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Formel E: Noch viel Hausaufgaben für Porsche nach Valencia-Tests

Porsche Tests in Valencia ©Porsche

Heute gingen die offiziellen Testfahrten der Formel E in Valencia zu Ende. Seit Dienstag absolvierten alle 12 Teams je zwei Piloten drei intensive Testtage auf dem Circuit Ricardo Tormo.

Mit von der Partie war auch das neue deutsche TAG Heuer Porsche Formel-E-Team. Beim ersten Aufeinandertreffen mit allen anderen Teams, die in Saison 6 der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft 2019/2020 antreten, haben die Einsatzmannschaft und die beiden Stammfahrer Neel Jani und André Lotterer wertvolle Erfahrungen gesammelt und erkennen müssen, dass noch jede Menge Hausaufgaben zu erledigen sind.

Die Daten werden in den verbleibenden Wochen bis zum Saisonstart bei Porsche in Weissach analysiert, um daraus zielgerichtete Schlüsse zu ziehen, bevor Porsche ihre Formel-E-Premiere in Diriyah am Stadtrand Riads am 22. und 23. November 2019 feiert.

Das Programm beim offiziellen Formel-E-Test in Valencia bestand zu großen Teilen aus Tests von unterschiedlichen Fahrzeugeinstellungen sowie Simulationen von Qualifikation und Rennen.

Das Team hatte erstmals die Gelegenheit, mit beiden Porsche 99X Electric die operativen Abläufe an einer Rennstrecke zu testen und zu optimieren. Insgesamt legte Neel Jani 119 Runden und damit rund 368 Kilometer auf dem Circuit Ricardo Tormo zurück. André Lotterer drehte 154 Runden und kommt damit auf insgesamt 476 Kilometer.

Porsche FE Testsession Valencia©Porsche

Sechs Testsessions standen insgesamt auf dem Programm. Die beiden Porsche-Piloten reihten sich hinten ein, Neel Jani kam mit seiner insgesamt schnellsten Zeit auf Platz 22, Teamkollege Lotterer war etwas schneller und belegte Platz 19. Also auf Porsche wartet schon noch eine Menge Arbeit vor dem Saisonstart. Dennoch können die Zeiten auf dem Kurs in Spanien nicht als Referenz für die kommenden Stadtkurse in Saison 6 herangezogen werden, die eine völlig andere Streckencharakteristik aufweisen.

Hier die Stimmen zu den ersten gemeinsamen Testfahrten:

Neel Jani (Porsche-Werksfahrer): „Wir haben mit jeder Runde etwas dazugelernt und viele Lösungen gefunden. Gleichzeitig wurden aber auch wieder einige neue Fragen aufgeworfen. Es ist ein sehr intensiver Lernprozess.

Die Rennsimulationen waren für uns sehr interessant und hilfreich. Letztlich sind wir aber noch nicht dort, wo wir am Ende sein wollen – zumindest auf dieser Strecke. Dennoch haben wir Fortschritte gemacht, und sind positiv, dass wir daraus für unser erstes Rennen in Riad lernen.“

André Lotterer (Porsche-Werksfahrer): „Am ersten Tag sind wir relativ viel gefahren. Es lief gut, aber wir haben dennoch offene Punkte am Auto entdeckt, die noch Verbesserungspotenzial haben. Am zweiten Tag haben wir leider Zeit auf der Strecke verloren, da ich die Wand in der Schikane berührt habe und es ein wenig gedauert hat, das Auto zu reparieren.

Daher konnte ich leider nicht am Simulationsrennen teilnehmen, habe das aber am dritten Tag nachgeholt. Alles in allem haben wir uns auf unser Programm fokussiert und uns nicht nur auf die Rundenzeiten konzentriert, da wir bewusst viel Arbeit in unterschiedliche Fahrzeugeinstellungen investiert haben, um möglichst viele Dinge auszusortieren und bestens vorbereitet nach Riad reisen zu können.“

Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter Porsche, meinte nach der Testperiode in Valencia: „Es war das erste Aufeinandertreffen mit allen anderen Teams und auch das erste Mal, dass unsere komplette Einsatzmannschaft die Rennabläufe mit zwei Fahrzeugen einstudieren konnte. Die ersten beiden Tage wurden durch zwei kleine Unfälle verkürzt.

Entsprechend mussten wir die Programme ein wenig anpassen und Kompromisse eingehen. Der heutige Freitag lief wirklich gut. Wir konnten das gesamte Programm abspulen. Für uns war es diese Woche sehr wichtig zu lernen, wie man am Rennwochenende mit anderen Fahrzeugen auf der Strecke umgeht. Entsprechend waren vor allem die beiden Rennsimulationen sehr lehrreich. Wir nehmen nun unsere Hausaufgaben mit und werden dann bereit für unser Formel-E-Debütrennen in Riad sein, worauf wir uns sehr freuen.“

 

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