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FE: Marco Parroni vor Swiss E-Prix: ‚Bern ist perfekter Austragungsort‘

Marco Parroni Julius Baer 2019 ©Julius Baer

Die Formel E gastiert am kommenden Wochenende (22. Juni) in der Schweiz. Nach der erfolgreichen Premiere 2018 mit mehr als 150.000 Besuchern in Zürich, erfolgt die Fortsetzung des Julius Bär Swiss E-Prix in der Schweizer Landeshauptstadt Bern.

Die Schweizer Privatbank Julius Bär, die seit der ersten Stunde der Formel E als Investor und Partner der Serie auftritt, hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Elektrorennserie ein Rennen in der Alpenrepublik nach über 60 Jahren Abstinenz austrägt. Julius Bär tritt in Bern wieder als Titelsponsor des Swiss E-Prix auf.

Für uns eine gute Gelegenheit, sich exklusiv mit Marco Parroni, Head Sponsoring von Julius Bär und Mitglied des Global Advisory Board der Formel E, sich über den Swiss E-Prix zu unterhalten. Parroni beherrscht vier Sprachen fließend und verfügt als erfolgreicher Manager über alle notwendigen Qualifikationen und das Know-how der Formel E. Der Italiener spricht über die Bedeutung des Swiss E-Prix, die Entscheidung gegen den Swiss E-Prix in Saison 6, die Entwicklung der Formel E und das Engagement von Julius Bär mit BMW.

Frage: Herr Parroni, welche Bedeutung hat das Formel-E-Rennen für die Schweiz und speziell für Julius Bär?

Marco Parroni: „Als globaler Partner der Formel E-Serie seit ihrem Start im Jahr 2014 sind wir stolz darauf, Titelsponsor des Swiss E-Prix vom 22. Juni 2019 in Bern zu sein. Wir sind eine Schweizer Bank und fühlen uns unserem Heimatmarkt verpflichtet. Dass die erste vollelektrische Rennserie, die wie keine zweite den Zeitgeist trifft, in Bern Halt macht, unterstreicht auch die Stärke der Schweiz als führendes Forschungszentrum und Hotspot für Innovationen.“

Frage: Der Swiss E-Prix findet nach der erfolgreichen Premiere 2018 in Zürich dieses Jahr in Bern statt, wie beurteilen Sie diese Rochade?

Parroni: „Bern ist ein perfekter Austragungsort. Nachdem in Zürich nach dem letztjährigen Grosserfolg dieses Jahr kein Rennen möglich war, liess sich mit Bern rasch ein alternativer und passender Austragungsort finden. Die lokale Politik hat sehr schnell Hand geboten, um ein Rennen am 22. Juni zu ermöglichen.

Bern ist die Landeshauptstadt der Schweiz und hat eine grosse Motorsporttradition mit dem Grand Prix von Bern, der letztmals 1954 ausgetragen wurde. Bekannt für ihre historische Altstadt, umgeben von der Aare und mit spektakulärem Blick auf die Alpen, verspricht der Julius Bär Swiss E-Prix 2019 ein weiteres unvergessliches Formel E-Rennerlebnis in der Schweiz.“

Frage: Vergangenen Freitag veröffentlichte die Formel E den neuen Rennkalender für Saison 6, die Schweiz wurde nicht mehr berücksichtigt.Wie beurteilen Sie diese Entscheidung?

Parroni:“Natürlich hätte es uns als globaler Partner der Formel E der ersten Stunde gefreut, wenn ein Schweizer Austragungsort auch 2019/20 auf dem Formel E-Rennkalender stehen würde. Die Festsetzung der Veranstaltungsorte liegt aber allein im Ermessen der Formel E. Wir respektieren deren Entscheid und sind überzeugt, dass die kommende Saison attraktives Renngeschehen rund um den Globus bieten und Schaufenster innovativer E-Mobilität sein wird.“

Frage: Welche Summe kostet Julius Bär das Titelsponsoring des Swiss E-Prix?

Parroni: „Wir geben keine Sponsoring-Beträge bekannt.“

Frage: Hält Julius Baer immer noch Anteile an der Formel E oder wurden die Anteile abgestoßen?

Parroni: „Wir sind nach wie vor ein Investor der Formel E.“

Frage: Die Formel E ist in den letzten fünf Jahren stark gewachsen, entwickelte sich von einer Nischenserie zu einer voll anerkannten Rennserie. Welche Folgen hat das rasante Wachstum für Julius Bär?

Parroni: „Die Formel E hat die letzten Jahre eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Anfangs noch belächelt, erreicht die Formel E inzwischen rund 40 Millionen TV-Zuschauer weltweit. Die neue Rennserie trifft den Nerv der Zeit. Mit ihren modernen Elektroautos vermittelt sie eine Vision der Zukunft der Mobilität und demonstriert das Potenzial nachhaltiger Energien und innovativer Technologien.

Unser Mut, 2014 in die neue unbekannte Rennserie einzusteigen, hat sich gelohnt. Wir konnten die letzten Jahre auf dieser Erfolgs- und Entwicklungswelle mitreiten. Mit dem Formel-E-Engagement haben wir es geschafft, den Brand Julius Bär weltweit bekannt zu machen und uns als eine dynamische, verantwortlich denkende Bank zu präsentieren.“

Frage: Wie zufrieden sind Sie mit der exklusiven Partnerschaft mit dem Formel-E-Team BMW i Andretti Motorsport?

Parroni: „Wir sind sehr zufrieden. Wir konnten unsere Partnerschaft mit BMW über die letzten Jahre sukzessive ausbauen. Das exklusive Engagement beim BMW-Team, ebenfalls seit der ersten Stunde bei der Formel E involviert, ist eine ideale Ergänzung zu unserer globalen Partnerschaft mit der Rennserie. Es ermöglicht uns beispielsweise, unseren Kunden am Rennen einmalige und einzigartige Einblicke in einen Rennstall oder in den Pitlane-Bereich zu bieten. Zudem haben wir unsere strategische Partnerschaft in Bereiche ausserhalb der Formel E ausgeweitet.“

Frage: Nutzen Sie den FANBOOST?

Parroni: „Ja, das tue ich, der FANBOOST ist eine einmalige Sache, die man nur in der Formel E kennt. Wobei ich natürlich Fairness walten lasse und darauf achte, dass schliesslich alle Fahrer von mir einen Powerschub erhalten.“

Abschließende Frage: Wer ist ihr Lieblingsfahrer und wer gewinnt die Formel-E-Meisterschaft 2018/2019?

Parroni: „Auch da möchte ich mich nicht festlegen. Wir sind seit der ersten Stunde Partner der Formel E, kennen sämtliche Fahrer und respektieren deren Leistungen. In diesem Sinne, möge am 14. Juli in New York der beste Fahrer auf dem Siegerpodest der Formel-E Meisterschaft stehen.“

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