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Elektrisch und Rot nach China: VW ID.R per Güterzug zum Rekordversuch

Volkswagen ID.R – China shipping ©VW

Wenn jemand eine Reise tut, kann er was erzählen… Volkswagen Motorsport kann eine Menge davon erzählen.

Nächstes Abenteuer: Rekordversuch des Volkswagen ID.R am Tianmen Mountain in China. Möglichst umweltschonend nach China, um die Elektromobilität der Zukunft am Tianmen Mountain einmal mehr auf die Spitze zu treiben:

Ein kräftiger Rotton treibt die E-Mobilität auch optisch auf die Spitze – der Volkswagen ID.R tritt zu seinem Rekordversuch am Tianmen Mountain in China mit einer speziellen Beklebung an.

Das Rot steht für den fünften Rekordversuch des 500 kW (680 PS) starken, rein elektrisch angetriebenen Prototyps in China und damit für den nächsten Meilenstein in diesem Projekt.

VW ID.R für China ©VW

Auch im wichtigen chinesischen Markt verfolgt die Marke eine breite E-Offensive. Der ID.R wird im September als motorsportlicher Wegbereiter für die ID. Familie, die im Jahr 2020 das Land des Lächelns erreicht, die 99 engen Kehren der Tianmen Shan Big Gate Road in Angriff nehmen, um dort einen Rekord zu setzen.

Die rund zehn Kilometer lange Straße hinauf zum „Himmelstor“ mit ihren Haarnadelkurven und kurzen Zwischensprints gilt als eine der anspruchsvollsten Gebirgsstraßen der Welt – und ist darüber hinaus eingebettet in eine atemberaubende Landschaft, die jährlich Millionen von Touristen anlockt.

Dieser Herausforderung trägt das weithin sichtbare Logo des nun roten ID.R Rechnung. Die stilisierte Silhouette des Tianmen Mountain und seiner 99 Kehren wird unterstützt vom Leitspruch „Race the Future“ – frei übersetzt mit „Im Renntempo in die Zukunft“.

Der Volkswagen ID.R hat bereits Motorsport- und E-Mobilitätsgeschichte geschrieben. Im Juni 2018 stellte er am Pikes Peak in Colorado (USA) einen neuen – bisher ungeschlagenen – Allzeitrekord auf.

Beim legendären „Race to the Clouds“ unterbot er dabei den bestehenden Fabelrekord, der von einem Prototyp mit herkömmlichem Verbrennungsmotor aufgestellt wurde, um ganze 16 Sekunden. Wenige Wochen später verbesserte der ID.R den E-Rekord beim ehrwürdigen Goodwood Festival of Speed.

Für diese ersten erfolgreichen und global viel beachteten Rekorde steht die Farbe Lichtgrau – und griff damit seinerzeit die Kommunikationsfarbe der ID. Familie auf.Rund elf Monate später unterbot der ID.R auf der berühmt-berüchtigten Nürburgring-Nordschleife den Rekord für Elektrofahrzeuge um rund 40 Sekunden und damit ebenfalls deutlich.<

Er schrieb wiederum Rennsportgeschichte. Nur wenige Wochen danach stellte er einen neuen Allzeitrekord beim Goodwood Festival of Speed auf – und war damit schneller als die Formel 1 und unterbot die bis dahin 20 Jahre währende Bestmarke. Die einprägsame Farbe für diese Rekordversuche: Blau.

Am Tianmen Mountain spielt Volkswagen mit dem ID.R eine Vorreiterrolle bei dem Versuch, einen Rekord auf den mythischen 99 Kehren zum Himmelstor zu etablieren – mit der Signalfarbe Rot. „Mit der ‚ID.R China Challenge‘ hoffen wir, dass der Tianmen zu dem Ort wird, an dem Elektrofahrzeuge weiterentwickelt werden, um neue Dimensionen zu erreichen“, so Dr. Stephan Wöllenstein, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Pkw und CEO der Marke Volkswagen Pkw für China.

Neue Logistikwege:

Der Volkswagen ID.R geht auch in Sachen Logistik ungewöhnliche elektrische Wege. Mit dem Güterzug wird der 500 kW (680 PS) starke, rein elektrisch angetriebene Sportwagen, wegbereitender Botschafter der Volkswagen ID. Familie, entlang der Seidenstraße an den Fuß des Bergs Tianmen transportiert – gemeinsam mit dem Material, das für den Rekordversuch auf der „Straße zum Himmel“ vor atemberaubender Kulisse für den Einsatz gebraucht wird.

Auf dem Weg durch Polen, Weißrussland, Russland und Kasachstan nach China wird der ID.R dabei auf die von ihm bevorzugte Weise ans Ziel gebracht: rein elektrisch.

