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DTM: Spektakuläre Premiere in Assen, Wittmann siegt vor Müller und Rast

Marco Wittmann, BMW vor Audi-Pilot Rast ©DTM

Marco Wittmann hat die packende Premiere der DTM in der „Kathedrale des Motorsports“ für sich entschieden. Von der Pole-Position nutzte er bei denkbar schwierigen, weil extrem nassen Bedingungen den Start hinter dem Safety-Car klug aus, setzte sich vor seinem Pflichtboxenstopp um das entscheidende Quäntchen von seinem direkten Konkurrenten Rene Rast (Audi) ab und kämpfte sich in der Schlussphase gekonnt am Führenden Nico Müller (Audi) vorbei.

„Ich habe heute ein mega-gutes Auto gehabt, einfach sensationell. Danke ans Team dafür! Es war aber nicht so leicht, wie es aussah. Die Bedingungen kannte keiner der Fahrer zuvor, zudem war Audi vor allem in der Anfangsphase stark“, sagte Wittmann nach seinem insgesamt 14. DTM-Sieg seiner Karriere.

Müller hatte von allen Fahrern am längsten mit seinem Pflichtboxenstopp gewartet (Runde 25) und hatte seine zwischenzeitliche Führung auch nach dem Reifenwechsel zunächst behalten. Auf kalten Regenreifen hatte der Schweizer dem glänzend aufgelegten Wittmann in der Schlussphase allerdings nichts entgegenzusetzen.

„Wir hatten an vielen Stellen Aquaplaning. Es war schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten“, sagte Nico Müller, der sich in den ersten zehn Runden vom sechsten Startplatz auf Position 3 nach vorn kämpfte. „Dabei habe ich etwas zu viel Zeit auf die Führenden verloren. Unser Ziel war es heute, spät zu stoppen, den ersten Reifensatz damit auf den richtigen Reifendruck zu bringen und die Pace mitzunehmen. Den zweiten Satz haben wir nicht schnell genug auf Temperatur bekommen“, erklärte Müller ob des knapp verpassten Sieges.

Müller will heute beim zweiten Rennen nachlegen und mit seiner Abt-Mannschaft soviele Punkte als möglich bescheren, um weiter in der Spitzengruppe der Meisterschaft zu verbleiben.

Nico Müller, René Rast,DTM Assen 2019 ©Audi

„Das war ein sehr spannendes Rennen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Bei den nassen Bedingungen wusste vorher keiner, was passieren würde. Aber fast alle Fahrer waren kontrolliert unterwegs. Mit Nico und Rene haben zwei unserer Piloten um den Sieg gekämpft. Es war sehr knapp und hat am Ende nicht ganz gereicht, aber auch die Plätze zwei und drei sind ein gutes Ergebnis für Audi“, der der Audi-Boss.

„Das war von A bis Z ein spektakuläres Rennen hier in Assen“, sgate Rudolft Dittrich, Leiter BMW Fahrzeugentwicklung. „Herzlichen Glückwunsch an Marco Wittmann und das BMW Team RMG zu diesem großartigen Qualifying und zum Rennsieg. Marco hat an der Spitze trotz der schwierigen Verhältnisse im Nassen seine ganze Klasse gezeigt und alle Phasen den Rennens fehlerfrei und mit hervorragender Pace gemeistert. Das war für ihn ein wichtiger Sieg. Natürlich hat der Regen kurz vor Rennstart für viel zusätzliche Action gesorgt“, so Dittrich.

Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte standen damit nicht nur drei der vier Fahrer auf dem Podium, die den Saisonverlauf bisher bestimmt haben, sondern auch der vierte im Bunde, Philipp Eng (BMW), landete unter den Top Vier. Rast führt die Meisterschaft nun mit 145 Zählern an, gefolgt von Müller (121 Punkte), Eng (111 Punkte) und Wittmann (100 Punkte), der in Assen zum zweiten Mal in dieser Saison von der Pole-Position ein Rennen gewann.

„Als Führender der Meisterschaft kann man keine verrückten Manöver eingehen, denn Punkte sind wichtig – deswegen habe ich lieber zurückgesteckt. Platz 2 ist für uns ein gutes Resultat,um viele wichtige Zähler zu sammeln“, so der DTM-Tabellenführer Rast.

Knifflige Bedingungen – höchstes Tempo bei minimalem Grip

Die Rennstrecke in Assen gilt im DTM-Rennkalender als eine der schnellsten. Mit der „Ramshoek“ steht hier die schnellste Kurve der Saison auf der Agenda – Höchstgeschwindigkeit im Trockenen mit 270 Kilometern in der Stunde und rund 3g Querbeschleunigung inklusive.

Das Wetter brachte im Samstagsrennen zusätzliche Würze: Ergiebige Regenschauer setzten die Strecke in Assen vor dem Start kräftig unter Wasser, sodass auf Anweisung des Renndirektors dieser erst nach drei Runden hinter dem Safety-Car fliegend freigegeben wurde. In der Folge trocknete der Kurs immer mehr ab, sodass sich eine trockenere Fahrspur bildete. Ein vorhergesagtes, schweres Gewitter blieb Gott sei Dank bis Rennende aus.

Aston Martin im Regen von Assen ©R-Motorsport

Positive Resultate für Aston Martin

Nicht nur Timo Glock (BMW) erlebte in Assen mit Rang 5 ein positives Resultat nach einem eher verkorksten Saisonstart, auch die Mannschaft von Aston Martin hinterließ einen guten Eindruck, auch wenn keine Punkte dabei abfielen. Jake Dennis und Ferdinand von Habsburg beendeten das schwierige Rennen auf den Plätzen 12 und 13, Paul Di Resta nach starken Rundenzeiten auf der 14. Position.

„Wir erlebten heute ein Rennen unter extrem schwierigen Bedingungen“, sagte Dr. Florian Kamelger, Teamchef bei Aston Martin. „Bei starkem Regen zeigten unsere Fahrer sehr gute fahrerische Leistungen, die leider nicht mit Topplatzierungen belohnt wurden, da von den hinteren Startplätzen die Möglichkeiten weit nach vorne zu kommen, nicht gegeben waren. Jake, Ferdinand und Paul holten mit den Plätzen 12, 13 und 14 das heraus, was bei diesen Konditionen möglich war“, so der gebürtige Südtiroler.

Heute soll es keinen Regen in Assen geben, daher die spannende Frage: Kann Aston Martin den Sprung in die Top Ten schaffen und verteidigt Rene Rast erfolgreiche seine Tabellenführung? SAT.1 überträgt ab 13:00 Uhr live im Free-TV.

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