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DTM: Philipp Eng:’Wünsche mir Kimi Raikkonen als Gaststarter‘

Philippe Eng (c)BMW

Die DTM bestreitet am Wochenende in Misano ihre Saisonrennen 5 und 6. Als Tabellenführer reist Philipp Eng (BMW) nach seinem Premierensieg in Zolder an die Adria. Der 29-jährige Salzburger schwebt derzeit auf Wolke 7, der beim Gastspiel in Italien mit dem Gastauftritt von MotoGP-Star Andrea Dovizioso (Audi) auf ein postives Rennwochenende hofft.

Bei der gestriegen DTM-Telefonpressekonferenz sprach der Österreicher über seine Vorbereitungen für die kommenden Rennen, wie sein Team nach dem enttäuschenden Saisonauftakt in Hockenheim in die Erfolgsspur zurückkehrte und wie er die drei anstehenden Rennen in Folge auf unterschiedlichen Rennautos meistert. Außerdem verrät uns der BMW-Pilot, welchen Fahrer er sich als Gastfahrer in der DTM wünscht und in welcher Serie er gerne als Gaststarter antreten würde.

Frage: Philipp Eng, wie viele Text-Nachrichten hast du seit deinem Premierensieg in Zolder erhalten?

Philipp Eng: „Ja, schon sehr viele. Es war wunderschön, dass so ein großer Zuspruch war. Ich habe ein paar Tage gebraucht, bis ich alle Nachrichten beantwortet habe. Ich wollte sie alle persönlich beantworten, das ist mir zum Glück gelungen. Es war ein fantastischer Tag, ein fantastisches Wochenende. Ich habe mich über jede einzelne Nachricht sehr gefreut, die mich erreicht hat.“

Frage: Ändert sich Ihre Vorbereitung als DTM-Tabellenführer dadurch für Misano?

Eng: „Es ändert sich nichts, in keinster Weise. Es ist immer noch extrem früh, wir sind gerade mal 4 Rennen gefahren, das sind ‚Early Days‘. Es ist eine schöne Momentaufnahme. Ich versuche nicht, etwas Anderes zu machen, sondern bereite mich vor wie bisher. Die Vorbereitungen beim Team RBM starten am Dienstag oder Mittwoch vor jedem Rennwochenende. Wir versuchen nicht, das Rad neu zu erfinden, sondern uns auf den wesentlichen Dingen zu konzentrieren.

Philipp Eng feiert in Zolder Debütsieg DTM 2019 ©BMW

Das heißt, nicht jedes Rennen gewinnen, sondern im Rennen und im Qualifying im Idealfall konstant zu punkten. Wir müssen noch einige Rennen fahren, bis abgerechnet wird. Ich mache mir da keinen großen Kopf drüber.“

Frage: Letztes Jahr gab es ein Nachrennen in Misano, am Wochenende wird bei Taglicht gefahren. Was ändert sich dadurch für dich in der Vorbereitung?

Eng: „Letztes Jahr war das nicht so einfach ins Rennwochenende reinzukommen. Am Vormittag bist du am Strand gesessen und hast einen schönen Cappuccino getrunken. Von daher war es nicht einfach ins Rennen zu kommen, es war alles ‚Out of Sequences‘. Dieses Mal werden die Abläufe und Prozesse in Misano genau so sein wie bei jedem anderen Rennen. Am Rennwochenende wird es deutlich wärmer als letztes Jahr. Ich hoffe auf schöneres Wetter, es waren im Vorjahr ganz schöne Wetterkapriolen, ohne denen ich wahrscheinlich keine Punkte gemacht hätte.

Es wäre schön, wenn wir konstante Bedingungen haben, Misano ist nämlich eine Superrennstrecke, auf die ich mich sehr freue und hoffe auf ein gutes Wochenende.“

Frage: Nach dem enttäuschenden Saisonauftakt in Hockenheim, wie schafften Sie und ihr Team es so schnell in die Erfolgsspur zurückzukehren?

