Zum Inhalt springen

Formel E: Mercedes nach Testfahrten in Valencia: ‚Gute Basis geschaffen‘

Mercedes Valencia Tests ©Mercedes,LAT_Images

Die Testfahrten aller 12 Formel-E-Teams in Valencia sind beendet. Jetzt geht es darum, die richtigen Schlüsse für den Saisonauftakt am 22. und 23.November in Diriyya zu ziehen.

Heiß erwartet wird dabei die Premiere des neuen deutschen Werksteam Mercedes-Benz EQ Formel E. Im Verlauf der drei Testtage (am Donnerstag wurde pausiert) sammelte das Team wertvolle Erfahrung und weitere Testkilometer mit dem neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01.

Die Lehren aus den Testfahrten, die zu Beginn noch von einigen Kinderkrankheiten begleitet wurden, fließen nun in die Vorbereitung auf die Rennpremiere des Teams ein.

Mercedes-Tests Formel E Valencia - ©Mercedes, Sebastian Kawka

In den beiden Cockpits nahmen an allen drei Testtagen die zwei Mercedes-Piloten Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries Platz. Alles in allem legten die beiden Fahrer 259 Runden respektive 801 km auf dem 3,094 km langen Circuit Ricardo Tormo vor den Toren Valencias zurück.

Der Belgier Vandoorne erreichte mit seiner schnellsten Rundenzeit von 1:15,736 Minuten lediglich Platz 20, Teamkollege de Vries war einen Deut langsamer und kam auf Platz 21.

„Die ersten beiden Testtage in dieser Woche waren für uns schwierig“, gibt Teamchef Ian James zu und ergänzt: „Es gab einige unerwartete Herausforderungen, die wir zu meistern hatten. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, aber wir haben die richtigen Lösungen dafür gefunden.

Das zeigt, wie wichtig solche Testfahrten im Vorfeld der Saison sind. Bei den privaten Tests waren wir konstant und konnten eine gewisse Stabilität erreichen. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass wir diese in das erste Rennwochenende mitnehmen. Nach dem schwierigen Start in die Woche konnten wir den Test am Freitag aber positiv abschließen.“

Vandoorne, der seine Rookie-Saison mit HWA in der letzten Saison hinter sich hat, weiß um die große Herausforderung in der Elektrorennserie. „Natürlich sind wir nach dieser Testwoche nicht ganz zufrieden, aber genau dafür sind Testfahrten da“, bekennt  Vandoorne.

„Wir konnten viele Punkte auf unserer To-Do-Liste abhaken, bis zum Saisonauftakt in Saudi-Arabien gibt es jedoch noch viel zu tun. Gleichzeitig bin ich aber froh, dass wir nun endlich wieder Rennen fahren. Wir haben jetzt für eine lange Zeit getestet und das Gefühl ist gut.

Die Voraussetzungen sind vorhanden, um stark zu sein, aber dafür müssen wir alles zusammenbekommen. Das ist in der Formel E keine einfache Aufgabe. Warten wir ab, wie es weitergeht. Nach der langen Pause freue ich mich sehr darauf, wieder ins Auto zu steigen und Rennen zu fahren“, fährt der Belgier fort.

Vandoorne im Mercedes Valencia ©mercedes,LAT_Images

Für Mercedes waren die Rundenzeiten laut Teamchef James sekundär. Viel wichtiger war es , mehr über das Auto sowie die Abläufe zu lernen und so viele Runden wie möglich zurückzulegen. „Uns geht es im Moment darum, Konstanz aufzubauen“, erklärt Ian James und ergänzt: „Aber natürlich wollen wir konkurrenzfähig sein, wenn wir einsteigen. Valencia ist eine permanente Rennstrecke, die sich signifikant von den Stadtkursen unterscheidet, auf denen wir normalerweise während der Saison fahren.

Außerdem absolviert jedes Team bei den Testfahrten unterschiedliche Programme, sodass es nicht einfach ist, Vergleiche zu ziehen. Deshalb haben wir noch kein endgültiges Bild vom Kräfteverhältnis. Trotzdem glaube ich, dass wir eine gute Basis geschaffen haben, auf der wir aufbauen können, um uns während der Saison weiterzuentwickeln.“

Auf Formel-E-Neuling Nick de Vries wartet noch eine Menge Arbeit. „Hinter uns liegen einige herausfordernde Tage mit unerwarteten Problemen, die wir jedoch rasch beheben konnten“, sagte Nyck de Vries.

„Leider habe ich dann einen Fehler in der Schikane gemacht und dadurch viel Zeit auf der Strecke verloren. Zusammen mit einigen anderen Schwierigkeiten hat mich das praktisch einen kompletten Tag gekostet. Deshalb war es sehr wichtig, hier einen sauberen Tag zu haben, an dem ich viele Runden zurücklegen und Erfahrung sammeln konnte.

Der Vormittag war in dieser Hinsicht sehr positiv und auch der Nachmittag war mit Blick auf die Rennsimulation sehr interessant. Es war schade, dass es am Ende so viele Unterbrechungen gegeben hat, aber das gehört im Rennsport dazu“, so der Niederländer.

Kein Grund zur Besorgnis für Teamchef James, der die Leistungen seiner beiden Schützlinge richtig einordnet. „Das Gute an Stoffel und Nyck ist, dass sie ein sehr direktes Feedback geben“, so der Brite.

„Wir können die nötige Performance nur aufbauen, wenn wir von ihnen die Anstöße dazu erhalten. Sie sind sehr offen darin, uns zu sagen, was gut und was nicht so gut läuft. Trotz der großen Herausforderung und der vielen Aufgaben, die es bis zum Saisonstart noch zu bewältigen gilt, ist die Stimmung innerhalb unserer Mannschaft phänomenal. Ich bin stolz darauf, wie sich das Team verhält“, sagt James.

Nach dem offiziellen Test in Valencia geht es für Mercedes zurück in die Fabrik. Dort werden die gesammelten Daten analysiert, ausgewertet und die richtigen Schlüsse für das Renndebüt des Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 in Diriyah gezogen. Hoffentlich die richtigen, denn die Motorsportfans erwarten sehnsüchtig die Formel-E-Premiere der Stuttgarter.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: