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DTM: BMW in Zolder: Rückkehr an historische Stätte

Timo Glock BMW M4 DTM ©BMW

Die DTM gastiert am Wochenende zum zweiten Saisonlauf im belgischen Zolder. BMW kehrt auf historisches Terrain zurück.

Dort fand 1984 das erste DTM-Rennen überhaupt statt, und den Sieg sicherte sich damals Harald Grohs im BMW 635 CSi. Zuletzt fuhr die DTM 2002 in Zolder, nun gastiert die Tourenwagenserie wieder auf der traditionsreichen Strecke.

Für alle 18 DTM-Piloten ist Zolder Neuland, was DTM-Rennen betrifft. „Ich habe mir heute mittag Zolder Onboard angeschaut“, sagte Timo Glock gestern in einer DTM-Telefonpressekonferenz. „Ich bin dort noch nie gefahren, in keiner Nachwuchsklassen. Es sieht alles sehr eng aus, Stop-and-Go ein bisschen, wenig Auslaufzonen. Ich bin gespannt, wie es sich im DTM-Auto anfühlt. Ich freue mich darauf mal wieder auf einer neue Rennstrecke zu fahren“, freut sich Glock auf die Premiere.

BMW-DTM-Fahrer Marco Wittmann reist als Führender der Fahrerwertung nach Zolder. Beim Saisonauftakt vor zwei Wochen in Hockenheim hatte Wittmann am Samstag die Poleposition und den Sieg geholt, am Sonntag sammelte er mit Startplatz zwei und Rang acht im Rennen weitere Zähler. Nach den ersten beiden Läufen der Saison hat Wittmann 34 Punkte auf seinem Konto.

Seit 1984 wurden in Zolder 22 DTM-Rennen ausgetragen. In 21 davon gingen BMW-Fahrer mit an den Start, und sie fuhren dabei neun Siege sowie insgesamt 24 Podiumsplätze ein. Für das belgische BMW Team RBM ist das Rennwochenende in Zolder das erste Heimspiel in der DTM.

Im Rahmenprogramm des DTM-Wochenendes in Zolder startet die Saison der Tourenwagen Classics. Dabei geht ein historischer BMW M3 aus dem Jahr 1987 mit einer ganz besonderen Fahrerpaarung an den Start.

Der Belgier Eric van de Poele wird vor seinen heimischen Fans den BMW M3 fahren, mit dem er 1987 DTM-Champion wurde. Damals wie heute tritt an seiner Seite ein weiterer legendärer BMW Fahrer an: Marc Hessel.

Eric van der Pole BMW M3 ©BMW

Van de Poele und Hessel lieferten sich 1987 als DTM-Youngster und Teamkollegen im damaligen BMW-Team-Zakspeed einen spannenden Zweikampf um den Titel, den letztlich der Belgier beim Saisonfinale auf dem Salzburgring für sich entscheiden konnte.

Der historische BMW M3 wird in Zolder vom Team 2.0 Automotive eingesetzt. „Vor ein paar Wochen meldete sich mein Freund Marc bei mir und fragte, ob ich nicht mit ihm zusammen den Ex-Zakspeed BMW M3 fahren wollte. Natürlich war ich begeistert von dieser Idee“, sagt van de Poele.

Und Hessel meint: „Die hochemotionale Zeit bei BMW, in der wir die DTM-Titelentscheidung untereinander ausfochten, hat uns einander besonders verbunden. Unmöglich, da nicht in Erinnerungen aus dem Jahr 1987 zu schwelgen. Ich freue mich wirklich sehr auf den gemeinsamen Auftritt bei den Tourenwagen Classics und bin sicher, dass wir sehr viel Spaß haben werden.“

Und hier die Stimmen der aktuellen BMW-DTM-Piloten und ihren Verantwortlichen vor dem DTM-Wochenende in Zolder:

Lokalmatador Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM):
„Ich freue mich sehr, dass wir jetzt eine Rennveranstaltung in Belgien haben. Ich denke, dass sie sehr gut angenommen wird, und die Organisatoren in Zolder arbeiten sehr hart dafür, dass es eine erfolgreiche Veranstaltung wird.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich nicht allzu viel Zolder-Erfahrung habe. Das letzte Mal, dass unser RBM-Team dort gefahren ist, war 2010 in der FIA WTCC – und wir haben ein Rennen gewonnen. Es wird interessant, dort mit dem neuen BMW M4 DTM mit Turbo-Antrieb zu fahren. Denn Zolder ist eine eher langsame Strecke.

Wir fahren dort mit sehr viel Leistung und sehr hohem Top-Speed auf den Geraden, deshalb spielt das Bremsverhalten eine immens große Rolle. Ich hoffe, dass wir weiter Fortschritte machen wie in Hockenheim. Nach Sheldons sechstem Platz am Samstag und Philipps Poleposition und viertem Platz am Sonntag müssen wir den Schwung mit zur nächsten Veranstaltung nehmen. Nach dem guten Saisonauftakt müssen wir hart weiterarbeiten und versuchen, in Zolder daran anzuknüpfen.“

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG):
„Es wird ein spannendes Wochenende, denn für uns ist Zolder in der DTM neu. Unser Ziel ist zunächst, uns in der Vorbereitung bestmöglich aufzustellen – und damit die Basis für ein weiteres gutes Wochenende zu legen.

