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DTM: Moderatorin Andrea Kaiser im Interview: ‚Freue mich auf Dovizioso in Misano‘

Andrea Kaiser, Axel Schulz ©Markus Kehl,DTM,ITR

Die Formel E hat in Berlin viele prominente Gesichter elektrisiert. Ex-Fußball Nationalspieler Lothar Matthäus und Arne Friedrich waren an die Spree gekommen, Smudo, der Frontmann der „Fantastischen Vier“, drehte sogar einige Runden im Formel-E-Testwagen, Sänger Andreas Bourani und die viermalige „Ironman Hawaii“-Siegerin Daniela Ryf, Stefanie Giesinger, Sophia Flörsch, Michele Mouton, Vize-Rallyeweltmeisterin von 1982, Jean Todt und Nico Rosberg ließen sich den Berlin E-Prix aus nächster Nähe nicht entgehen.

SAT.1-Moderatorin Andrea Kaiser (im Bild mit Axel Schulz), die in der Formel-E-Rahmenserie Jaguar I-Pace eTrophy engagiert ist, durfte ebenfalls nicht fehlen. Mit der DTM-Moderatorin konnte ich ich mich kurz vor Rennbeginn über die aktuelle DTM-Saison unterhalten, warum sie sich so sehr auf Misano freut und mit welchen DTM-Fahrer sie am liebsten ein Siegerinterview führt.

Frage: Frau Kaiser, wie haben Ihnen die bisherigen vier DTM-Rennen in Hockenheim und Zolder gefallen?

Andrea Kaiser: „Ganz ehrlich, die Rennen sind spannender als je zuvor. Ich liebe es, wenn Fahrer, die in der Startaufstellung weiter hinten stehen, mit der richtigen Taktik bis nach vorne fahren. Die DTM ist eine der spannendsten und spektakulärsten Rennserien momentan. Ich bin sehr happy mit der DTM.“

Frage: Wie sehr freuen Sie sich auf Misano am kommenden Wochenende?

Kaiser: „Misano ist eine Strecke, wo man nicht gut überholen kann. Ich hoffe, das Wetter spielt diesmal besser mit als letztes Jahres, als es regnete. Ich hatte in Misano mein allererstes MotoGP-Rennen, von daher denke ich immer gerne zurück. Wir gehen nach Tavullia, wo auch MotoGP-Star Valentino Rossi lebt. Ich freue mich total darauf, den mein Mann (Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier) und mein Kind kommen mit, es wird ein kleiner Familienurlaub.

Und dann tritt im Audi RS5 MotoGP-Star Andrea Dovizioso als Gaststarter an…

Kaiser: „Ja, das ist super. Die Idee von Gerhard Berger war ja, dass Valentino Rossi und ‚Dovi’ gegeneinander fahren. Dann glaube ich, wäre in Misano alles komplett ausverkauft gewesen. Nach meinem Kenntnisstand wird Rossi auch vorbeikommen. ‚Dovi’ war schon mal als Gast bei meinem Mann im Rallyeauto gesessen. Er liebt das. Er wird toll sein, er kennt die Strecke sehr gut und wurde von Mattias Ekström sehr gut vorbereitet.“

Frage: Was macht für Sie am meisten Spaß, beim DTM-Rennen Interviews zu führen und wer ist ihr Lieblingsinterviewpartner?

Kaiser: „Wenn man mit dem Sieger das Interview führt, ist es natürlich schöner. Mein Kollege Matthias Killing beschwert sich immer, dass er zu den Fahrern darf, die keine gute Laune haben. Wir haben das irgendwann mal so aufgeteilt und darauf belassen wir es auch. Natürlich ist es schön, mit Rene Rast ein Interview zu führen, ich bin privat mit Rene befreundet.

Ich glaube, das merkt man auch und ich versuche es, nicht zu verstecken. Ich freue mich natürlich sehr, wenn er dann da ganz oben steht. Ich habe mich auch unglaublich für Jamie Green gefreut, dass er wieder auf dem Podest stand. Ich mag den Bruno Spengler sehr gern, es gibt in der DTM unglaublich viele nette Menschen.“

Frage: Welcher Fahrer sorgte Ihrer Meinung nach für die bisher größte Überraschung?

