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FE: Quo vadis, Pechito? Fragezeichen bei Jose Maria Lopez

Jose Maria Lopez (ARG), GEOX Dragon Racing, in the press conference ©FormulaE

Jose Maria Lopez steht vor einer ungewissen Formel-E-Zukunft bei Geox Dragon Racing. Wie das Fachportal ‚e-racing365.com‘ meldet, macht sich der 36-jährige Argentinier Gedanken darüber, ob er seine Karriere beim US-Rennstall von Teamchef Jay Penske fortsetzt.

Denn der dreifache Tourenwagenweltmeister in der WTCC schiebt gehörig Frust ob der ausbleibenden Erfolge in der Elektrorennserie. Zweifel an einer gemeinsamen Zukunft mit Dragon kamen nach dem enttäuschenden Abschneiden beim Berlin E-Prix auf, als Lopez – bekannt als „Pechito“ – gegenüber dem lateinamerikanischen Pay-TV-Netzwerk ‚Fox Sports Latin America‘ seine Unzufriedenheit zum Ausdruck brachte. „Wir werden versuchen, die Saison so gut wir können zu beenden“, so das Statement von Lopez.

Ausbleibende Erfolge mit Dragon

Der Stachel sitzt tief beim Argentinier, denn in dieser Saison kommt der Teamkollege von Maximilian Günther einfach nicht in die Erfolgsspur. Acht „Nullnummern“ lieferte ‚Pechito‘ bereits ab. Ein neunter Platz in Chile und Platz 10 in Monaco waren bisher die magere Ausbeute des 36-Jährigen. Zum Vergleich: Bei seinem Einstieg in die Formel E 2016/17 – damals für das britische Team Virgin – erzielte Lopez als Rookie in zehn Rennen sieben Top-10-Resultate, zweimal stand er sogar auf dem Siegespodest.

Die starken Leistungen damals nützten Lopez allerdings nichts, denn Virgin setzte ihn knallhart vor die Tür und verpflichtete stattdessen den Briten Alex Lynn. Die Formel-E-Karriere „Pechitos“ schien zu Ende. Als jedoch der Schweizer Neel Jani beim Dragon-Team nach einem suboptimalen Saisonauftakt Ende 2017 in Hongkong das Handtuch warf, griff Teamchef Penske zu und verpflichtete Lopez für den Rest der vierten Saison. Bei seiner Premiere im Dragon-Team holte der Routinier beim Marrakesch E-Prix auf Anhieb Platz 6. Zwei weitere Top-10-Resultate folgten in der vergangenen Saison.

In diesem Jahr kam jedoch der gnadenlose Absturz, der sicherlich auch damit zusammenhängt, dass Dragon kein konkurrenzfähiges Paket auf die Beine stellen konnte. Der Penske EV-3 fährt der Konkurrenz meistens hinterher. Ausnahme: Teamkollege Günther setzte beim Regenrennen in Paris mit Platz 5 ein fettes Ausrufezeichen.

Lopez und Vergne ©EHirsch

Beim Berlin E-Prix setzte sich der Abwärtstrend für Lopez fort, der über Platz 20 nicht hinauskam. Auf Platz 14 liegend ging ihm wenige Sekunden vor dem Ziel die Batterieenergie aus und wurde nach hinten durchgereicht. Nach dem Rennen trat er zusammen mit Tabellenführer Jean-Eric Vergne und Andre Lotterer die Heimreise Richtung Frankreich an (siehe Foto).

Lopez liegt in der Fahrerwertung abgeschlagen auf Platz 21 mit drei mageren Pünktchen. Günther, der drei Rennen weniger als Lopez bestritten hat, liegt sogar vier Plätze vor ihm. In der Teamwertung belegt der US-Rennstall Platz 10, lediglich das chinesische Team NIO ist bislang noch schlechter.

Wohin geht die Reise?

Ob Lopez seine Formel-E-Karriere überhaupt fortführen wird, steht noch in den Sternen. „Wenn ich nicht die Möglichkeit habe weiterzumachen, ist das für mich nicht schön, denn ich werde das Gefühl nicht los, dass ich noch nicht das erreicht habe, was ich wollte“, deutet der Argentinier einen möglichen Abschied von Dragon an.

„Ich habe eine Option mit dem Team (für die sechste Saison 2019/20), aber diese Möglichkeit garantiert einem noch nicht das Cockpit. Wir müssen uns als Team hinterfragen. Wenn sie glücklich sind und auch ich glücklich bin, dann sehen wir weiter“, erklärt Lopez.

Immerhin hat ‚Pechito‘ seine Teilnahme für die letzten drei Saisonrennen in Bern (22. Juni) und New York (13. und 14. Juli) an der Seite von Maximilian Günther bestätigt. Womöglich die Abschiedstournee für Lopez in der Formel E?

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