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FE: HWA Racelab setzt Punkteserie in Bern fort, Vandoorne auf Platz 10

Stoffel Vandoorne in Bern ©HWA

Die Punkteserie von HWA Racelab in der Formel E findet beim E-Prix in Bern eine Fortsetzung. Stoffel Vandoorne arbeitete sich in einem turbulenten Rennen Platz um Platz nach vorne, am Ende wurde seine Aufholjagd mit Platz 10 belohnt.

Profitiert hatte der Belgier durch eine nachträgliche Bestrafung für DS Techeetah-Piloten Andre Lotterer, der aus den Top Ten fiel.

Teamkollege Gary Paffett wurde von einem Reifenschaden ausgebremst und schied aus. Die Ausgangsposition der beiden HWA-Piloten für den Swiss E-Prix war zunächst nicht ideal. Anders als zuletzt taten sich Stoffel Vandoorne und Gary Paffett diesmal im Qualifying schwer.

Auf der ungewöhnlichen Strecke durch die Berner Innenstadt mit vielen Steigungen und Neigungen und einem Höhenunterschied von 50 Metern kamen die beiden nicht auf die nötige Pace und mussten sich mit den Startplätzen 15 und 16 zufriedengeben.

Im Rennen wurde es sofort turbulent: In der ersten Schikane ereignete sich eine Massen-Kollision von insgesamt neun Autos, die dem Rest des Feldes den Weg blockierten. Vandoorne reagierte geistesgegenwärtig und fuhr in der Auslaufzone außen vorbei, was ihn auf Rang 5 nach vorne katapultierte, ehe das Rennen zur Bergung der Autos abgebrochen wurde.

Die Rennleitung entschied nach einer 35-minütigen Pause, den Re-Start mit den 21 noch intakten Fahrzeugen in der ursprünglichen Grid-Reihenfolge durchzuführen. Statt von Platz 5 ging es für Vandoorne von Rang 14 weiter, Paffett nahm das Rennen von Position 15 wieder auf.

Der Belgier Vandoorne hielt sich jedoch nicht lange auf Platz 14 auf, sondern startete eine imposante Aufholjagd. Bis zur Rennhalbzeit arbeitete er sich mit mehreren geschickten Überholmanövern auf Rang 10 nach vorne. Diese Position hielt er, ehe er zwei Runden vor Schluss Audi-Pilot Lucas di Grassi vorbeiziehen lassen musste, der seinen Attack-Mode genutzt hatte.

Ausgerechnet jetzt setzten starke Regenfälle ein, die Vandoorne auf der nun rutschigen Strecke eine Konterattacke erschwerten. Immerhin nahm der HWA-Pilot am Ende mit Platz 10 einen Punkt aus Bern mit, da der zunächst Viertplatzierte Andre Lotterer (DS Techeetah) nachträglich eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam und auf Platz 14 zurückfiel. Vandoorne rutschte dadurch von Platz 11 einen Platz nach vorne.

„Ich habe hart gekämpft und mir sind einige gute Überholmanöver gelungen“, sagte Vandoorne. „Die Pace war für mein Gefühl im Rennen besser als im Qualifying, das ist das Positive“, so der Belgier.

Gary Paffett in Bern ©HWA

Paffett dagegen hatte kein gutes Wochenende. Der Brite blieb nach dem Re-Start zunächst auf Platz 15, touchierte aber in einer Kurve die Streckenbegrenzung und musste mit einem Reifenschaden an die Box. Der nötige Reifenwechsel kostete den DTM-Champion viel Zeit. „Ein sehr hartes Rennen“, so Paffett.

„Nach dem Re-Start war die Position zwar nicht schlecht, aber es ist relativ schwer, hier zu überholen. Ich habe versucht dranzubleiben, doch dann habe ich mir an der Mauer einen Reifenschaden geholt und musste an die Box. Ich bin enttäuscht über meinen Fehler. Wir wollten heute Punkte holen und das ist uns leider nicht gelungen“, ärgerte sich der Brite. Paffett wurde am Ende auf Platz 17 gewertet.

Ulrich Fritz in Bern ©EHirsch

Ulrich Fritz, Teamchef von HWA, sagte: „Das war ein chaotisches Rennen mit all den Vorfällen und der Roten Flagge. Wir haben uns glücklicherweise beim Unfall in der ersten Runde aus größeren Problemen herausgehalten, aber es war heute nicht leicht für unsere beiden Fahrer.

Den ganzen Tag über hatten wir mit der Pace zu kämpfen. Stoffel hat knapp die Top 10 verpasst und Gary musste mit einem Platten an die Box, nachdem er die Mauer touchiert hatte. Danach war das Rennen für ihn gelaufen. Wir müssen jetzt den Kopf oben behalten und uns auf das letzte Rennwochenende dieser Saison konzentrieren.“

Stichwort letztes Rennwochenende: Am 13. und 14. Juli endet die Formel-E-Meisterschaft 2018/19 mit zwei Rennen in New York City.

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