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DTM: Habsburg beeindruckt von Engs Würdigung für Roland Ratzenberger

Ferdinand Habsburg in Zolder ©R-Motorsport

DTM-Rookie Ferdinand Habsburg konnte zuletzt in Misano keine Punkte für Aston Martin erobern. Den Norisring, Schauplatz der anstehenden DTM-Rennen 7 und 8, kennt der junge Österreicher aber sehr gut aus seiner Formel-3-Zeit. Daher erhofft sich der 21-jährige gebürtige Salzburger Punkte aus dem ‚fränkischen Monaco‘ mitzunehmen.

„Ich kenne zwar die Rennstrecke von der Formel 3, das hilft sicher ein wenig. Ein DTM-Auto ist vom Fahrgefühl her auch gar nicht so weit weg von einem Formel-3-Wagen, hat aber viel mehr Leistung und ist schneller“, sagt Habsburg, der heute Nachmittag zwischen den beiden Freien Trainings sein neues Dienstfahrzeuge vom Typ Aston Martin Vantage in Empfang nehmen darf.

Mit seinem Arbeitsgerät, den Aston Martin Vantage DTM, erzielte Habsburg in Zolder mit Platz 9 seine ersten Punkte in der DTM. Am Norisring soll daran angeknüpft werden.

Tribute an Roland Ratzenberger:

Dessen Landsmann Philipp Eng hat seine Rookie-Saison in der DTM bereits hinter sich und fährt im zweiten Jahr bärenstark für BMW die Tourenwagenserie, in der er in Zolder seinen Premierensieg feierte.

Eng startete zuletzt eine beeindruckende Aktion, würdigte Landsmann Roland Ratzenberger beim 24h-Rennen von Le Mans mit dem Helmdesign des verstorbenen Österreichers. Um eines seiner Vorbilder zu ehren, war Eng mit dem rot-weißen Helmdesign unterwegs, das Ratzenberger in seiner Zeit als Markenzeichen hatte.

Philipp Eng ©BMW

Am 30. April 1994 verunglückte der Salzburger Roland Ratzenberger in seinem Simtek-Formel-1-Boliden tödlich, als er im Imola-Qualifying wegen eines Frontflügelbruchs von der Strecke abflog. Einen Tag danach starb Ayrton Senna, der für Ratzenberger die österreichische Flagge im Cockpit hatte – ein schwarzes Wochenende für den Motorsport.

Tipp: Peter Levay, Motorsport-Journalist aus Nürnberg, hat übrigens eine beeindruckende Film-Dokumentation zum 25. Todestag des verunglückten Formel-1-Piloten Roland Ratzenberger veröffentlicht: „Roland Ratzenberger  – der lange Weg zum kürzen Glück“ auf Amazon  (41 Minuten, 9,99 €). Fünf Jahre lang recherchierte und erforschte Levay akribisch jedes kleinste Detail. Mit zahlreichen Wegbegleitern Ratzenbergers führte Levay Interviews, auch DTM-Boss Gerhard Berger und Ex-Formel-1-und DTM-Pilot Heinz-Harald Frentzen, Manuel Reuter sowie Ex-BMW-Sportchef Wolfgang Peter Flohr kommen zu Wort.

Filmplakat 'Der lange Weg zum kurzen Glück' ©Dominic Zippe Peter Levay

Habsburg von der Aktion beeindruckt:

„Ich fand es extrem cool von Philipp, dass er so etwas bei einem großen Rennen wie in Le Mans macht“, zeigt sich Habsburg von der Aktion Engs beeindruckt. „Ich habe es selber noch nie gemacht und nicht wirklich darüber nachgedacht“, sagte uns der Österreicher, der wie sein Fahrerkollege Eng und der verstorbene Ratzenberger gemeinsam aus Salzburg stammen.

„Offensichtlich war Roland Ratzenberger für Philipp ein grosses Vorbild. Ich habe einmal Rolands Vater kennengelernt, das war sehr cool und nett“, so der junge Habsburg, der noch gar nicht auf der Welt war, als das Drama von Imola geschah.

„Ich würde sagen, ich bin nicht wirklich in einer Motorsport-Familie aufgewachsen und habe sehr spät begonnen, Motorsport mitzuverfolgen und deswegen habe ich keine direkte Beziehung, weil ich nie live mitverfolgt oder zugeschaut habe oder die Menschen miterlebt habe, die noch in seinem Umfeld waren“, so Habsburg.

„Ich weiß, was er (Roland Ratzenberger: die Redaktion) für ein Vermächtnis hinterlassen hat und wie wichtig er und Niki Lauda für Österreich und den Sport war. Das respektiere ich sehr und macht mich auch stolz, die österreichische Flagge in dem Sinne zu tragen“, so der gebürtige Salzburger, der mittlerweile in London lebt.

Keine eigene Aktion geplant:

Der Rennfahrer-Helm ist inzwischen zu einem persönlichen Markenzeichen geworden. Ein Wiedererkennungszeichen, für viele bekannte Fahrer als persönliches Detail das Wichtigste im Motorsport. In erster Linie dient der Helm jedoch den Fahrer als Sicherheitselement, den Kopf zu schützen und ihn vor größeren Schäden bei Unfällen zu bewahren.

Ferdinand von Habsburg (AUT), Aston Martin,DTM 2019 Hockenheim 01 ©R-Motorsport

Eine ähnliche Aktion wie die von Eng käme für Habsburg im Moment nicht in Betracht. „Mein Helm ist da eher so meine eigene persönliche Sache, die ich gerne selber weitertrage. Ich finde das so cool, weil der Helm so cool aussieht. Hoffentlich habe ich eines Tages eine so starke Beziehung zu jemanden Großen wie Roland Ratzenberger, wo ich mir dann denke, das ist ein guter Zeitpunkt , so etwas zu machen“, erklärt Habsburg.

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