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DTM: Audi: Sieg verschenkt am Norisring

Audi-Pulk DTM  Norisring 2019 ©Audi, Malte Christians

Audi hat beim DTM-Heimspiel am Sonntag den Sieg am Norisring hergegeben. „Den Sieg haben wir heute verschenkt, aber mannschaftlich war es eine ganz starke Leistung“, fasste Bram Schot, Vorsitzende des Vorstands von Audi, den achten Saisonlauf an der Noris zusammen.

Alle sechs werkseitig eingesetzten Audi RS 5 DTM kamen in die Top Acht und damit in die Punkteränge, der Sieg ging dennoch an Bruno Spengler (BMW), der zum fünften Mal in Nürnberg siegreich war. Drei Audi-Piloten standen nach dem Qualifying ganz vorne, doch weder Pole-Setter Rene Rast noch Nico Müller, der von Startplatz 2 ins Rennen ging, als auch der Drittplatzierte Loic Duval konnten den erhofften zweiten Audi-Heimsieg vor den Augen von Fürst Albert von Monaco nicht wiederholen.

Samstagsieger Rene Rast und Nico Müller mussten sich mit den Plätzen 7 und 8 begnügen. Dabei kickten sich Rast und Müller gegenseitig aus dem Rennen.

Müller streifte Markenkollege Rast schon in der ersten Runde am Heck, worauf Rast durch den folgenden Dreher auf den letzten Platz zurückfiel. Müller kassierte dafür eine Durchfahrtstrafe, beide Titelkandidaten waren raus aus dem Kampf um den Sieg. „Ein wirklich frustrierendes Ergebnis am Norisring“, stellte Müller enttäuscht fest. „Ein sehr kleiner Kontakt mit fatalen Folgen, unsere Rennen waren ruiniert“, ärgerte sich der Schweizer, der im Rennen die schnellste Rennrunde in den Asphalt von Nürnberg brannte.

„Ich fühlte mich heute morgen schon nicht gut“, so Samstagsieger Rast. „Das ist unglücklich gelaufen, das haben wir nicht gebraucht“, sagte der DTM-Champion von 2017 zur Startkollision mit Müller unmittelbar nach Rennende ins Mikrophon von SAT.1. Mit den Plätzen 7 und 8 betrieben die beiden heißen Titelkandidaten etwas Schadensbegrenzung mit Blick auf die Gesamtwertung. Rast behauptete seine Führung in der Fahrerwertung der DTM, Müller blieb auf Platz 2 und liegt mit 25 Punkten Rückstand in Schlagdistanz zu Rast.

Dagegen schafften es die anderen Audi-Markenkollegen, sich ins Rampenlicht zu setzen. Der viermalige Norisring-Sieger Jamie Green feierte nur vier Wochen nach seiner Blinddarmoperation mit Platz 2 ein gelungenes Comeback. „Leider musste ich Philipp Eng nach einer leichten Berührung wieder vorbeilassen“, sagte der Brite aus dem Audi Sport Team Rosberg. „Dadurch habe ich viel Zeit und den Anschluss zum späteren Sieger Bruno Spengler verloren. Trotzdem war es ein gutes Rennen für mich.“

Bram Schot, Mike Rockenfeller,DTM Norisring 2019 ©Audi

Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix kämpfte sich vom elften Startplatz auf Platz 3 nach vorn. Für den DTM-Champion des Jahres 2013 war es das erste DTM-Podium auf dem Norisring. „Es ist cool, hier oben zu stehen“, sagte ‚Rocky‘ nach der von Fürst Albert von Monaco, dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Skistar Thomas Dreßen durchgeführten Siegerehrung.

„Mein Auto war richtig gut. Ich konnte viele Gegner überholen und hatte im Rennen jede Menge Spaß. Nachdem wir uns hier in der Vergangenheit meist recht schwergetan haben, können wir alle bei Audi sehr stolz auf dieses Ergebnis sein. Wir waren an diesem Wochenende extrem stark“, so Rockenfeller.

Müllers Teamkollege Robin Frijns verpasste nach seinem Ausfall am Samstag mit Platz 4 nur knapp das Podium. Loïc Duval kam nach einer gewagten Strategie mit einem Boxenstopp in der ersten Runde auf Platz sechs ins Ziel.

Audi-Motorsportchef Dieter Gass wurmte schon der verschenkte Sieg, zeigte sich aber von der mannschaftlichen Geschlossenheit seiner Schützlinge beeindruckt. „Nachdem wir uns im Qualifying die drei besten Startplätze geholt hatten, wollten wir natürlich auch heute gewinnen“, so Gass.

„Nach einem guten Start haben wir dann leider die erste Kurve nicht richtig hinbekommen, wodurch Bruno Spengler die Führung geerbt hat. René und Nico haben sich mit starken Rundenzeiten wieder nach vorn gekämpft. So haben wir die Plätze zwei, drei, vier, sechs, sieben und acht belegt. Wir können mit unserem insgesamt starken Auftritt auf dem Norisring sehr zufrieden sein und freuen uns schon auf die DTM-Premiere in Assen in 14 Tagen“, sagte der Audi-Verantwortliche.

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