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DTM: Jamie Chadwick gewinnt erste Meisterschaft der W Series

Jamie Chadwick, GBR ©Hankook

Die W Series ist am Wochenende im Rahmenprogramm der DTM mit einem spannenden Finale in Brands Hatch zu Ende gegangen.

Im sechsten und letzten Rennen der Debüt-Saison 2019 reichte Spitzenreiterin Jamie Chadwick ein vierter Platz, um erste Titelträgerin bei der einzigen Frauen-Formelserie der Welt zu werden. Die Meisterschaft wird der Britin mit einer Siegprämie von 500.000 Dollar versüßt, das Gesamtpreisgeld beträgt 1,5 Millionen Dollar.

Anfang des Jahres wurde das neue Rennformat ins Leben gerufen, bei dem nur weibliche Fahrerinnen startberechtigt sind. DTM-Reifenpartner Hankook unterstützte die Pilotinnen, der mit seiner hohen Konstanz und Berechenbarkeit der ideale Partner für die Nachwuchsfahrerinnen war.

In der Premierensaison 2019 waren 18 Frauen aus 13 Nationen bei der W Series an den Start gegangen. Sie alle hatten sich bei einem harten Auswahlverfahren mit über 50 Bewerberinnen durchgesetzt, sechs Rennen, die im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen wurden, standen auf dem Tourplan. Schon beim Start in Hockenheim hatte Jamie Chadwick mit einem Sieg gezeigt, dass der Weg zum Titel nur über sie führen kann. Als ihre schärfste Konkurrentin erwies sich BMW-Werkspilotin Beitske Visser. Die Niederländerin hielt den Meisterschaftskampf mit einem Erfolg und konstant starken Vorstellungen bis zum Finale in Brands Hatch offen, konnte den Triumph von Jamie Chadwick aber letztlich nicht gefährden.

W Series ©EHirsch

Ein dritter Platz für Visser beim Saisonfinale bedeutete in der Gesamtwertung letztlich den zweiten Rang. Mit 100 Punkten hatte Visser in der Endabrechnung zehn Zähler Rückstand auf den ersten W Series-Champion Jamie Chadwick. Der Sieg in Brands Hatch ging an die Britin Alice Powell.

„Es war eine großartige Saison“, sagte Visser. „Der Speed hat in jedem einzelnen Rennen gepasst. Beim Auftakt in Hockenheim hatten wir zwar Pech mit technischen Problemen, aber wir waren in Sachen Speed immer dabei. Ich wusste, dass es hier in Brands Hatch schwierig werden würde, da ich die Strecke noch nicht kannte. Ich habe heute alles gegeben und bin mit meinem Rennen zufrieden, auch wenn es leider nicht ganz für den Titel gereicht hat.“

Jamie Chadwick W Series ©Hankook

Damit ist die 21-Jährige Chadwick, die beim Formel-1-Team Williams als Ersatz- und Entwicklungsfahrerin fungieret, ihrer Favoritenstellung gerecht geworden. Als erste Frau überhaupt hatte Jamie Chadwick zuvor die britischen GT Meisterschaft und die MRF Challenge gewonnen und war die erste weibliche Fahrerin, die einen Lauf bei der britischen Formel 3 als Siegerin beenden konnte.

Der Erfolg bei der W Series ist für die Britin jedoch der Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere. „Es war eine tolle Möglichkeit, sich bei den W Series zu präsentieren. Dieser Titel bedeutet mir alles, damit geht ein Traum in Erfüllung.

Im nächsten Jahr wird die weibliche Formelserie fortgesetzt. Die ersten zwölf Fahrerinnen des Gesamtklassements sind automatisch startberechtigt, acht Plätze im Cockpit des 270 PS starken Formel-3-Boliden werden noch nach einem weiteren Auswahlverfahren neu vergeben. Manfred Sandbichler, Hankook Motorsport-Direktor-Europa: „Es hat Spaß gemacht, den Pilotinnen während der Saison zuzuschauen. Sie haben sich bei harten Rad-an-Rad-Duellen nichts geschenkt und tolle Rennen auf unseren Rennreifen gezeigt. Die Formelserie hat sich über die Saison toll entwickelt und bis zum Finale hier in Brands Hatch tollen Motorsport geboten.“

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