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DTM: Rene Rast schlägt zurück, Jubiläums-Sieg am Lausitzring

René Rast, Sieger DTM Lausitzring 2019 ©Audi

Rene Rast meldet sich eindrucksvoll zurück. Der Audi-Pilot gewann das Sonntagsrennen am Lausitzring vor seinen beiden Markenkollegen Nico Müller und Mike Rockenfeller.

Rast, der große Pechvogel vom Samstag (technischer Ausfall), war der große Sieger beim 500. DTM-Rennen. Der Tabellenführer feierte seinen insgesamt fünften Saisonsieg.

„Das 500. Rennen der DTM-Geschichte zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes“, sagte Rast. „Ein ganz großer Dank geht an die Jungs an der Box, die bis in die frühen Morgenstunden gearbeitet und mir wieder ein perfektes Auto hingestellt haben.

Toll ist auch, dass Audi mit einem extrem starken Ergebnis frühzeitig die Herstellermeisterschaft gewonnen hat – wir haben in diesem Jahr das stärkste Paket“, freute sich Rast.

Die Audi-Festspiele gingen auch in der Lausitz weiter, denn Jamie Green als Vierter und Robin Frijns als Fünfter komplettierten den Fünffach-Erfolg der Ingolstädter.

Den ersten Titel in der neuen Turbo-Ära geht an Audi: den Herstellertitel sicherte sich Audi mit dem Fünfacherfolg frühzeitig.

500.DTM Lausitzring 2019 ©Audi

In die Audi-Phalanx konnte nur Marco Wittmann (BMW) als Sechster einbrechen, Platz 7 bis 9 ging mit Jonathan Aberdein, Loic Duval und Pietro Fittipaldi ebenfalls an Audi-Piloten. Philipp Eng (BMW) kam als zweitbester Nicht-Audianer auf Platz 10.

Für Aston Martin gab wie schon am Samstag keine Punkte beim Jubiläumsrennen. Daniel Juncadella führte das Feld zwar in der Boxenstopp-Phase kurzzeitig an, blieb aber als Zwölfter ohne Punkte.

Im Mittelpunkt des 500. DTM-Rennen war natürlich das Duell Rast gegen Müller. Der Titelkampf der beiden Audi-Piloten wird vor den vier noch ausstehenden Saisonrennen auf dem Nürburgring und in Hockenheim zum fesselnden Krimi:

Rast (234) büßte auf dem Lausitzring einige Punkte ein, führt mit nur noch 20 Zählern vor Müller (214). Mit den BMW-Piloten Marco Wittmann (167) und Philipp Eng (140) sowie Audi-Mann Mike Rockenfeller (138) haben insgesamt noch fünf Piloten Chancen auf den Fahrertitel.

500. Rennen:

Die Weichen für den Sieg vor prächtiger Kulisse und bei Temperaturen rund 30 Grad stellte Rast schon beim Start: Während der Champion von 2017 von der vierten Position kommend direkt den zweiten Rang übernahm, erwischte Müller aufgrund einer angeschlagenen Kupplung einen miserablen Start und kam als Zehnter aus der ersten Runde zurück.

Nach vier Runden zog Rast am führenden Teamkollegen Jamie Green mit freundlicher Unterstützung vorbei und setzte sich fortan auch vom Feld ab.

Müller kämpfte sich auch dank eines frühen Boxenstopps nach vorn und wurde schließlich Zweiter. Zwei Serien blieben erhalten: Müller hat in dieser Saison in bisher allen 14 Rennen gepunktet.

„Wir hatten schon gestern ein kleines Problem mit der Kupplung“, sagte Müller. „Ich bin froh, mit einer aggressiven Strategie und einem frühen Stopp noch auf Platz 2 nach vorn gefahren und mit einem blauen Auge davongekommen zu sein“, ergänzte der Schweizer.

Rast hat übrigens zum dritten Mal am Sonntag gewonnen, nachdem er am Samstag ausgefallen war.

