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DTM: Sieg Nummer 17 für Rast, Button zeigt als Neunter seine Klasse

Das Siegerfoto vom Hockenheimring ©Hankook

Audi-Pilot René Rast bleibt in der DTM das Maß aller Dinge. Wer gedacht hätte, der frischgebackene DTM-Champion wäre nach seinem bereits feststehenden zweiten DTM-Titel nicht mehr hungrig nach Siegen, wurde in Hockenheim eines Besseren belehrt.

Rast kam, sah und siegte. Karrieresieg Nummer 17 beim 17. Saisonlauf für den DTM-Champion, der auch im Qualifying die schnellste Zeit in den badischen Asphalt brannte.

Von der Pole-Position aus zeigte Rast eine fehlerlose Leistung, der damit seinem Audi-Team Rosberg vorzeitig die Teamwertung sicherte. Was für eine Saison für den Wahlösterreicher.

Rast bedankte sich bei seinem treuen Fans, legte ein paar Donuts hin und warf anschließend Rennschuhe und Handschuhe ins Publikum. Nur mit Socken ausgerüstet ging es für Rast zur Siegerehrung.

„Das war ein großartiges Rennen“, sagte Rast. „Im Qualifying war unser Timing perfekt. Obwohl ich in der letzten Runde zwei Autos vor mir hatte, konnte ich die Pole-Position holen. Im Rennen kam mir Marco zeitweise etwas sehr nahe. Wir hatten für einige Runden einen schönen Kampf, aber am Ende war ich klar schneller und habe das Rennen gewonnen – ein tolles Gefühl“, kommentierte Rast seinen siebten Saisonsieg.

René Rast, Arno Zensen, Nico Rosberg ©Audi,Michael Kunkel

Zu den ersten Gratulanten nach dem Rennen zählten Teamgründer Keke Rosberg und dessen Sohn Nico. Die beiden Formel-1-Weltmeister freuten sich über den vorzeitigen Gewinn der DTM-Teammeisterschaft. Nach 2017 ist es der zweite Teamtitel für das Audi Sport Team Rosberg.

Audi-Motorsportchef Dieter Gass zeigte sich sehr zufrieden. „Das ist ein weiteres sehr starkes Ergebnis für Audi“, sagte Gass. „René war natürlich erneut überragend. Er hat das Rennen ganz offensichtlich kontrolliert und musste Marco Wittmann nur einmal überholen, um den Sieg nach Hause zu fahren. Der 50. Erfolg für den Audi RS 5 DTM ist ein toller Meilenstein. Es war ein fantastisches Rennen, vor allem in der zweiten Hälfte. Es gab viele faire Fights auf der Strecke“, so Gass.

Marco Wittmann forderte Rene Rast:

Marco Wittmann zeigte beim Saisonfinale ebenfalls eine große kämpferische Leistung und forderte Sieger Rast. Der BMW-Pilot war von Platz 2 aus ins Rennen gegangen, konnte das Tempo von Rast beinahe über die gesamte Distanz mitgehen und eine Runde lang sogar die Führung übernehmen, als der Franke nach einer Safety-Car-Phase kurzzeitig an Rast vorbeigehen konnte.

Danach aber musste der 29-Jährige die überlegene Pace des neuen DTM-Champions anerkennen und belegte hinter ihm Rang 2. Rasts Markenkollege Mike Rockenfelle kletterte mit Platz 3 ebenfalls noch aufs Podium.

„Das war ein guter Tag mit Platz 2 im Qualifying und Rang 2 im Rennen“, freute sich Wittmann ob seines starken Auftritts. „Der erste Stint war okay. Ich bin zunächst auf die dritte Position zurückgefallen, habe mich aber wieder zurückgearbeitet und auch den Abstand zu René Rast kurz vor dem Boxenstopp verkürzt.

Es sah sehr vielversprechend aus. Auch die Strategie mit dem früheren Stopp im Vergleich zu René war gut. Der ‚Undercut’ hätte funktioniert, wäre das Safety Car nicht gekommen. Ich musste mich wieder hinter ihm einordnen. Nach dem Re-Start habe ich meine Chance gesehen und diese genutzt. Aber mir war relativ schnell klar, dass ich die Pace von René danach nicht gehen konnte. Dementsprechend hat er mich eine Runde später mit DRS wieder überholt. Danach ist der Abstand gleich geblieben“, so der BMW-Pilot.

Super GT in Hockenheim R1 ©EHirsch

Jenson Button Superstar:

Zum ersten Mal bestritten drei Fahrzeuge aus der japanischen Super GT-Serie gemeinsam mit der DTM ein Rennen. Bester Fahrer der Gaststarter war der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jenson Button, der mit seinem Honda einen starken neunten Platz belegte.

Der Ex-Formel-1-Weltmeister verlor als Sechster des Qualifyings beim Start mehrere Plätze, fand aber nach ein paar Runden seinen Rhythmus und wurde immer schneller.

Ein missglückter Boxenstopp warf den 39-Jährigen weit zurück. Der Brite nahm es mit Humor. „Ich nahm in der Zwischenzeit ein schnelles Essen zu mir“, brachte Button auf der anschließenden Pressekonferenz die Lacher auf seine Seite.

Der Brite im Honda-Auto zeigte nach dem suboptimalen Boxenstopp seine Klasse und verbesserte sich bis zum Rennende auf Platz 9.

„Wir müssen noch viel in der DTM lernen“, sagte der Formel-1-Weltmeister von 2009. „Die Symmetrie unserer Autos ist für mehrere Reifenhersteller ausgelegt, auf die wir in Japan zurückgreifen können. Im Rennen waren unsere Reifendrücke nach einigen Runden viel zu hoch, auch in dieser Hinsicht müssen wir uns noch verbessern. Dank der Unterstützung von Hankook haben wir aber schon große Fortschritte gemacht. Das wollen wir den Zuschauern am Hockenheimring morgen beim Sonntagsrennen zeigen“, kommentierte der Megastar seinen Gastauftritt.

Auch Audi-Verantwortlicher Gass freute sich für den Briten. „Es war schön, Jenson Button im Honda so weit vorne im Feld zu sehen.“

Super GT in Hockenheim ©EHirsch

Im Lexus schaffte es Ryo Hirakawa zwar nicht in die Top Ten, mit Platz 13 sorgte der Japaner dennoch für eine positiven Auftritt in Hockenheim. Sein Landsmann Tsugio Matsuda kam im Nissan nicht ins Ziel, musste in Runde 21 sein Arbeitsgerät vorzeitig abstellen.

Insgesamt war es ein gelungener Auftritt der japanischen Super GT in Hockenheim, der bei Fans und Medien ein positives Echo hervorrief. Man darf gespannt sein, wie sich die drei Gaststarter beim Sonntagsrennen  aus der Affäre ziehen. Der zu erwartende Regen könnte Button & Co in die Karten spielen.

 

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