. Sie haben alle einen fantastischen Job gemacht, unsere drei Autos auf allerhöchstem Niveau eingesetzt und tolle Boxenstopps gezeigt.

Herzlichen Glückwunsch an Marco Wittmann zum Geburtstag – und zum zweiten Platz hier. Das war wieder einmal eine super Leistung von ihm. Insgesamt war das Werbung für den Tourenwagensport. Wir haben gesehen, dass eine gemeinsame Rennveranstaltung von SUPER GT und DTM absolut funktionieren und super Racing produzieren kann. Das Dream Race war ein voller Erfolg – gerne wieder“, sagte der BMW-Verantwortliche.

Wittmann jubelt über P2 ©BMW

Nicht nur Wittmann zeigte eine bärenstarke Leistung, auch die Teamkollegen Kamui Kobayashi und Alex Zanradi begeisterten die japanischen Racing-Fans. Lokalmatador Kobayashi sorgte für jede Menge Action, der am Ende den fünften Platz belegte.

„Es war ein hartes Rennen, dort draußen ging es phasenweise wirklich wild zu“, schmunzelte der Lokalmatador. „Im Vergleich zu gestern haben wir uns stark verbessert. Das Rennen hat riesigen Spaß gemacht, und wir haben einen großen Kampf geliefert.

Mit dem BMW Team RBM zusammenzuarbeiten, war eine großartige Erfahrung. Wir sind uns in dieser Woche in Fuji zum ersten Mal begegnet und haben schnell zueinandergefunden. Jetzt nehmen wir viele tolle Erinnerungen mit. Ein großes Dankeschön an die Jungs“, lobte der Japaner die Münchner.

„Kamui Kobayashi hat ebenfalls einen harten Fight geliefert und sich an seinem ersten Wochenende in einem DTM-Auto sensationell geschlagen“, lobte Marquardt den BMW-Gaststarter.

Für Alex Zanardi gab es von Marquardt ebenfalls nur lobende Worte. „Alex Zanardi war genauso mittendrin im Geschehen und hat wieder einmal für ganz besondere Momente gesorgt“, so der BMW-Chef.

Der Italiener lag zeitweise auf der zweiten Position, ins Ziel kam Zanardi nach teilweise harten Duellen als 13. „Beim Restart in der ersten Reihe auf Platz zwei zu fahren hat mir sicher das eine oder andere schöne Foto eingebracht… Im Ernst: Dieses Rennen habe ich sehr genossen“, sagte Zanardi.

„Ich möchte dem BMW Team RBM für den großartigen Job, den es abgeliefert hat, danken. Drei Fahrzeuge nach Japan zu transportieren und rennbereit zu machen, das ist nicht einfach. Das Auto lief heute über die gesamte Renndistanz sehr gut. Ich habe ein paar Stupser von der Konkurrenz abbekommen, vor allem der letzte hat mein Auto stark beschädigt.

Es war überhaupt ein ereignisreiches Rennen. Ich konnte mich aber insgesamt aus allen Schwierigkeiten heraushalten und habe meine Chancen genutzt. Die Pace war gut. Ich könnte kaum zufriedener sein“, strahlte der 53-jährige Ausnahmekönner.

Ein Lob von allen Seiten gab es für RBM-Teamchef Bart Mampaey, der die drei BMW M4 DTM für das Japan-Abenteuer vorbereitete. „Wir haben uns im Verlauf des Wochenendes immer besser an die Bedingungen und die Strecke angepasst“, so Mampaey. „Heute hatten wir ein besseres Paket. Marco Wittmann hat einen herausragenden Job gemacht, genau wie Kamui Kobayashi und Alex Zanardi. Die Strategie hat heute mit allen drei Autos sehr gut funktioniert.