Volkswagen ID.R – China shipping ©VW

Rund 11.000 Kilometer Strecke stehen für die zwei 40-Fuß- und die zwei 20-Fuß-Container in rund drei Wochen auf dem Programm. Dabei spart Volkswagen etwa 85 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen (CO2) und gleichzeitig 93 Prozent der Schwefeldioxid-Emission (SO2) im Vergleich zur auf langen Strecken üblichen Luftfracht ein.

„Mit dem ID.R Programm möchten wir zeigen, wie mitreißend und leistungsfähig E-Mobilität sein kann“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets.„Wie gut unsere Ingenieure in dieser Hinsicht gearbeitet haben, zeigen die Rekorde am Pikes Peak, auf der Nürburgring-Nordschleife oder beim Goodwood Festival of Speed.

Sie sind allerdings nicht die Einzigen, die mit überraschenden und cleveren Lösungen zu diesem Projekt beitragen, auch unsere Logistiker haben immer wieder bahnbrechende Ideen.

Zum ersten Mal in der über 50-jährigen Geschichte von Volkswagen im Motorsport wird ein Rennwagen mit dem Güterzug an sein Ziel gebracht. Das leistet einen erheblichen Beitrag, den Rekordversuch am Tianmen maximal umweltschonend umzusetzen.“

ID.R Tianmen Mountain 2019 ©VW

Premiere für Volkswagen Motorsport: Transport auf dem Schienenweg:

Zu Wasser, zu Lande und in der Luft – Volkswagen hat bei spektakulären Einsätzen weltweit mit seinen Rennfahrzeugen in der Rallye-Weltmeisterschaft, bei der Rallye Dakar und auch bei den Rekordversuchen mit dem ID.R – etwa am Pikes Peak – vielfältige logistische Herausforderungen gemeistert.

Nun wird zum ersten Mal in über 50 Jahren Volkswagen Motorsport ein Rennfahrzeug inklusive des Materials hauptsächlich über den Schienenweg an seinen Bestimmungsort transportiert. Zwei blaue 40- und zwei 20-Fuß-Container haben sich von Hamburg aus auf der Schiene auf den Weg in Richtung Chonqing in China gemacht – lediglich der Transport der vier Container von Hannover nach Hamburg sowie auf der „letzten Meile“ an den Fuß des Tianmen Mountain erfolgt per Lkw.

An Ort und Stelle ist das Team mit dem angelieferten Equipment komplett autark einsatzbereit – etwa mit einem umweltschonend mit Glycerin betriebenen Stromaggregat, das neben dem Ladevorgang des ID.R auch die komplette Mannschaft mit Elektrizität versorgt.

Schon auf dem Weg zum Tianmen: atemberaubende Landschaft:

Die vier blauen Container von Volkswagen Motorsport, die von Logistik-Partner Hellmann Worldwide Logistics an den atemberaubenden Bestimmungsort am Tianmen Mountain transportiert werden, erleben schon auf dem Weg zum Ziel eine landschaftlich bemerkenswerte Fahrt.

Nach ihrer Verladung in Hamburg passieren die vier Container unter anderem Berlin und Warschau, ehe sie in Brest in Weißrussland auf ein anderes Schienensystem umgesetzt werden, das sie dann über Moskau und Jekaterinburg in Russland und Iletsk in Kasachstan bis zum Grenzbahnhof Alashankou in China bringt.

Dort erfolgt der Wechsel zurück auf das europäische Schienensystem und die Fahrt wird über Chengdu bis nach Chongqing fortgesetzt.Entlang der Seidenstraße kreuzen sie dann auch jenes Gebiet, in dem 2009 (Kazan–Turkmenbashi–Darwaza) und 2010 (St. Petersburg–Wolgograd–Sotschi) der Race Touareg bei der Silk Way Rally in einer früheren Motorsport-Ära der Marke erfolgreich war.

Der ID.R passiert dann unter anderem die Wüste Gobi und ihre Ausläufer sowie zahlreiche Gebirgsketten und Seen. Dabei durchquert die besondere Ladung allein sieben Zeitzonen und legt an Distanz rund ein Viertel des Erdumfanges zurück.

https://twitter.com/volkswagenms/status/1161251666357837824

Mit dabei: das umweltschonende Stromaggregat für die Ladung des ID.R

Am Fuße des Tianmen ist Volkswagen auf den Einsatz eines Aggregats angewiesen, um den ID.R zu laden und die Mannschaft mit Strom zu versorgen.Die Wahl fiel deshalb bereits vor Jahresfrist auf ein äußerlich konventionell anmutendes Aggregat, bei dem allerdings Glycerin statt des üblichen Diesels zum Einsatz kommt.

Diese Flüssigkeit – chemisch gesehen ein Zuckeralkohol, der als Abfallprodukt zum Beispiel in der Herstellung von Bio-Diesel entsteht – verbrennt nahezu völlig ohne schädliche Abgase oder Rückstände. Glycerin selbst ist ungiftig und wird auch in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie als Inhaltsstoff verwendet.

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