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DTM: BMW: Trotz Podium von Joel Eriksson zu wenig Punkte am Norisring

Joel Eriksson am Norisring 2019 ©BMW

BMW-Pilot Joel Eriksson hat das siebte DTM-Saisonrennen auf dem Norisring am Samstag auf dem dritten Platz beendet. Der 21-jährige Schwede vom BMW Team RBM erreichte damit seine dritte Podestplatzierung in der DTM, musste sich am Ende nur den beiden Audi-Piloten Rene Rast und Nico Müller geschlagen geben.

Auch Bruno Spengler, Philipp Eng und Marco Wittmann sammelten beim Sieg von Rast (Audi) auf den Plätzen 5, 7 und 8 Punkte,  Sheldon van der Linde und Timo Glock schieden vorzeitig aus.

Anders als Audi Motorsport-Boss Dieter Gass zeigte sich BMW Motorsport-Direktor Jens Marquardt nicht zufrieden mit dem Abschneiden seiner Schützlinge mit Ausnahme von Eriksson. „Sein Podium ist positiv, allerdings waren es für uns insgesamt zu wenige Punkte“, sagte Marquardt.

Eng und Spengler Norisring 2019 ©BMW2019

Dabei waren die Vorraussetzungen für einen Sieg beim Heimspiel am Norisring gar nicht mal so schlecht. Philipp Eng brannte im Qualifying hinter Pole-Setter Nico Müller (Audi) die zweitschnellste Zeit in den Asphalt des Norisrings, lag nur 75 Hunderstel hinter dem Schweizer.

Doch für den Salzburger Eng wurde es rund 30 Minuten vor Rennbeginn richtig bitter. Die Rennleitung verhängte eine Strafe gegen den Österreicher, da er Audi-Pilot Mike Rockenfeller während der Zeitenjagd blockierte – Eng wurde drei Startplätze zurückversetzt. Damit verlor Eng auch die zwei Meisterschaftspunkte für Startplatz 2.

Spengler kam damit auf Platz 2, Eriksson und Wittmann waren in Schlagdistanz auf den Plätzen 5 und 6, da der drittplatzierte Loic Duval (Audi) ebenfalls eine Strafe aufgebrummt bekam und von ganz hinten das Rennen in Angriff nehmen musste.

Im Rennen gelang Spengler und Eng ein guter Start, blieben bis zur Safety-Car-Phase auf den Plätzen 2 und 3. Nach dem Re-Start quetschte sich Eng an Spengler vorbei auf Platz 2, doch die besseren Karten hatte Eriksson und Wittmann, die noch rechtzeitig vor der Safety-Car-Phase ihren Pflichtboxenstopp absolvierten. Auch Glock lag nach dem R-Start aussichtsreich auf Platz 4, doch ausgerechnet Markenkollege Sheldon van der Linde bugsierte den Deutschen in der Dutzendteich-Kehre ins Aus. Glock ist der große Pechvogel dieser Saison.

 

Als bei Wittmann die Reifen vehement abbauten, verlor der Lokalmatador innerhalb einer Runde gleich drei Plätze, als Müller, Daniel Juncadella (Aston Martin) und Markenkollege Spengler an den Franken vorbeizogen. Spengler kassierte wenig später noch Juncadella und landete letztendlich auf Platz 5, Wittmann kam auf Platz 8, der noch von Eng (Platz 7) eingeholt wurde.

Eriksson lag zu diesen Zeitenpunkt auf Platz 2, doch in der Endphase kam Müller immer näher an den Schweden heran. Beide lieferten beste Werbung für die DTM, zeigten spektakuläres Racing und Überholversuche- immer im fairen Bereich. Ausgerechnet in der letzten Runde stach Müller in der letzten Kurve am Dutzendteich innen rein und drängte sich an Eriksson vorbei auf Platz 2.

„Ich hatte einige tolle Zweikämpfe mit Nico Müller“, so Eriksson. „Es war faires Racing, das hat Spaß gemacht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er am Ende in der letzten Kurve reinsticht. Allerdings denke ich, dass er mich so oder so in der letzten Kurve überholt hätte, auch wenn ich die Türe komplett zugemacht hätte, denn er hatte noch DRS übrig. Seine Reifen waren am Ende des Rennens auch besser als meine. Das ist schade, aber wir werden weiter pushen. Heute haben wir wichtige Punkte gesammelt“, jubelte der Schwede über seinen Podestplatz.

