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DTM: Verrücktes Rennen: Rene Rast from Zero to Hero, Nico Müller bärenstark

Nico Müller, Hildegard Wortmann, René Rast, Norisring ©Audi

Was für ein verrückter Auftritt von Rene Rast. Der Audi-Pilot gewann auf dem Norisring vor ausverkauften Tribünen das Samstagsrennen der DTM mit einem Vorsprung von fast 35 Sekunden, obwohl er am Start den Motor abwürgte und auf den letzten Platz zurückgefallen war.

„Das war ein verrücktes Rennen“, sagte Rast. „Natürlich hatten wir mit dem Safety-Car etwas Glück. Aber wir waren heute sehr schnell und wären auch so vorne mitgefahren. Nur das mit dem Start muss ich noch etwas üben. Ich habe die Kupplung zu schnell kommen lassen und den Motor abgewürgt. Auch im Qualifying müssen wir morgen besser werden“, erklärte der Gesamtführender der DTM seinen spektakulären Sieg.

Rast ist schon ein cleveres Kerlchen. Der 32-Jährige erlebte auf dem Weg zu seinem dritten Saisonsieg und dem insgesamt 13. Sieg seiner DTM-Karriere ein Wechselbad der Gefühle.

Am Start blieb der DTM-Champion des Jahres 2017 stehen. Rast musste den Motor neu starten und fiel auf den letzten Platz zurück. Als sich eine Safety-Car-Phase abzeichnete, da Markenkollege Pietro Fittipaldi von Paul di Resta (Aston Martin) ins Aus bugsiert wurde, reagierte sein Team blitzschnell und holte Rast nach nur drei Runden zum Reifenwechsel an die Boxen. Rasts Team Audi Sport Team Rosberg hatte alles richtig gemacht – Strategie voll aufgegangen. Es war der entscheidende Schachzug von Rene Rast.

Teamchef Arno Zensen gratulierte als Erster Rene Rast zum Sieg und witzelte vor laufender SAT.1-Kamera. „Den Start müssen wir aber noch üben“, so Zensen.

Für Audi war es der insgesamt sechste DTM-Sieg auf dem Norisring. Zuletzt hatte 2016 Nico Müller das Audi-Heimspiel auf dem Norisring gewonnen. „Wir haben uns ausgerechnet vor unseren Fans und Mitarbeitern traditionell immer ziemlich schwergetan“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

„Wir haben gehofft, dass sich das mit dem neuen Audi RS 5 DTM ändert. René war heute unglaublich schnell. Er ist am Ende trotz des frühen Boxenstopps auf den alten Reifen noch konstant schnelle Zeiten gefahren“, strahlte der Audi-Verantwortliche.

Strahlen konnte auch Nico Müller trotz verpassten Siegs, der mit einer bärenstarken Leistung Platz 2 erzielte und den Audi-Doppelerfolg perfekt machte. Müller setzte schon im Qualifying eine erste Duftmarke, als er die schnellste Zeit in den 50 Grad heißen Asphalt des Norisrings brannte.

Nico Müller, (Audi Sport Team Abt Sportsline), DTM Norisring 2019 ©Audi

Der Schweizer vom Audi Sport Team Abt Sportsline sicherte sich damit die drei Zusatzpunkte für die Pole-Position. Seine Zeit von 46,337 Sekunden ist die schnellste auf der aktuellen Streckenvariante jemals gefahrene Runde – ein klares Indiz für die Leistungsfähigkeit der neuen Class-1-Rennwagen und des neuen Audi RS 5 DTM mit einem mehr als 610 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor.

Im Rennen gelang Müller ein neuer Rundenrekord. Der 27-Jährige erwischte einen perfekten Start und setzte sich mühelos von den Verfolgern ab, wurde dann aber ein Opfer des Safety-Cars. Müller zählte zu jenen Fahrern, die ihren Boxenstopp noch nicht absolviert hatten, als das Safety-Car auf die Strecke ging.

Nach seinem Reifenwechsel in Runde 30 kam der Audi-Pilot als Siebter wieder auf die Strecke, überholte auf den frischeren Reifen einen Konkurrenten nach dem anderen und schnappte sich mit einem sehenswerten Überraschungsangriff aka  Mattias Ekström in der letzten Kurve auch noch den bis dahin zweitplatzierten BMW von Joel Eriksson.

„Das war mir persönlich besonders wichtig, weil ich in Zolder praktisch das ganze Rennen hinter ihm hing und einfach nicht vorbeikam“, sagte Müller. „Nach dem Safety-Car habe ich nicht mehr damit gerechnet, noch aufs Podium zu kommen, weil viele Autos schon ihren Boxenstopp absolviert hatten. Ich bin stolz auf mein Team, dass wir es trotzdem geschafft haben. Wir haben heute alles richtig gemacht“, so Müller, der in der Gesamtwertung auf Platz 2 vorrückte. Damit ist der Abt-Pilot schärfster Verfolger von Rene Rast.

Loic Duval komplettierte die starke Vorstellung des neuen Audi RS 5 DTM mit Platz 4. Entsprechend zufrieden zeigte sich Motorsportchef Dieter Gass mit dem Abschneiden seiner Schützlinge. „Auch Nicos Rennen war vom Start bis zur Zielflagge perfekt. Er hatte etwas Pech mit dem Safety-Car, hat sich aber wieder zurückgekämpft. Loics Aufholjagd aus der letzten Startreihe auf Platz vier war ebenfalls eindrucksvoll.

Es ist ein fantastisches Ergebnis für uns und ein toller Einstand für Hildegard Wortmann, die seit Montag neuer Vorstand für Vertrieb und Marketing ist und heute an der Box mitgefiebert hat.“

Ohne Punkte blieben am Samstag Jamie Green, Mike Rockenfeller und Robin Frijns. Green kam auf Platz 11 ins Ziel, nachdem er sich bei einer Kollision die Frontpartie seines Audi RS 5 DTM beschädigt hatte. Rockenfeller und Frijns mussten mit Defekten im Bereich der Ladeluftzufuhr aufgeben.

 

 

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