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DTM: Mega-Weekend für BMW: „Dream Race“, Formel E und GT3

Alex Zanardi BMW ©BMW

Die lang ersehnte Premiere ist da: Am kommenden Wochenende (22. bis 24. November) tritt BMW und Audi bei der ersten gemeinsamen Rennveranstaltung der DTM und der SUPER GT Championship in Japan an.

Das „Dream Race“ in Fuji ist Teil des „BMW Motorsport Mega Wochenendes“ am Jahresende 2019. Im südafrikanischen Kyalami treten das BMW-Team Schnitzer und Walkenhorst Motorsport mit ihren BMW M6 GT3 beim Saisonfinale der Intercontinental GT Challenge (IGTC) an, wo BMW-DTM-Pilot Sheldon van der Linde und die beiden Ex-DTM-Piloten Martin Tomczyk und Augusto Farfuß ins Lenkrad für BMW greifen.

Auch BMW DTM-Fahrer Philipp Eng ist am Wochenende im Einsatz, bei den FIA GTC World Finals 2019 in Monte Carlo. Dort treffen die besten Gran Turismo Sim-Racer der Welt aufeinander. Eng tritt im Pro-Am-Rennen an und unterstützt während der World Finals die BMW-Racer im Grand Final der Manufacturer Series.

Gleichzeitig startet in Diriyah (Saudi-Arabien) die Saison 6 der ABB FIA Formula E Championship mit dem BMW i Andretti Motorsport Team. Im Cockpt sitzen Alexander Sims und ‚BMW-Heimkehrer‘ Maximilian Günther.

BMW-Motorsportboss Jens Marquardt hatte für sein motorsportliches Reiseziel die Qual der Wahl und wird seine Aufwartung beim „SUPER GT x DTM Dream Race“ in Japan machen. Marquardt reist ebenso wie Audi-Motorsportboss Dieter Gass und R-Motorsport Teamchef Dr. Florian Kamelger nach Fuji, um die japanischen Gastgeber persönlich zu begrüßen.

Wittmann und Button in Hockenheim ©EHirsch

Beim „SUPER GT x DTM Dream Race“ in Fuji gehen drei BMW M4 DTM an den Start. Pilotiert werden sie vom BMW „Dream Team“, bestehend aus dem zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann (oben im Bild mit Jenson Button), BMW-Werksfahrer und Markenbotschafter Alessandro Zanardi und Lokalmatador Kamui Kobayashi.

Gerade der Antritt des Japaners Kobayashi ist ein sehr geschickter Schachzug der Münchner, um die Herzen der Japaner für sich zu gewinnen. „Ich freue mich wirklich schon sehr darauf, Teil der ersten gemeinsamen Rennveranstaltung der SUPER GT und der DTM in Japan zu sein und dort in einem BMW M4 DTM anzutreten“, fiebert der 33-jährige Kobayashi seiner Premiere in einem DTM-Boliden entgegen und ergänzt: „Ich fühle mich sehr geehrt, dass BMW M Motorsport mir das Vertrauen schenkt, und möchte gleichzeitig Toyota dafür danken, dass sie mir diesen Auftritt in Fuji ermöglichen.

Für mich wird das eine vollkommen neue Erfahrung, da ich noch nie mit einem DTM-Auto gefahren bin. Aber ich bin sicher, dass ich mich sehr schnell mit dem BMW M4 DTM vertraut machen kann. Ich freue mich auch schon sehr auf meine Teamkollegen Marco Wittmann und Alex Zanardi, den ich bereits im Januar in Daytona getroffen habe.

Es ist großartig, dass wir in Japan eine solche Veranstaltung haben, und ich bin überzeugt, dass wir den Fans eine tolle Show bieten können. Ich kann es kaum erwarten, nach Fuji zu kommen und in dieses besondere Wochenende zu starten.“

Kamui Kobayashi (c)Andretti

Kobayashi bestritt in seiner Karriere 75 Formel-1-Rennen und war dreimal Zweiter bei den 24 Stunden von Le Mans. Seit 2015 startet er in der japanischen Super Formula. Im Dezember 2017 fuhr Kobayashi beim Hong Kong E-Prix zwei Rennen in der Formel E für den damaligen BMW Motorsport-Kooperationspartner MS&AD Andretti Formula E.

Betreut wird der Einsatz der drei BMW M4 DTM vom BMW Team RBM um Teamchef Bart Mampaey aus Belgien. Der zweifache DTM-Champion Marco Wittmann belegte in der DTM-Saison 2019 den dritten Gesamtrang und war damit bestplatzierter BMW Fahrer im Feld. Der Rennsonntag in Fuji ist für ihn ein besonderes Datum, denn an diesem Tag feiert er seinen 30. Geburtstag. „Ich freue mich riesig, beim ‚Dream Race’ der SUPER GT und der DTM in Fuji dabei zu sein“, so der Franke, der noch hinzufügt: “ Es war bereits ein großes Highlight, als die japanischen Rennfahrzeuge als Gaststarter bei unserem Saisonfinale in Hockenheim dabei waren, und nun gehen wir nach Japan. Ich werde zum ersten Mal in Fuji fahren. Die Strecke sieht sehr aufregend aus, vor allem mit der langen Gerade.

Ich freue mich schon auf die Veranstaltung und hoffe, dass wir ein gutes Wochenende haben und konkurrenzfähig sein werden. Denn auch, wenn es um keine Meisterschaft geht, möchte ich dort ein gutes Ergebnis einfahren.

