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DTM: Audi: Heimspiel für Robin Frijns in Assen

Dieter Gass, Robin Frijns,DTM Misano 2019 ©Audi

Nach dem für Audi erfolgreichen Saisonhöhepunkt auf dem Norisring wartet schon der nächste Leckerbissen auf die DTM-Fans: Am 20./21. Juli startet die DTM zum ersten Mal auf dem berühmtenen TT Circuit im niederländischen Assen.

Heimspiel für Audi-Pilot Robin Frijns. Der niederländische Lokalmatador kommt gerade mit einer guten Form nach Assen. Nach seinem vierten Platz beim Sonntagsrennen am Norisring, feierte Frijns die Woche darauf seinen zweiten Saisonsieg beim Saisonabschlussrennen der Formel E in New York. Viel Selbstvertrauen also hat der 27-jährige Maastrichter gerade rechtzeitig vor dem Heimspiel getankt.

DTM Assen 2019, Geschwindigkeiten und Gänge Audi RS 5 DTM ©Audi

Assen liegt in der niederländischen Provinz Drenthe, nur rund 50 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die Rennstrecke ist 4,555 Kilometer lang und hat eine ganze eigene Charakteristik. „Die Strecke ist sehr breit mit vielen schnellen Kurven“, sagt Robin Frijns, der als einziger der Audi-Piloten in Assen schon ein Rennen bestritten hat. „Das war in der Formel Renault 2.0 und ist schon eine ganze Weile her. Ich habe mich damals das ganze Rennen lang mit Carlos Sainz duelliert und am Ende gewonnen.“

Der über 610 PS starke Audi RS 5 DTM wird in Assen rund 270 km/h erreichen. „Besonders anspruchsvoll ist die Dreifach-Rechtskurve gleich nach dem Start, an die sich eine enge Spitzkehre anschließt“, sagt Frijns. „Da kann man viel Zeit verlieren oder gewinnen. Generell sollte in Assen pures Racing mit vielen Überholmanövern möglich sein. Auf den langen Geraden kann man zu dritt, vielleicht zu viert nebeneinander fahren.“

Im Video erklärt der Lokalmatador den Track in Assen:

Robin Frijns im Video vor Assen ©Audi

Für den Niederländer ist Assen ein Heimspiel, obwohl er rund drei Autostunden entfernt wohnt. „Zur MotoGP kommen jedes Jahr sehr viele Zuschauer nach Assen“, sagt er. „Ich hoffe, die DTM wird dort ähnlich populär.“

„Assen ist vor allem als Motorrad-Rennstrecke bekannt“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir freuen uns auf die DTM-Premiere dort. Das Streckenlayout verspricht spektakulären Rennsport. Der Ticketvorverkauf verläuft vielversprechend, sodass Assen zu einem weiteren Highlight im DTM-Kalender darstellt.“

Keiner der anderen Audi-Piloten hat bisher eine Runde mit einem Rennauto in Assen gedreht. „Vor fast 20 Jahren habe ich MotoGP auf der Playstation gespielt und bin dabei auch in Assen gefahren“, verrät Mike Rockenfeller. „Das mache ich vor dem Rennen vielleicht wieder. Im Ernst: Die beste Vorbereitung ermöglicht natürlich unser Simulator in Neuburg. Da kann man schon vorab alles testen, was man dann im echten Auto ausprobieren möchte.“

„Grundsätzlich bereiten wir uns bei Audi auf jede Strecke im Simulator gleich vor“, sagte der DTM-Champion von 2013 bei einer DTM-Telefonpressekonferenz am Montag. „Aber für mich ist der Fokus im Simulator ein anderer, wenn ich auf einer mir unbekannten Strecke fahre. Bei einer Strecke wie zum Beispiel dem Hockenheimring steigt man direkt in die Setup-Arbeit ein, während es in der Vorbereitung auf Assen für mich primär darum ging, einen Rhythmus zu finden“, so ‚Rocky‘.

Rockenfeller kommt ziemlich relaxt nach Assen. Kann er auch, denn zuletzt stand der 35-jährige Wahlschweizer mit Platz 3 auf dem Siegerpodest am Norisring. „Es ist eine sehr anspruchsvolle Strecke, auf der es nicht einfach wird, schnell einen Rhythmus zu finden. Das ist aber für alle gleich und ich gehe das ganz entspannt an“, sagt ‚Rocky‘.

Loic Duval, Jamie Green und Nico Müller kennen Assen von den TV-Übertragungen der MotoGP-Rennen. „Die Strecke ist am ehesten mit Misano vergleichbar und sollte uns liegen“, glaubt Duval. „Assen sieht cool aus – ich bin sehr gespannt darauf“, sagt Müller. „Die Strecke ist berühmt für ihre MotoGP-Rennen“, sagt Green. „Für uns in der DTM ist sie komplettes Neuland. Das wird interessant.“

Auch Tabellenführer René Rast freut sich auf die DTM-Premiere in Assen. „Das sieht nach einer spektakulären Rennstrecke mit vielen Überholmöglichkeiten aus“, sagt der Tabellenführer, der am Sonntag in Assen sein 50. DTM-Rennen bestreitet.

Mit drei Siegen, fünf Podiumsplatzierungen und drei Pole-Positions ist Rast der erfolgreichste Fahrer der neuen Turbo-Ära in der DTM. Insgesamt hat der DTM-Champion des Jahres 2017 bisher 13 DTM-Rennen gewonnen, neun Pole-Positions geholt, fünfmal die schnellste Runde gedreht und 564 Punkte gesammelt – im Schnitt 11,75 Punkte pro Rennen.

Die beiden DTM-Rennen in Assen starten am Samstag und am Sonntag jeweils um 13.30 Uhr. SAT.1 überträgt an beiden Tagen ab 13 Uhr live.

 

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