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FE: HWA verpasst Podium beim Heim-E-Prix in Berlin

Stoffel Vandoorne (BEL), HWA Racelab, VFE-05 ©HWA

HWA Racelab hat einen Podiumsplatz in Berlin verpasst. Beim Heimrennen kam Stoffel Vandoorne auf Platz 5, Teamkollege Gary Paffett musste mit Platz 16 vorliebnehmen. Die Punkteserie von HWA aus den vergangenen drei Formel-E-Rennen setzte sich auch in der deutschen Bundeshauptstadt fort.

Dabei hatte sich die deutsche Mannschaft aus Affalterbach eine sehr gute Ausgangsposition für das Rennen erarbeitet. Beim Qualifying am Samstagmorgen erwischte HWA einen Auftakt nach Maß. Auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof legte der belgische Publikumsliebling (10x Fanboost in 10 Rennen) Vandoorne in der dritten Qualifying-Startgruppe die Bestzeit vor. Kurz darauf zog Paffett mit der viertbesten Zeit nach.

Zum ersten Mal nach Hongkong waren damit wieder beide HWA-Piloten für die Super-Pole-Session qualifiziert. Im Shootout der schnellsten sechs Piloten sicherte sich Vandoorne Platz 2 hinter Pole-Setter Sebastien Buemi (Nissan), Teamkollege Paffett kam neuerlich auf Platz 4. Die Plätze in der ersten und zweiten Startreihe bedeuteten eine Top-Ausgangspositionen für das Rennen.

„Alles in allem war es ein positives Rennen für mich“, so Vandoorne. „Natürlich, wenn man auf P2 startet, will man auch auf das Podium. Von daher bin ich auch ein wenig enttäuscht“, erklärte ein enttäuschter Vandoorne nach Rennende. Der Belgier konnte sich beim Rennstart gut behaupten und verteidigte zunächst Platz 2. Doch Audi-Pilot Lucas di Grassi wartete nicht lange mit einer Attacke und ging auf der langen geraden vor Turn 6 innen an den Belgier vorbei.

In der Folgezeit konnte Vandoorne aber mit zahlreichen sehenswerten Manövern den dritten Platz gegen die anstürmenden Verfolger Alex Lynn (Jaguar), Daniel Abt (Audi), Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) und Antonio Felix da Costa (BMW) verteidigen. Auch in der turbulenten Phase, als die Teams erstmals ihre Attack Modes einsetzten, blieb der Belgier auf Podiumskurs. In der zweiten Rennhälfte konnte Vandoorne dann aber dem Druck von Vergne und Felix da Costa nicht mehr standhalten und musste sie passieren. Nach 37 Runden über die 2,375 km lange Strecke kam der 27-jährige HWA-Pilot auf dem fünften Rang ins Ziel.

„In der Vergangenheit war unsere Renn-Pace immer etwas niedriger als die der anderen – wenn man das bedenkt, ist mein fünfter Platz heute ein starkes Ergebnis“, so Vandoorne. „Ich bin happy, dass ich wieder Punkte für das Team holen konnte. Wir haben hier in Berlin auch wieder viele Erkenntnisse hinzugewonnen“, ergänzte der Belgier.

Gary Paffett und Stoffel Vandoorne, HWA ©HWA

Enttäuschung pur dagegen bei Teamkollege Paffett. Der vom vierten Platz gestartete Brite hatte gleich zu Beginn Pech. Beim Start verteidigte Paffett seine vierte Position, berührte allerdings bei einem engen Positionskampf mit di Grassi und Lynn die Mauer der Streckenbegrenzung. In der Folge konnte er mit seinem beschädigten Fahrzeug die Pace der Spitze nicht mehr mitgehen und verlor mit zunehmender Dauer an Positionen.

Paffett wurde Platz um Platz durchgereicht. Zur Rennmitte rutschte der DTM-Champion von 2018 aus den Top-Ten und verlor bis ins Ziel weitere Plätze. Am Ende landete Paffett nur auf Platz 16, Ernüchterung machte sich breit. „Das war ein enttäuschender Rennverlauf für mich, schließlich bin ich von P4 gestartet“, hielt Paffett fest. „Der Start lief noch ganz gut, doch dann musste ich einem Konkurrenten ausweichen und berührte die Mauer. Da verlor ich gleich ein paar Positionen. Im Anschluss hatte ich – aus welchem Grund auch immer – nicht mehr genug Pace bis zum Schluss des Rennens. Außerdem hatte ich sehr mit der Balance des Autos zu kämpfen“, ärgerte sich der Brite.

HWA-Teamchef Ulrich Fritz war die Enttäuschung ob des verpassten Podiumsplatz anzumerken. „Was das Ergebnis angeht, haben wir heute sehr gemischte Gefühle“, sagte Fritz. „Stoffel hat hart gekämpft und konnte schließlich auf dem fünften Platz landen – was ein wirklich gutes Resultat ist. Gary hatte einige Probleme mit dem Auto, nachdem er in den ersten Runden in die Wand geschoben wurde.

Wir müssen das überprüfen, da er nach dem Vorfall einfach kein Tempo mehr hatte und nicht mit den anderen mithalten konnte. Es ist eine Schande, denn er hätte es verdient, nach dem starken Qualifying in die Punkte zu kommen. Ein großes Dankeschön an das Team. Sie haben bei ihrem Heimrennen in Berlin gute Arbeit geleistet“, notierte der HWA-Verantwortliche.

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