Besondere Ehre für den Sieger: Der traditionell goldene Kranz mit dem Schriftzug „Winner 500th DTM race“ auf der grün-weißen Schleife wurde Rast von niemand geringerem als Harald Grohs überreicht – dem Sieger des ersten DTM-Rennens 1984.

Qualifying: Müller und Rast gemeinsam in Startreihe zwei, Pole-Position für Green

Schon im Qualifying ging das Duell Rast gegen Müller in die nächste Runde, mit Startplatz 3 gegenüber Position 4 behielt Müller knapp die Oberhand über Rast und holte einen Extrapunkt.

Die Pole-Position eroberte Green, der schon dreimal in der Lausitz gewann, aber letztlich wegen eines erneuten Zeitverlustes beim Boxenstopp als Vierter das Podium verpasste.

BMW tat sich gegen die aktuelle Audi-Übermacht erneut schwer. Mit Wittmann, einmal mehr der bestplatzierte Pilot der Münchner, und Eng auf den Plätzen 6 und 10 kamen nur zwei BMW-Piloten in die Punkteränge. Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock musste sogar frühzeitig aufgeben.

„Mehr ging heute einfach nicht“, zeigte sich Wittmann enttäuscht. „Es ist schon frustrierend, wenn wir das auf Platz sechs sagen müssen, aber so ist die aktuelle Lage.

Entsprechend ist auch unsere Situation in der Meisterschaft, in der die Konkurrenz konstant punktet. Beim Start heute bin ich etwas zu aggressiv an die Sache herangegangen, hatte durchdrehende Räder und habe dadurch ein paar Plätze verloren. Am Ende haben wir uns aber wieder auf Position sechs vorgekämpft“, so der Franke.

Privates Audi-Team stark: Startplatz 2 für Aberdein, auch Fittipaldi in den Punkten

Höchste Anerkennung verdiente sich erneut auch das private Audi-Team WRT. Im Qualifying sorgte der Südafrikaner Jonathan Aberdein mit der zweitbesten Zeit und damit einem Startplatz in der ersten Reihe für eine große Überraschung.

Im Rennen erkämpfte sich Aberdein den sechsten Platz, sein brasilianischer Teamkollege Pietro Fittipaldi kam nach Rang 7 am Vortag als Neunter ebenfalls in die Punkteränge.

Besonders erfreut zeigte sich Audi-Boss Dieter gass ob des vorzeitig gewonnenen Herstellertitels. „Audi hat in der DTM nun drei der letzten vier Herstellertitel gewonnen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

„Das ist eine starke Leistung und zeigt, auf welch hohem Niveau unsere gesamte Mannschaft seit Jahren arbeitet. Dazu zählen unsere Fahrer, unsere Teams, unsere Partner und jeder Einzelne, der am DTM-Projekt beteiligt ist.

Wenn man den Herstellertitel so früh und mit einem derart großen Vorsprung holt, heißt das, dass wir bisher einfach eine Megasaison gezeigt haben. Ich denke, dass wir schon vier Rennen vor Saisonende sagen dürfen, dass unser Audi RS 5 DTM in diesem Jahr das Auto war, das es zu schlagen galt, und wir auch einen extrem starken und effizienten Motor gebaut haben.

Dass dieses Motorenkonzept auch in sehr vielen Audi-Serienmodellen weltweit zu finden ist, macht den Titelgewinn umso wertvoller. Der Herstellertitel gehört auch allen Mitarbeitern bei Audi, die jeden Tag mit viel Herzblut für unsere Marke arbeiten“, so Gass.

Ergebnis Lausitzring Rennen 2:

01. René Rast, Audi
02. Nico Müller, Audi
03. Mike Rockenfeller, Audi
04. Jamie Green, Audi
05. Robin Frijns, Audi
06. Marco Wittmann, BMW
07. Jonathan Aberdein, Audi
08. Loic Duval, Audi
09. Pietro Fittipaldi, Audi
10. Philipp Eng, BMW

 

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