Dessen Boss Jens Marquardt war dann nicht ganz glücklich ob des Rennausgangs in der letzten Kurve. „Schade, da hätte ich mir erhofft, dass er sich da in der letzten Kurve etwas härter verteidigt“, so der BMW-Boss. „Er ist halt noch ein Rookie, ein Junger. Da muss er einfach mehr Zähne zeigen, das hätte nicht sein müssen“, ärgerte sich Marquardt ob des verpassten zweiten Platzes.

Hier die weiteren Stimmen der BMW-Protagonisten:

Philipp Eng:
„Der Tag ist ein wenig schwierig für mich gewesen. Ich hatte mit P2 ein super Qualifying, ehe ich eine Strafe erhalten habe, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Ich hatte dennoch einen guten Start und konnte mich auf den dritten Platz verbessern. Die Safety-Car-Phase hat das Rennen leider auf den Kopf gestellt. Hoffentlich haben wir morgen ein wenig mehr Glück.“

Sheldon van der Linde:
„Ich war nach einem guten Start auf dem sechsten Platz. Dann kam die Safety-Car-Phase, und nach dem Re-Start wurde es in Kurve vier ein wenig eng für mich. Ich habe Timo leicht berührt. Das war mein Fehler. Es tut mir sehr leid. Und natürlich möchte ich mich bei Timo entschuldigen.“

Marco Wittmann:
„Es war natürlich ein enttäuschendes Rennen. Wir sind viel Risiko gegangen und haben in der zweiten Runde gestoppt. Das Safety Car kam, aber leider hatten wir nicht die Pace von Audi. Am Ende ist der Reifen dann noch komplett in die Knie gegangen. Für mich ging es zurück bis auf Platz acht. Am Ende ist es nicht das Ergebnis, das ich mir für mein Heimrennen erhofft hatte. Aber wir haben morgen noch einen zweiten Tag.“

Bruno Spengler:
„Ich habe jetzt schon zum wiederholten Mal Punkte durch Pech mit dem Safety Car verloren. Das ist natürlich bitter. Trotzdem konnte ich heute noch viel Boden wieder gutmachen, denn der Speed meines Autos war konstant stark. Das Team hat sowohl bei der Vorbereitung des Autos als auch beim Boxenstopp einen tollen Job gemacht. Jetzt hoffe ich einfach, dass ich vielleicht auch mal Glück mit dem Safety Car habe.“

Timo Glock:
„Es soll einfach nicht sein momentan. Schon das Qualifying war schwierig. Obwohl wir nur eine kleine Änderung vorgenommen haben, war das Auto komplett anders zu fahren als gestern. Dann hatten wir eine gute erste Runde, aber Pech mit dem Safety Car, das in diesem Jahr scheinbar die Meisterschaft entscheidet. Am Ende ist es natürlich unschön, wenn man vom eigenen Teamkollegen getroffen wird. Aber ich kann Sheldon keine Vorwürfe machen. Das passiert.“

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG):
„Und wieder wurde ein Rennen durch eine Safety-Car-Phase entschieden. Insgesamt war für uns heute mehr drin. Jetzt müssen wir für morgen dafür sorgen, dass die Pace noch besser wird und wir dann das Maximum daraus machen. Danke an das Team, das wieder alles gegeben hat.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM):
„Es war mal wieder ein besonderes Rennen hier in Nürnberg. Wieder ein Safety Car und ein Szenario, das dich mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Da ist die Strafe für Philipp Eng nach einem tollen Qualifying, die aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt war. Aber wir sind trotzdem hochmotiviert ins Rennen gegangen und wollten das Beste herausholen. Am Ende standen wir mit Joel auf dem Podium und waren Siebter mit Philipp, was insgesamt ein gutes Ergebnis ist. Aber wir hatten das Potenzial für ein noch besseres Ergebnis.“

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