Zum Inhalt springen

DTM: Audi-Triple-Erfolg im Finale: Nico Müller gewinnt Saisonabschluß in Hockenheim

Nico Müller (SUI), Audi, DTM Hockenheim Finale 2019 ©DTM

Audi-Pilot Nico Müller hat das letzte Saisonrennen in Hockenheim gewonnen und sich damit zum Vizemeister gekürt. Der Schweizer gewann sein drittes Saisonrennen und das bei äußerst schwierigen Bedingungen vor seinen beiden Markenkollegen Mike Rockenfeller und DTM-Champion Rene Rast.

„Es gibt kaum etwas Besseres, als die Saison mit einem Sieg zu beenden“, sagte Müller. „Die Vizemeisterschaft ist nun auch sicher. Es war eine großartige Saison. Danke an Audi und ABT für den tollen Job in diesem Jahr“, kommentierte Müller seine bisher beste DTM-Saison.

Audi-Festspiele im Regen von Hockenheim. Die Marke mit den vier Ringen sicherte sich Fahrer-, Marken- und Teamtitel, sowie ein Dutzend der 18 möglichen Saisonsiege.

Sehr ergiebiger Regen sorgte besonders in der Anfangsphase des abschließenden 18. Rennen der Saison für turbulente Szenen, mit vielen Positionswechseln, einer Safety-Car-Phase und einer Rennunterbrechung.

Müller feierte seinen insgesamt vierten DTM-Sieg seiner Karriere, der in der Regengischt  fehlerlos blieb und am Ende den lange Zeit führenden Markenkollegen Jamie Green und Joel Eriksson (BMW) noch abfangen konnte, die erst in der Schlußrunde zum obligatorischen Reifenwechsel antraten.

Zufrieden mit dem Hockenheim-Wochenende durfte auch Mike Rockenfeller sein. „Es war heute extrem rutschig“, sagte „Rocky“. „Leider hat mein zweiter Reifensatz nicht gut funktioniert. Aber von Startplatz sechs auf Platz zwei nach vorn zu fahren, ist absolut okay“, freute sich der Wahlscchweizer, der zwei Podiumsplätze am Wochenende eroberte.

Rene Rast legte einen Raketenstart hin, katapultierte sich in der ersten Runde von Startplatz 8 auf Position 2 nach vorn. Nach der zwischenzeitlichen Führung musste der Champion Müller und Rockenfeller vorbeilassen.

„Auf dem Podium zu stehen und den Meisterpokal in den Händen zu halten, war ein sehr emotionaler Moment“, sagte Rast. „Ich habe lange davon geträumt, in der DTM fahren zu dürfen. Dass ich den Titel nun schon ein zweites Mal gewonnen habe, ist unglaublich. Ich freue mich für jeden, der mitgearbeitet hat, meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen – es ist ein unglaubliches Gefühl. Danke an das Team Rosberg, danke an Audi“, freute sich der zweifache DTM-Champion.

Müllers schärfster Konkurrent um den Vizetitel Marco Wittmann (BMW) verlor alle Chancen beim Pflichtreifenwechsel, als er WRT-Pilot Pietro Fittipaldi in der Box behinderte- Durchfahrtsstrafe wegen Unsafe Release – am Ende reichte es für den zweimaligen DTM-Champion nur für Platz 12.

„Im Prinzip war unser Rennen nach der Durchfahrtsstrafe gelaufen“, so Wittmann. „Wir haben zwar noch auf eine Safety-Car-Phase gehofft, um den Anschluss zu finden. Aber diese blieb uns leider verwehrt.

Am Ende war es ein Rennen zum Vergessen. Aber ich stehe nach der Saison auf dem Podium, bin Dritter in der Gesamtwertung. Das überwiegt. Darauf können wir stolz sein. Wir hatten nicht immer das beste Paket im Vergleich zur Konkurrenz. Daher ist der dritte Platz ein schöner Abschluss einer Saison mit viel Auf und Ab“, kommentierte der Franke seinen Saisonabschluß.

Timo Glock kam als bester BMW-Pilot auf Platz 4, der vor Jamie Green ins Ziel kam. Für Glock eine große Genugtuung, der eine schwierige Saison hinter sich ließ.

„Es war schade. Ich habe den Start schon nicht richtig hinbekommen und hatte direkt durchdrehende Räder“, sagte Glock zum letzten Saisonrennen. „Überhaupt hatte ich große Probleme mit dem Grip. Es war sehr schwierig, den Reifen bei den kalten Bedingungen zum Arbeiten zu bringen.

Als ich hinter René Rast war, hatte ich eigentlich den besseren Speed, aber sobald ich nah genug dran war, ist so viel Wasser durch den Lufteinlass reingekommen, dass mein Motor angefangen hat, ein bisschen Leistung zu verlieren. Dadurch hatte ich keine Chance, ihn anzugreifen. Am Ende hatte ich noch einen kleinen Kampf mit Jamie Green.

Es ist natürlich schade, dass wir auf Platz vier knapp das Podium verpasst haben. Das hätte ich gerne für die Jungs gemacht, aber es hat einfach nicht gereicht“, kommentierte der Ex-Formel-1-Pilot Platz4. Hockenheim scheint Glock zu liegen, denn es war exakt das gleiche Ergebnis,dass Glock zum Saisonauftakt Anfang Mai erreichte.

Bester Aston-Martin-Pilot wurde Jake Dennis auf Platz 8, der mit einer weiteren Top Ten-Platzierung Punkte für Aston Martin sammelte. Es war das fünfte Top-10-Ergebnis in 18 Rennen für den Briten, für das R-Motorsport-Team war es der 19. Punkte-Erfolg.

SUPER GT und DTM – ein vielversprechender Anfang

In Hockenheim traten zudem erstmals Fahrzeuge aus der japanischen SUPER-GT-Serie und der DTM gemeinsam in einem Rennen an. Technisch ähnliche Fahrzeuge bei unterschiedlichem Rennformat – im Samstagsrennen beeindruckten die Gäste aus Fernost mit starken Leistungen, allen voran Jenson Button im Honda als Neunter.

Button zeigte dabei eine sehenswerte Aufholjagd, obwohl Einheitsreifen von Hankook, stehende Starts und reine Reifenwechsel Neuland für den Briten darstellten. Im Sonntagsrennen kam Button als bester Super-GT-Pilot auf Platz 16.

Bereits im kommenden Monat werden die beiden Rennserien ein weiteres gemeinsames Rennen austragen: Am 23. und 24. November treten in Fuji 15 SUPER-GT-Fahrzeuge gegen sieben DTM-Renner an, das sogenannte ‚Dream-Race‘.

Rennen 2 Hockenheim:

01. Nico Müller, Audi
02. Mike Rockenfeller
03. René Rast, Audi,
04. Timo Glock, BMW
05. Jamie Green, Audi
06. Joel Eriksson, BMW
07. Robin Frijns, Audi
08. Jake Dennis, Aston Martin
09. Bruno Spengler, BMW
10. Loïc Duval, Audi

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: