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FE: Pascal Wehrlein: Nicht happy mit Monaco-Ergebnis

Pasacal Wehrlein Mahindra ©FIAFormulaE, Photo by Sam Bloxham / LAT Images)

Schade Pascal Wehrlein. Der deutsche Mahindra-Pilot verpasste als Vierter beim prestigeträchtigen Monaco E-Prix nur knapp einen Podestplatz.

Kein Siegerfoto in der Fürstenloge, keine Champagnersause im Fürstentum, dafür jede Menge Frust bei Wehrlein. Der Deutsche leistete sich in der neunten Runde beim Einbiegen in Sainte Devote einen kapitalen Bremsfehler, der ihn möglicherweise um den Sieg brachte.

„Heute bin ich nicht zufrieden mit dem Ergebnis, wir hätten Zweiter werden sollen. Wir waren eindeutig das schnellste Auto auf der Strecke, aber ich beging einen kleinen Verbremser, der mir zwei Plätze und uns das Podium kostete“, ärgerte sich Wehrlein maßlos.

Wehrleins Unmut bekam nach Rennende unter anderem ARD-Moderator Claus Lufen zu spüren, der gemeinsam mit Co-Kommentator Bruno Spengler – Formel-E-Ersatzpilot bei BMW – vergeblich auf ein Live-Interview in der Mahindra-Box wartete.

Der Deutsche startete den Monaco E-Prix aus der ersten Startreihe, nachdem er nach einer starken Vorstellung im Qualifying nur eine Zehntel Sekunde langsamer als der Schnellste Jean-Eric Vergne war. In der Superpole kam der Formel-E-Rookie auf Position 4. Da Nissan-Pilot Oliver Rowland und Mitch Evans (Jaguar) jeweils Startstrafen erhielten, rückte Wehrlein automatisch auf Platz 2 vor.

Gute Pace vom Start weg

Beim Start kamen alle 22 Piloten gut weg, Disziplin war oberstes Gebot. Gerade das Einbiegen in der ersten Kurve in Sainte Devote gilt als Drahtseilakt. Vergne behielt die Führung vor Wehrlein, Rowland und Massa.

Dann folgte der verhängnisvolle Fehler in Runde 9:  Zu diesem Zeitpunkt kämpfte der 24-jährige Sigmaringer noch um den Gesamtsieg in den Häuserschluchten im Fürstentum, der Pole-Setter Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) dicht auf den Fersen lag. Wehrleins Faux-Pas nutzten Oliver Rowland (Nissan) und Felipe Massa (Venturi) eiskalt aus und schlüpften auf dem Weg Richtung Haarnadelkurve 3 an den Mahindra-Piloten vorbei.

Und auch Sebastien Buemi (Nissan) versuchte noch Kapital aus dem Missgeschick zu schlagen – vergeblich. Von Position 4 aus machte Wehrlein Jagd auf das Führungstrio. Die ersten Vier setzten sich vom Verfolgerfeld immer weiter ab und machten den Sieg unter sich aus.

Jean-Eric Vergne (FRA), DS TECHEETAH, DS E-Tense FE19 leads Pascal Wehrlein ©FIAFormulae

Der Mahindra-Pilot konnte den Anschluss an die Spitze halten und hatte auch realistische  Chancen aufs Siegespodest gehabt, denn der Mahindra M5-Electro lief wie ein Uhrwerk. „Pascals Qualifikations- und Rennpace war phänomenal und das ist sehr ermutigend. Ohne seinen kleinen Fehler hätten wir heute ein Podium gehabt“, zeigte sich Mahindra-Teamchef Dilbagh Gill sichtlich zufrieden.

Wehrlein versuchte alles, doch noch Platz 3 zu erobern. Er setzte Massa gehörig unter Druck, fand aber keinen Weg, an den cleveren Venturi-Piloten vorbeizukommen. Die Brechstange packte Wehrlein jedoch nicht aus, um zumindest die 12 Punkte sicher nach Hause zu fahren. Einen letzten Angriff schaffte der Mahindra-Fahrer in der Schlussrunde nicht mehr. Dennoch war der Aufwärtstrend bei Wehrlein unverkennbar, der sich mit der schnellsten Rennrunde einen weiteren Punkt für die Meisterschaft einkassierte.

„Positiv ist, dass unser Qualifying und unser Renngeschwindigkeit heute fantastisch waren und ich freue mich schon sehr darauf, nach Berlin zu kommen und dort um den Sieg zu fahren“, so Wehrlein.

Für den E-Prix in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin am 25. Mai und die übrigen drei Saisonrennen zeigt sich Teamchef Gill optimistisch. „Viele Dinge sind sehr ermutigend und wir haben die Rennpace, die wir in Paris und heute zeigten, wieder gefunden. Es ist ein gutes Zeichen für den Rest der Saison“, so Gill.

Mahindra-Protest gegen Vergne & Rowland abgelehnt

Nicht optimal verlief nach Rennende der Protest Mahindras. Da bei Sieger Vergne und Rowland ein zu geringer Reifendruck vermutet wurde, legte der indische Rennstall offiziell Protest ein. Doch dieser ging ins Leere, da Mahindra direkt gegen den Franzosen und den Briten protestierte. In der Formel E ist jedoch der Protest gegen den Wettbewerber- also DS Techeetah und Nissan- zu richten. Darüber hinaus ging der Protest nicht direkt an die Adresse des obersten Rennkommissars Paolo Longini.

Für Wehrleins Teamkollegen Jerome d’Ambrosio verlief der Monaco E-Prix unbefriedigend, der als Elfter leer ausging. Der Belgier verspielte alle Chancen auf ein Top-Ten-Resultat bereits im Qualifying, wo er über Platz 17 nicht hinauskam. Dazu kam das Handicap einer Grid-Strafe von drei Startplätzen, die er sich beim Paris E-Prix wegen eines Vergehens gegen Virgin-Pilot Sam Bird einfing.

„Es war heute ein schwieriges Rennen für mich.. Ich habe es zwar noch geschafft, ein paar Positionen von meinem Startplatz aus gut zu machen, aber es reichte nicht, Punkte zu sammeln. Es schien leider, dass wir nicht die Pace in diesem Rennen haben, daher müssen wir versuchen, das herauszufinden und es für Berlin verbessern“, erklärte ein enttäuschter d’Ambrosio.

In der Meisterschaft liegt der Belgier mit 65 Punkten auf Position 7, immer noch mit realistischen Chancen auf die Titelkrone. Wehrlein belegt mit 51 Zählern Platz 12. In der Teamwertung bleibt Mahindra auf Platz 4.

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