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FE: Abschiedsrennen für HWA ohne Punkte

Gary Paffett in New York ©HWA

In einem wilden ersten Rennen beim Finale der Formel-E-Meisterschaft in New York City schrammte HWA an den Punkterängen vorbei.

Gary Paffett wird mehrfach Opfer grenzwertiger Manöver und verpasst als Elfter am Ende knapp die Top 10, Stoffel Vandoorne beendet den actiongeladenen E-Prix auf Rang 13. Eine Chance bleibt dem Team aus Affalterbach jedoch noch, um seine erste Saison mit einem Happy End abzuschließen.

Am Beginn des Abschiedswochenendes in New York City taten sich die HWA-Piloten schwer. Auf dem staubigen Untergrund am Hafen von Brooklyn hatten Paffett und Vandoorne Probleme mit dem Grip. Paffett landete im Qualifying auf Platz 15, Teamkollege Vandoorne musste sich zunächst mit Rang 19 zufriedengeben. Nach einer Strafe für Venturi-Pilot Edoardo Mortara – die noch vom Bern E-Prix resultierte- rückte der abermalige Fanboost-Gewinner auf Platz 18 vor.

Ganz anders die Performance zu Rennbeginn: Paffett glückte ein glänzender Start, direkt in der ersten Kurve zog er an zwei Rivalen vorbei. Die erste Runde war noch nicht komplett absolviert, da machte er zwei weitere Positionen gut und lag so als Elfter schnell in Reichweite der Top 10 und damit der Punkteränge. Vandoorne kam nicht so gut weg und verlor zunächst an Boden, nutzte dann aber eine Kollision mehrerer Piloten vor ihm und fuhr auf Platz 16.

Als sich das Rennen ein wenig beruhigt hatte, verbremste sich Felipe Massa (Venturi) in Runde 15 bei einem Überholmanöver gegen Paffett, sodass der DTM-Champion abgedrängt wurde. Mehrere Piloten setzten sich vor Paffett, der so auf Rang 15 zurückfiel.

In Runde 25 wurde der Brite Opfer einer weiteren harten Attacke. Jerome d’Ambrosio (Mahindra) drückte ihn in einer Kurve Richtung Streckenbegrenzung, was mehrere Konkurrenten nutzten, um innen vorbeizuziehen. Der 38-Jährige fand sich plötzlich auf Rang 17 wieder.

Auch danach blieb das Rennen hektisch. Erneut kam es zu einer Kollision, Vandoorne behielt im Getümmel vor ihm den Durchblick und stieß auf Rang zehn vor. Die Punkteränge vor Augen musste der Belgier jedoch zwei Runden vor Schluss gleich zwei Konkurrenten vorbeilassen.

In der letzten Runde hatte er schließlich keine Möglichkeit einem Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge -Vergne verursachte im Kampf mit Massa eine Massenkarambolage- auszuweichen und blieb stecken. Paffett profitierte von diesem Chaos, er zog vorbei und beendete den E-Prix als Elfter. Vadorrne überquerte mit einem beschädigten Venturi VFE-05 als 13. die Ziellinie.

Hier die Stimmen aus dem HWA-Lager:

 

Stoffel Vandoorne:

„Ein frustrierender Tag. Ich hatte das Gefühl, dass wir uns heute Punkte verdient haben. Ich habe mich gut nach vorne gearbeitet und es bis in die Punkteränge geschafft. Aber am Ende wurde ich durch das unfaire Racing anderer Piloten um den Lohn gebracht.“

Gary Paffett:
„Es war ein hartes Rennen, ein kleines Abenteuer. Ich habe gleich nach dem Start einige Plätze gutgemacht und war in einer guten Position, um Punkte zu holen. Danach haben einige Fahrer ein paar unfaire Manöver gezeigt. Wir haben heute sicher auch gutes Racing gesehen, aber manche sind eindeutig über die Grenzen gegangen. Das Auto fühlte sich gut an, ich habe alles getan, was ich machen konnte. Auf ein Neues morgen!“

Ulrich Fritz, Teamchef HWA:
„Ein enttäuschendes Rennen für uns. Das lag vor allem an den diversen Vorfällen, die uns einige Positionen gekostet und uns zwei beschädigte Fahrzeuge hinterlassen haben. Das ist einfach frustrierend. Vor allem weil wir in einer aussichtsreichen Position waren, um zu punkten. Aber das Gute an diesem Double Header Event ist, dass wir morgen nochmal eine Chance haben. Es bleibt unser Ziel, dieses Wochenende und unsere erste Formel E-Saison mit einem Höhepunkt zu beenden und dafür werden wir alles geben.“

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