Zudem feiere ich am Rennsonntag meinen 30. Geburtstag. Ein runder Geburtstag an einem Rennwochenende, und das auch noch in Japan – mehr kann man sich nicht wünschen. Das ist für mich noch ein Grund mehr, mich auf diesen schönen und besonderen Saisonabschluss zu freuen.“

Teamkollege Alex Zanardi bestreitet in Fuji nach seinem Aufsehen erregenden Gaststart 2018 in Misano seinen zweiten Rennauftritt in der DTM. Wie in Misano verfügt sein BMW M4 DTM über ein Handbremssystem, das ihm ermöglicht, ohne Beinprothesen zu fahren. „Ich freue mich schon sehr darauf, mit dem BMW M4 DTM bei dieser besonderen Veranstaltung anzutreten“, so der Italiner.

„Als Racer möchte ich dort natürlich mehr erreichen als einfach nur dabei zu sein. Ich möchte mein Bestes geben, muss aber gleichzeitig auch realistisch bleiben. Ich fahre nur noch selten Rennen, ganz anders als die anderen Teilnehmer am ‚Dream Race’. Deshalb kann ich nicht zu viel erwarten.

Doch mit dieser Herangehensweise bin ich auch im vergangenen Jahr zu den DTM-Rennen nach Misano gereist – und habe ein großartiges Ergebnis geholt. Ich hoffe also, dass ich mich auch dieses Mal selbst überraschen kann. Ich war bereits 1990 in Fuji – vor sehr langer Zeit also. Ich freue mich schon sehr darauf, dort nun mit dem BMW M4 DTM zu fahren. Es ist ein toller Rennwagen, und ich bin sicher, dass die langen, flüssigen Kurven der Strecke in Fuji mit ihm riesigen Spaß machen werden.“

Mit seiner Lebensfreude und seiner positiven Einstellung ist Alex Zanardi für viele Menschen weltweit eine echte Inspiration und Vorbild. Die Tatsache, dass er bei einem schweren Rennunfall 2001 beide Beine verloren hat, ist für den 53-jährigen Italiener kein Hindernis. Seit 2003 betreibt er wieder Motorsport – in BMW -Rennwagen, die die Ingenieure von BMW M Motorsport speziell für seine Bedürfnisse umbauen.

Der Start im „Dream Race“ wird Zanardis zweiter Renneinsatz in einem DTM-Auto nach seinem Gaststart im August 2018 im italienischen Misano. All seine Projekte geht Zanardi mit schier grenzenlosem Enthusiasmus an. Das gilt auch für das Paracycling, in dem er bisher vier Paralympische Goldmedaillen und zwölf Weltmeistertitel gewann. Ein echtes Vorbild dieser Italiener.

Zusammenarbeit mit der Super GT:

Mit dem „Dream Race“ in Fuji wird die Zusammenarbeit zwischen der DTM und der SUPER GT weiter intensiviert. Der Zeitplan für die Veranstaltung orientiert sich an den DTM-Rennwochenenden. Am Freitag stehen zwei freie Trainings auf dem Programm. Am Samstag und Sonntag wird jeweils am Vormittag ein Qualifying gefahren, gefolgt von je einem Rennen über 55 Minuten plus einer Runde am Nachmittag. Wie in der DTM muss jeder Fahrer während des Rennens einen Pflichtboxenstopp absolvieren, bei dem alle vier Räder gewechselt werden.

Hier weitere Stimmen der BMW-Verantwortlichen vor dem Gastauftritt in der japanischen Super GT:

Jens Marquardt (BMW Group Motorsport Direktor):
„Wir alle fiebern dem ‚Dream Race’ entgegen. Die intensivierte Zusammenarbeit mit der japanischen SUPER GT ist ein wichtiges Zeichen für die Internationalisierung und die Zukunft der DTM. Mit dem Gaststart der SUPER GT beim DTM-Saisonfinale Anfang Oktober in Hockenheim haben wir einen ersten Vorgeschmack auf die Veranstaltung in Fuji bekommen.

Nun freuen wir uns schon sehr darauf, mit unseren BMW M4 DTM vor den motorsportbegeisterten japanischen Fans anzutreten. In Marco Wittmann, Alessandro Zanardi und Lokalmatador Kamui Kobayashi schicken wir im ‚Dream Race’ ein echtes ‚Dream Team’ an den Start – denn mit diesem Trio sind wir stark aufgestellt. Es wird eine großartige Veranstaltung, und wir sind schon sehr gespannt auf die Rennen vor der Kulisse des Mount Fuji.“

Bert Mampaey, Teamchef BMW-RBM-Team (c)Erich Hirsch

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM):
„In Japan Rennen zu fahren ist für unser gesamtes Team etwas Besonderes. Wir haben tolle Erinnerungen an Japan-Siege in der FIA WTCC.

Vor zwei Jahren haben wir den BMW M4 DTM beim DTM-Showrun im Rahmen des SUPER-GT-Finales in Motegi betreut. Das war damals ein großartiges Wochenende, das dank der begeisterten Fans und tollen Atmosphäre tiefe Eindrücke bei uns hinterlassen hat.

Deshalb freuen wir uns sehr darauf, nun nach Japan zurückzukehren und in Fuji den Einsatz der drei BMW M4 DTM zu betreuen. Ich denke, dass das ‚Dream Race’ eine fantastische Veranstaltung für alle Beteiligten wird, für die Fahrer und Teams aus DTM und SUPER GT ebenso wie für die Fans, die sicher zahlreich nach Fuji kommen werden.“

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