Wir müssen eben abwarten, wie wir auf der Strecke zurechtkommen. Wir haben dort keinerlei Erfahrungen, und ich selbst war zum letzten Mal vor über 20 Jahren in Zolder. Ich verbinde besondere Erinnerungen mit der Strecke, denn in Zolder war der Auftakt der Rennserie, in der ich Ende der 1990er-Jahre meine ersten Erfahrungen als Teamchef gesammelt habe.“

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):
„Zolder hat einen festen Platz in der Geschichte von BMW Motorsport. Dort gewann Harald Grohs 1984 im ersten DTM-Rennen aller Zeiten am Steuer des BMW 635 CSi. Viele weitere Erfolge folgten bis 1992. Nun freuen wir uns darauf, mit der neuen DTM an diese traditionsreiche Rennstrecke zurückzukehren.

Mit Blick auf die Autos der 2019er Generation ist es natürlich für alle eine neue Strecke. Wir sind sehr gespannt, wie sich das Kräfteverhältnis in Zolder gestalten wird. Der Auftakt in Hockenheim ist mit zwei Polepositions und einem Sieg erfolgreich für uns verlaufen. Daran wollen wir in Belgien anknüpfen. Eine besondere Bedeutung hat das Rennwochenende für das BMW Team RBM. Die Strecke liegt nur eine Autostunde vom Teamsitz entfernt.“

Joel Eriksson:
„Ich weiß nicht so wirklich, was mich in Zolder erwartet. Ich war noch nie dort, aber im Simulator sieht die Strecke so aus, als ob sie großen Spaß macht.

Mein Bruder ist dort vor zwei Jahren Rennen gefahren, und er hat mir erzählt, dass es eine wirklich coole Strecke ist. Wir werden dort hinreisen, die Strecke kennenlernen und auf dieser Basis weiterarbeiten.“

Bruno Spengler:
„Ich kenne die Strecke in Zolder noch nicht, aber es ist auch cool, auf eine Strecke zu gehen, auf der ich noch nie gefahren bin. Ich bin also sehr gespannt, wie es dort sein und wie unsere Performance aussehen wird. Wir haben gesehen, dass wir sowohl im Nassen als auch im Trockenen ein gutes Auto haben.

Wir müssen noch daran arbeiten, im Rennen über die Distanz ein bisschen stärker zu werden. Doch insgesamt haben wir im neuen BMW M4 DTM ein gutes Paket, und das Team hat super Arbeit geleistet. Konkrete Erwartungen für Zolder zu formulieren, ist noch etwas schwierig, da ich den Kurs nicht kenne. Doch ich lasse mich überraschen und freue mich darauf, auf eine neue Strecke zu gehen.“

Marco Wittmann:
„Ich kenne Zolder zwar bereits, aber es ist doch schon zwölf Jahre her, dass ich dort mit der Formel BMW gefahren bin. Es ist ein sehr enger, kleiner Kurs mit wenigen Geraden und keine typische DTM-Rennstrecke. Ich denke, dass das Qualifying extrem wichtig sein wird, denn Überholen könnte in Zolder schwierig sein.

Auch die Kerbs in den Schikanen werden ein großes Thema sein, ob wir mit dem DTM-Auto darüber fahren können oder ob wir sie besser meiden sollten. Es wird auf jeden Fall spannend, am Freitag dort das erste Training zu fahren. Es ist eine neue Rennstrecke im Kalender, daher muss man versuchen, sich schnell darauf einzustellen und von Anfang an in einen guten Rhythmus zu finden. Und dann hoffen wir auf ein gutes zweites Rennwochenende der Saison.“

Timo Glock:
„Zolder kenne ich bisher nur aus dem Fernsehen, und ich bin schon sehr gespannt, was uns dort erwartet. Auch, weil unser Auto noch sehr neu ist. Es wird also eine Herausforderung, sich mit der kurzen Fahrzeit, die uns zur Verfügung steht, darauf einzustellen.

Ich werde mir noch weitere Onboard-Aufnahmen ansehen und mich gemeinsam mit dem Team so gut wie möglich auf Zolder vorbereiten. Ich freue mich auf eine neue Rennstrecke und eine neue Herausforderung.“

Philipp Eng:
„Ich bin 2017 mit dem BMW M6 GT3 in der Blancpain GT Series in Zolder gefahren. Die Strecke ist extrem technisch und gefällt mir sehr gut. Die Kerbs sind dort sehr hoch, und wir müssen aufpassen, dass wir die Fahrzeuge nicht beschädigen.

Es wird auf alle Fälle ein spannendes Wochenende. Ich denke, dass Überholen möglich sein könnte, aber dennoch wird eine gute Qualifying-Performance wieder wichtig sein. Ich hoffe, wie am Sonntag in Hockenheim wieder ganz vorne mitfahren zu können.“

Sheldon van der Linde:
„Zolder wird ein cooles Wochenende. Ich fahre dort zum ersten Mal, und ich bin noch neu in der DTM, also gibt es noch sehr viel, das ich lernen muss.

Doch ich denke, dass wir in Hockenheim gezeigt haben, dass wir schnell lernen können. Deshalb freue ich mich schon auf das Wochenende. Ich habe bereits in den ersten beiden Rennen beim Saisonauftakt so viel dazugelernt, und darauf möchte ich aufbauen. Ich bin Zehnter in der Meisterschaft, was nicht schlecht ist, und diesen Schwung nehme ich mit nach Zolder.“

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