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FE: Audi nach New York E-Prix: ‚Selten sprachlos‘, Lucas di Grassi bleibt im Titelkampf dran

Di Grassi und Vergne,2019 New York City E-prix ©FormulaE/Photo by Sam Bloxham

Audi-Teamchef Allan McNish hat in seiner aktiven Fahrerzeit im Formel- und Langstreckensport schon so einiges erlebt. Der dreifache Le-Mans-Sieger konnte beim ersten der beiden Finalrennen der Formel E in New York nicht glauben, was er da an Racing zu sehen bekam.

„Ich bin selten sprachlos, aber heute bin ich es“, schüttelte der Schotte ungläubig den Kopf. Unfälle, Zwischenfälle,Ausfälle, Kamikazeneinlagen, Safety-Car, bei einigen Piloten lagen die Nerven blank beim 12. Saisonlauf der Formel E.

Duelle New York City E-Prix,Jose Maria Lopez,Antonio Felix da Costa,Sam Bird ©FormulaE

„In diesem Rennen ist derart viel passiert. Wir konnten nie sicher sein, ob es für uns gut oder schlecht ausgehen würde. Während DS Techeetah beide Autos durch Unfälle verloren hat, sind unsere beiden Fahrer stark gefahren. Das heißt, wir sind weiter im Titelkampf und nehmen viel frische Energie mit in das morgige Finale“, sagt der Audi-Verantwortliche.

Lucas di Grassi hat mit Platz 5 die Titelentscheidung auf heute Abend (22:00 Uhr) vertagt. Auch das Team Audi Sport ABT Schaeffler wahrte weiter die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung in der Teammeisterschaft.

Di Grassi ist neben Samstag-Sieger Sebastien Buemi (Nissan), Mitch Evans (Jaguar) und Tabellenführer Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) einer von vier Fahrern, die sich im letzten Rennen am Sonntag noch den Titel sichern können. In der Teamwertung hat Audi Sport ABT Schaeffler den Rückstand auf DS Techeetah auf 24 Punkte reduziert.

Während Tabellenführer Vergne und DS Techeetah im dramatischen ersten Rennen am Samstag bei glühender Hitze ohne Punkte blieben, kamen di Grassi und Daniel Abt mit ihren beiden Audi e-tron FE05 auf den Plätzen 5 und 6 ins Ziel. Di Grassi glänzte von Startplatz 14 einmal mehr mit einer Aufholjagd.

„Mein Auto wurde gleich nach dem Start durch Kollisionen vor und hinter mir stark beschädigt und war unheimlich schwierig zu fahren“, sagte Lucas di Grassi. „Ich bin trotzdem ins Ziel gekommen und die Meisterschaft ist weiter offen. Wir werden auch morgen kämpfen und alles geben“, hofft der Brasilianer den Franzosen auf der Ziellinie doch noch abzufangen.

Abt kämpfte nach einer bärenstarken Leistung im Qualifying von Anfang an um den Sieg, blieb aber im Duell mit BMW-Pilot Alexander Sims im Kampf um Platz 2 zu ungeduldig und verlor bei dem Überholmanöver mehrere Positionen. Abt wurde auf Platz 9 durchgereicht, konnte danach bis Rennende noch drei Plätze wettmachen. Zusätzlich gelang dem Deutschen die schnellste Rennrunde, die mit einem Zusatzpunkt belohnt wurde.

„Natürlich bin ich etwas enttäuscht, denn heute war das Podium möglich“, sagte Daniel Abt. „Bis zum Safety-Car lief es super. Der ganze Schlamassel begann, als mich Alexander Sims abgedrängt hat und ich dann auch noch einen heftigen Schlag von Mitch Evans bekommen habe. Das war heute etwas wie Autoscooter da draußen. Aber wir wissen nun, dass wir hier superschnell sind. Wir werden uns auf unsere Stärken fokussieren und morgen neu angreifen“, so Abt.

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