Eng: „Es war alles andere als einfach, das neue Auto im Regen in der Formationsrunde zu fahren. In solchen Situationen stelle ich mir immer die Frage, habe ich Einfluss darauf. Ich musste es verneinen. Wir haben sehr gute Ingenieure und Mechaniker, alles was ich in diesem Moment machen könnte, war Vertrauen zu Ihnen.

Wir haben die Kurve gekriegt, meine Jungs haben in Hockenheim über 40 Stunden nicht geschlafen, das verdient sehr viel Respekt. Es war für mich eine zusätzliche Motivation, am Sonntag im Rennen und im Qualifying wie immer alles zu geben, aber vielleicht das Quäntchen mehr. Ich habe Ihnen kein besseres Geschenk machen können, als die Pole-Position und den vierten Platz im Rennen. Ich habe mich extrem für jeden im Team gefreut, da es nach dem Samstagrennen schwierig war, positive Stimmung zu verbreiten.

Als Fahrer kommt es genau darauf an, du hast einen großen Einfluss auf die Leute um dich herum. Ich habe immer versucht, positiv zu bleiben, habe Ihnen Espresso gebracht und sie ein wenig versorgt. Das ist mir ganz gut gelungen. Darauf bin ich sehr stolz.“

Philipp Eng, BMW in Zolder ©BMW

Frage: Sie haben drei stressige Wochen vor sich, Misano, danach Le Mans (WEC) und das 24-h-Rennen am Nürburgring. Worauf kommt es in der Vorbereitung an und wie schwierig ist es, sich auf die drei unterschiedlichen Autos einzustellen?

Eng: „Die Unterschiede zwischen den Autos sind schon enorm, zwischen den BMW M4 DTM, BMW M8 GTE und den BMW M6 GT3. Ich bin auf allen drei Autos mittlerweile sehr erfahren, speziell in GT-Autos.

Im M8 war ich von der Stunde Null in der Entwicklung involviert und im Testbetrieb, im M6 bin ich im Rennbetrieb drei Jahre lang gefahren und in der DTM bin ich auch im zweiten Jahr dabei. Ich glaube, ich habe ein sehr gutes Verständnis, was jedes Auto für sich braucht und wofür es steht. Der Umstieg fällt mir nicht schwer, das ist kein Problem.

Gestern in Le Mans waren die ersten zwei Runden ein wenig eine Umstellung, aber danach gab es kein Problem mehr. Die drei Wochen werden natürlich jetzt stressig, aber es ist nicht so, dass mich jemand an den Haaren in die Arbeit ziehen muss. Ich genieße es sehr, was ich machen darf. Die Vorfreude ist extrem groß auf diese drei Events. Daher fällt es mir nicht schwer, dass ich mich darauf einstelle und bereit bin.“

Frage: Mit Andrea Dovizioso fährt ein MotoGP-Superstar als Gaststarter in Misano gegen die erfahrenen DTM-Piloten. Welchen Gaststarter wünschen Sie sich gegen den Sie fahren möchten?

Eng: „Wenn ich mir einen Gaststarter für die DTM wünschen könnte, dann wäre das Kimi Raikkonen. Ich habe ihn noch nie live getroffen. Vor diesen Hintergrund wäre es für mich persönlich cool. Ich würde es interessant finden, wie sich ein Formel-1-Fahrer bei uns in der DTM schlägt. Es geht nicht darum, einen direkten Vergleich zu haben, sondern zu sehen, wie würde er sich anstellen. Für die DTM wäre es total cool, wenn so ein einzigartiger Charakter wie er einen Gaststart bei uns machen würde.“

Frage: Und in welcher Serie würden Sie gerne als Gastfahrer antreten?

Eng: „Ich wünsche mir einen Gaststart in der Formel E oder in der WRX Rallyecross. Das wäre cool, ich verfolge die WRX-Serie. Ich bin auch ab und zu auf iRacing in der WRX unterwegs, das macht mir extrem viel Spaß. Wenn sich mal eine Möglichkeit ergibt, so ein Auto zu fahren, das wäre echt cool.“

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