Kaiser: „Philippe Eng ist zwar kein Rookie mehr, aber es hat mich unglaublich gefreut, dass er seinen ersten Sieg geschafft hat. Und ich finde Sheldon van der Linde großartig, seinen Bruder kenne ich noch aus GT-Masters-Zeiten. Der ist ein richtig, richtig guter Typ. Ich glaube, da werden wir diese Saison noch einen Sieg von ihm erleben.“

Frage: Und dann gäbe es natürlich ein Siegerinterview mit dem BMW-Rookie?

Kaiser: „Das wäre ja ganz süß. Mein Co-Kollege hat neulich mit ihm ein Interview in Englisch geführt. Nach dem Interview hat Sheldon zu ihm gesagt: ‚Du kannst mit mir auch deutsch reden’. Sein Bruder Kelvin spricht ja fast akzentfrei deutsch. Es ist eine sehr coole Familie.“

Frage: Wie gefällt Ihnen hier in Berlin die Formel E?

Kaiser: „Ich finde sie super. Ganz ehrlich, die Formel E ist anders. Es ist nicht der Anspruch, wie die Formel 1 oder DTM zu sein. Hier geht es darum, eine andere jüngere Zielgruppe anzusprechen. Es geht darum, Interaktion mit den Fahrern zu machen, beispielsweise den FANBOOST. Die Formel-E-Autos sehen geil aus. Alejandro Agag ist ähnlich wie Gerhard Berger ein super Visionär, der aus der Serie das Maximale rausholt. Ich mag die Serie. Ich bin gerne hier, weil man Kinder problemlos mitnehmen kann. Es gibt keine Ohrenprobleme.“

Frage: Interessiert sich ihr Ehemann Sebastien Ogier für die Formel E?

Kaiser: „Ja, doch. Er war auch mit mir beim Saisonauftakt in Saudi-Arabien und er kommt mit mir zum Finale nach New York. Wir sind mit Toto Wolff und Susie Wolff sehr gut befreundet, wir freuen uns, Fritz Enzinger von Porsche dort zu treffen. Bruno Spengler wird übrigens auch nach New York als Ersatzfahrer für BMW kommen. Da machen wir uns ein wirklich schönes Wochenende. Wir freuen uns richtig darauf.“

Sebastien Ogier, Andrea Kaiser ©DTM

Frage: Fehlt eigentlich nur noch DTM-Experte Timo Scheider, der ja für Eurosport schon als Formel-E-Co-Kommentator hinter dem Mikro saß?

Kaiser: „Genau, aber ich glaube, Timo ist sehr verliebt in seine Rallyecross-Autos. Er ist noch ein Rennfahrer der ganz alten Schule im besten Sinne, der laute Autos liebt. Timo ist ein ganz fantastischer Typ fürs Fernsehen, ich weiß, seine Frau hört das nicht so gerne. Er ist ein unglaublich guter Experte, der nicht nur optisch gut aussieht, sondern noch den Inhalt dazu bringt, ähnlich übrigens wie Martin Tomczyk. Auch Tomczyk ist ein sensationeller Experte. Mit diesen beiden Experten macht die Arbeit doppelt Spaß. Sie passen sehr gut ins ran-Team.“

Frage: Wie kommt SAT.1 mit der DTM beim Zuschauer an?

Kaiser: „Grundsätzlich kommt es gut an, da wir uns mehr um die Fahrer kümmern, mehr die Persönlichkeiten herausstreichen. Wir nehmen uns mehr Zeit, zeigen die Siegerehrung. Ein Kritikpunkt ist, das kann ich auch verstehen, dass wir Werbung einblenden. Privatfernsehen lebt davon, ansonsten kannst du ein Fernsehrecht nicht zeigen. Das ist das Problem.

Klar schaue ich mir lieber Rennen ohne Werbung an, dafür haben wir halt den Splitscreen und man kann es im Livestreaming via www.ran.de sehen. Werbung muss sein, davon lebt die Tatsache, dass wir die DTM zeigen.

Sehen Sie sich die MotoGP an. Sie war zwar bei Eurosport, es haben aber immer weniger Leute geguckt. Ziel ist es, dass der Motorsport das größtmögliche Publikum erreicht. Das bekommt man eher im Free-TV als im Bezahlfernsehen. Pay-TV bedeutet, der Zuschauer bezahlt und sieht Rennen ohne Werbeunterbrechung. Es gibt immer die zwei Seiten der Medaille.“

 

 

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