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FE: Mercedes mit positiven Test auf Mallorca: Gutierrez erstmals im Einsatz

Mercedes Testfahrten-Varano, 24.-25. Juni, 2019 ©Daimler AG ,Sebastian Kawka

Das Debüt des Mercedes-Benz EQ Formel-E Teams rückt immer näher. In der vergangenen Woche absolvierte die Mannschaft auf Mallorca den nächsten Test in Vorbereitung auf den Einstieg in die ABB FIA Formel E Meisterschaft im kommenden Winter. Im November startet die neue Saison in Diriyya (Saudi-Arabien).

Neben Stoffel Vandoorne trieben dabei Edoardo Mortara und Esteban Gutiérrez die Entwicklung des neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01 voran.

„Es war ein positiver Test, in dessen Rahmen ich viele Kilometer zurücklegen konnte. Das war sehr gut“, bilanzierte Stoffel Vandoorne. Der Belgier kennt das Auto schon von Testfahrten in Varano. „Wir haben gute Fortschritte erzielt und alles ist rund gelaufen. Es ist spannend, nach den ersten Funktionstests langsam die Arbeit an unterschiedlichen Bereichen aufzunehmen. Aber die Zeit vergeht wie im Flug und es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Vandoorne wird in Insiderkreisen fix als Stammpilot bei Mercedes gehandelt. Eine offizielle Bestätigung erfolgt aller Vorraussicht nach am 11. September auf der Internationen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt, wo Mercedes seinen Formel-E-Launch feiert. Neben dem neuen Silberpfeil-Elektroflitzer werden die beiden Piloten der Öffentlichkeit vorgestellt.

Große Hoffnung auf ein Mercedes-Cockpit darf sich Edoardo Mortara machen, der auf Mallorca bereits zum zweiten Mal am Steuer des neuen Elektro-Silberpfeils saß. Schon im italienischen Varano durfte der 32-jährige Schweizer bei Testfahrten ins Mercedes-Cockpit greifen.

„Wir haben gute Fortschritte erzielt“, sagte Mortara am Ende des Tests auf Mallorca. „Es war schön, die Weiterentwicklung des Autos und der Systeme zu verfolgen. Natürlich gibt es noch viel zu tun, aber wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Hoffentlich geht es so weiter“, zeigt sich Mortara zuversichtlich, der in der abgelaufenen Saison für Venturi die Formel-E-Saison bestritt.

Edo Mortara (c)Mercedes

Mortara werden große Chancen als Teamkollege von Vandorrne bei Mercedes eingeräumt. Der Venturi-Pilot hat während seiner langjährigen DTM-Karriere bei Audi mit Renningenieur Franco Chiocchetti erfolgreich zusammengearbeitet. Chiocchetti wechselte inzwischen zu HWA und nimmt dort die Rolle des Head of Formula E Operations ein. Der Südafrikaner feierte in der Formel E zusammen mit Lucas di Grassi (Audi) den Titelgewinn in Saison 3 und kennt sich im Formel-E-Zirkus bestens aus. In der neuen Saison vertraut Neuling Mercedes auf die Expertise von Chiocchetti.

Für Esteban Gutiérrez war es hingegen der erste Test mit dem Mercedes-Team und dem neuen Auto. „Es war fantastisch, zum ersten Mal damit zu fahren“, verriet der Mexikaner, der in Saison 3 bereits drei Formel-E-Prix für das Team Techeetah fuhr.

„Vielen Dank an das gesamte Team, dass sie mir diese Chance ermöglicht haben. Es hat richtig viel Spaß gemacht und erfordert eine ganz andere Herangehensweise als jedes andere Formelauto. So gesehen ist es wirklich einzigartig. Mein Fokus lag zunächst darauf, mich einzugewöhnen. Danach haben wir einige wichtige mechanische Tests unternommen und an den Systemen gearbeitet. Zudem bin ich eine komplette Rennsimulation gefahren.

Das war eine klasse Gelegenheit, um das Energiemanagement auf eine volle Renndistanz zu testen“, bilanzierte der 28-jährige Gutiérrez. Ob der Mexikaner tatsächlich als Stammpilot zum Zug kommt oder die Rolle des Entwicklungsfahrers einnimmt, bleibt abzuwarten. Gutiérrez arbeitet seit 2018 mit den Silberpfeilen als Simulatorfahrer in der Formel 1 zusammen. Keine Berücksichtigung bei den Mallorca-Tests fand Gary Paffett, der in der abgelaufenen Saison noch mit Vandoorne das Fahrerpaar bei HWA stellte.

Bis zum Renndebüt des Teams beim Auftakt in die Saison 6 in Saudi-Arabien hat die Mannschaft noch alle Hände voll zu tun. „Die Zeit bis zum Saisonstart wird immer knapper“, sagte Ian James, Managing Director von Mercedes-Benz Formula E Ltd. „Aber ich bin mit den bisherigen Fortschritten bei den zurückliegenden Testfahrten sehr zufrieden. Die Mannschaft findet immer besser zusammen, die Abläufe spielen sich ein und die Fahrer geben gutes Feedback, das für uns eine sehr große Hilfe bei der Weiterentwicklung des Autos darstellt. Bis unser neuer Silberpfeil in Ad Diriyah endlich zum ersten Mal an einem Rennwochenende auf die Rennstrecke fährt, erwarten uns noch jede Menge Herausforderungen, aber genau darauf freuen wir uns.“

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