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DTM: Timo Glock begeistert nach Classic-Auftritt

Timo Glock am Lausitzring im Doppeleinsatz ©BMW

Timo Glock (BMW) erlebte am Wochenende des 500. DTM-Rennens am Lausitzring ein besonderes Abenteuer.

Der 37-Jährige bestritt nicht nur sein normales DTM-Programm im aktuellen BMW M4 DTM, sondern setzte sich im Rahmen der Tourenwagen Classics auch hinter das Lenkrad eines BMW M3 E30.

Doppeleinsatz in der Lausitz für den Routinier. Der BMW M3 ist nämlich der erfolgreichste Tourenwagen aller Zeiten. Glock fuhr im Qualifying am Samstagnachmittag einige Runden mit dem 275 PS starken BMW M3 E30, mit dem Christian Menzel und Marc Hessel am Wochenende in der Tourenwagen Classics antreten.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Zakspeed-Werksauto aus der DTM aus dem Jahr 1988, das sich noch im vollkommenen Originalzustand befindet.

Und Glock zeigte sich mehr als angetan.  „Es war einfach mega! Es hat wirklich sehr, sehr viel Spaß gemacht“, sagte Glock.

„Das ist pures Autofahren. Du bist richtig am Arbeiten, und wenn du so ein Auto eine halbe Stunde bewegst, dann weißt du, was du getan hast. Du hast keine Servolenkung, du musst kuppeln, du musst schalten, die Schaltvorgänge müssen passen, du musst mit Zwischengas fahren, was ich gefühlt schon Jahrzehnte nicht mehr gemacht habe.

Aber das hat alles sehr gut gepasst – das Auto ist wirklich ein Traum und war perfekt vorbereitet“, freute sich der Ex-Formel-1-Pilot über seinen Ausflug in die Vergangenheit.

In der aktuellen DTM-Saison läuft es nicht rund für den BMW-Piloten. Auch am Lausitzring setzte sich seine Pechsträhne fort, zweimal musste Glock seinen BMW M4 DTM vorzeitig in der Box von Teamchef Stefan Reinhold abstellen – Ausfall.

Da drängt sich die Frage auf, was am historischen BMW M3 E30 anders läuft als beim aktuellen Arbeitsgerät von Glock. „Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht“, so Glock. „Zum einen, dass man keine Servolenkung hat. Das Hauptthema ist aber das Schalten. Du fährst mit einer Hand in die Ecke rein, und die Schaltvorgänge müssen schnell sein, denn du kannst dabei viel Zeit gewinnen oder verlieren“, ergänzte der Routinier.

Roberto Ravaglia holte im Schnitzer-Team 1989 mit dem BMW M3 den Titel, insgesamt gingen 42Siege auf das Konto des legendären M3. „Die DTM feierte am Wochenende das 500. Rennen, und die Jungs sind damals mit den Autos auf Messers Schneide und Rad an Rad über die Nordschleife gefahren. Man kann nur den Hut vor dem ziehen, was die Jungs damals geleistet haben. Es ist eine Kunst, so ein Auto schnell zu bewegen“, so Glock.

Im Qualifying zu den Tourenwagen Classic brannte der Wahlschweizer die achtbeste Zeit in den Asphalt am Lausitzring. Mit seinem aktuellen Auto war Glock fast 27 Sekunden (im Qualifying) schneller unterwegs als mit dem M3. Hier sieht man die rasante Technologieentwicklung der letzten 30 Jahre.

Auf die Frage, welches Auto Glock mehr Freude bereitet hat, sagte er. „Das kann man nicht vergleichen, die Autos sind so unterschiedlich, und jedes macht auf seine Art und Weise sehr viel Spaß“, so der BMW-Pilot.

„Den BMW M3 E30 zu fahren, ist super, weil alles mechanisch ist. Es gibt keinen aerodynamischen Abtrieb und du kannst als Fahrer großen Einfluss zum Beispiel darauf nehmen, wie das Auto in die Kurve einlenkt.

Unser aktueller BMW M4 DTM ist natürlich viel schneller, er hat wesentlich mehr PS, und du hast den aerodynamischen Abtrieb, der die Kurvengeschwindigkeiten ermöglicht, die wir heute fahren. Es sind beides fantastische Autos“, frohlockt Glock.

Es ist gut vorstellbar, dass der BMW-Pilot seinen Ausflug in die Vergangenheit wiederholen wird.

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