Ich denke, man kann allen gratulieren, die dieses Event ans Laufen gebracht und zum Erfolg geführt haben. Der größte Gewinner heute ist der Motorsport. Der komplette Trip nach Japan, sich auf das Rennen vorzubereiten, und dann dieses Ergebnis: Hier muss ich ein großes Dankeschön an mein Team aussprechen“, bedankte sich der Belgier.

Motorsports: SUPER GT X DTM 2019 ©Audi

Auftritt Audi:

Nicht nur BMW sorgte für viel Action auf der Strecke, auch Audi bot unterhaltsames racing. Einer der Hauptdarsteller war der Franzose Loïc Duval, der sich nach einem Reifenschaden mit einer sensationellen Aufholjagd noch einen Platz auf dem Podium sicherte und um ein Haar noch DTM-Kollege Wittmann kassiert hätte.

„Was für ein Rennen!“, sagte Duval. „Wir waren im Trockenen nicht ganz so schnell wie die SUPER-GT-Autos und hatten gleich am Anfang einen Reifenschaden. Aber dank der Safety-Cars konnten wir uns zurückkämpfen.

Die letzten beiden Runden waren verrückt. Wir sind praktisch nur nebeneinander gefahren. Wir sind nach Fuji gekommen, um eine gute Show abzuliefern und die Leute zu unterhalten. Ich denke, das ist uns gelungen. Für mich war es ein großartiges Rennen, das ich im Auto total genossen habe“, strahlte der 37-jährige Franzose, der das japanische Racing aus seiner Zeit in der Formel Nippon und Super GT bestens kennt.

Duval hatte mit dem Audi RS 5 DTM am Vormittag im Regen die Pole-Position geholt. Im Rennen auf trockener Strecke musste der ehemalige SUPER-GT-Champion nach nur sieben Runden wegen eines Reifenschadens hinten links außerplanmäßig an die Box kommen.

Sein Audi Sport Team Phoenix nutzte dann eine von insgesamt drei Safety-Car-Phasen für einen weiteren Reifenwechsel – ein Schachzug, der sich auszahlte:

Duval konnte den Vorteil der frischeren Reifen in den letzten Runden ausnutzen, mehrere Konkurrenten überholen und so unter dem Jubel der Fans auf Platz drei nach vorn fahren. Dabei war er nach sieben Runden noch Letzter.

Gute Laune hatte Audi-Motorsportchef Dieter Gass nach dem tollen Auftritt seiner Schützlinge und dem Dream Race an sich. „Das war ein extrem aufregendes Rennen mit jeder Menge Zwischenfällen“, sagte Gass. „Wir haben trotz der Reifenprobleme noch ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Der Kampf von Loïc Duval gegen Marco Wittmann in der letzten Runde war einfach sensationell.

Für mich hat er den zweiten Platz absolut verdient gehabt. Die Entscheidung, ihm eine Strafsekunde zu geben, ist für mich nicht nachvollziehbar. Das Rennen heute war beste Werbung für die Class 1. Ich freue mich schon jetzt auf den Auftakt der neuen DTM-Saison Ende April 2020 in Zolder – und natürlich auch auf das nächste Dream Race. Dieses Wochenende in Fuji hat Lust gemacht auf mehr“, zeigte sich Gass zufrieden.

Mit Mike Rockenfeller, René Rast und Benoît Tréluyer auf den Plätzen sieben, acht und zehn kamen am Sonntag alle vier Audi RS 5 DTM in die Top Ten. Rast kämpfte lange um einen Platz auf dem Podium, ehe sich auch der amtierende DTM-Champion einen Reifenschaden einfing – unglücklicherweise am Ende der langen Start-Ziel-Geraden, weshalb der Zeitverlust für ihn noch größer war als zuvor bei Duval.

Insgesamt muss man festhalten, dass sich der Trip für die DTM nach Japan zu gehen, gelohnt hat. Jetzt geht die DTM in die lange Winterpause, ehe am 24. April 2020 die neue Saison in Zolder startet.

 

 

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