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FE: Jean-Eric Vergne gewinnt Monaco E-Prix, Wehrlein Vierter

Siegespodest Monaco EPrix 2019©Eurosport

Update:

Nachträglich verlor BMW-Pilot Antonio Felix da Costa Platz 6 wegen erhöhter Energienutzung und wurde disqualifiziert. Statt der erlaubten 200 kW nutzte der Portugiese in den letzten beiden Runden 228 kW. Audi-Pilot Daniel Abt verlor ebenfalls seine Punkte für Platz 8. Der Allgäuer erhielt wegen Verursachens einer Kollision mit NIO-Pilot Oliver Turvey eine Durchfahrtsstrafe (umgewandelt in eine 33-Sekunden-Strafe nach Rennende) und rutsche dadurch auf den 15. Platz nach hinten.

Großer Profiteur der nachträglichen Bestrafung war Andre Lotterer, der von Platz 9 auf Platz 7 schlüpfte und in der Gesamtwertung bis auf einen Punkt an seinen Teamkollegen Vergne herankam. Platz 6 erbte Mitch Evans (Jaguar), dessen Teamkollege Alex Lynn auf Platz 8 vorrückte. Auch HWA und Dragon dürfen sich freuen. Stoffel Vandoorne rückte auf Platz 9 vor und nahm zwei Punkte aus Monaco mit, den letzten Punkt gab es für den Drachen-Piloten Jose Maria Lopez.

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Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) gewann den prestigeträchtigen Monaco E-Prix vor Oliver Rowland (Nissan) und Felipe Massa (Venturi).

Hinter Massa landete Pascal Wehrlein (Mahindra) auf Platz 4 vor Sebastien Buemi (Nissan), Antonio Felix da Costa (BMW) und Mitch Evans (Jaguar).

Zweitbester Deutscher wurde Daniel Abt (Audi) auf Platz 8 vor Andre Lotterer (DS Techeetah). Jaguar-Pilot Alex Lynn holte mit Platz 10 seinen ersten Punkt für das Jaguar-Team. Pech hatte dagegen Dragon-Pilot Maximilian Günther, der nicht die Zielflagge sah und unverschuldet ausschied.

Keine Punkte gab es für das deutsche Team HWA. Stoffel Vandoorne verpasste mit Platz 11 knapp die Top Ten, Gary Paffet kam auf Platz 14.

Der amtierende Champion Vergne hat mit seinem zweiten Saisonsieg auch die Führung in der Meisterschaft an sich gerissen. Fünf Punkte Vorsprung hat der Franzose auf seinen Teamkollegen Lotterer. Der Deutsche schaffte das Kunststück, von Startplatz 20 noch bis auf Platz 9 vorzufahren und damit wenigstens zwei eminent wichtige Zähler mitzunehmen.

Große Verlierer des Monaco E-Prix war der bisherige Tabellenführer Robin Frijns (Virgin), der ebenso ausschied wie Audi-Pilot Lucas di Grassi, der im Duell gegen Alexander Sims (BMW) abgeräumt wurde. Dagegen konnte Sims Teamkollege Felix da Costa mit Platz 6 weiter Boden im Kampf um die Titelkrone gutmachen.

Der Start:

Am Start ließ Pole-Sitter Vergne nichts anbrennen und hielt Wehrlein auf Distanz. Erstaunlich, wie diszipliniert alle 22 Akteure durch die erste Kurve im Fürstentum Monaco fuhren. Kein Unfall, das sah beim Premieren-E-Prix 2015 noch ganz anders aus. Wehrlein machte sich auf die Jagd auf Vergne, dahinter lauerten Rowland und Massa. Der Brasilianer musste sich gleich heftigen Angriffen von Buemi erwehren, doch der Nissan-Pilot biss sich an den erfahrenen Venturi-Piloten die Zähne aus.

Auf Platz 2 liegend unterlief Wehrlein dann in der ersten Kurve ein Bremsfehler, den Rowland und Massa gnadenlos ausnutzen. Beide schoben sich an den Mahindra-Piloten vorbei, der sich auf Platz 4 einreihen musste. Auch Vergne sagte ‚Danke‘ und baute seinen Vorsprung auf etwa zwei Sekunden auf das Verfolgerfeld aus.

Im Mittelfeld machten Lucas di Grassi, Sam Bird (Virgin) und BMW-Pilot Felix da Costa Plätze gut und arbeiteten sich kontinuierlich in die Top Ten.

In der zweiten Rennhälfte kam mehr Action auf. Der Drachen-Pilot Maximilian Günther wurde zum Anhalten gezwungen, ein technisches Versagen seines Penske EV-03 beendete vorzeitig den Auftritt des Allgäuers. Eine kurze Full-Course-Yellow-Phase war die Folge.

Dann kam das Aus für di Grassi. In einem Vier-Mann-Duell drückte Sims den Brasilianer an die Mauer, der mit Aufhängungsschaden das Rennen aufgeben musste. Sims seinerseits wich dem Duell seines Teamkollegen Felix da Costa gegen Buemi aus, mit der Folge, dass der Brite den Audi-Piloten aus dem Rennen nahm. Ein Rückschlag für den Audi-Piloten, dessen Teamkollege Daniel Abt ein unauffälliges Rennen bestritt und mit Platz 8 wichtige Zähler für die Meisterschaft mitnahm.

In der Schlussphase hoffte Wehrlein, doch noch aufs Stockerl zu fahren, doch Massa ließ dem Deutschen keine Möglichkeit zu einem Gegenangriff. Genauso biss sich Rowland an Vergne die Zähne aus, zu abgebrüht fuhr der Techeetah-Pilot seinen zweiten Saisonsieg nach Hause.

Dagegen nahmen die beiden Virgin-Piloten Frijns und Bird zu viel Risiko auf sich und schieden nach missglückten Überholmanövern bzw. mit Reifenplatzer aus.

In der Meisterschaft führt Vergne mit 87 Punkten vor Teamkollege Lotterer, der 82 Punkte auf seinem Konto hat. Dahinter lauern Frijns (81), Felix da Costa (78) und di Grassi (70) auf den Plätzen 3 bis 5. Abt belegt mit 63 Punkten Platz 8, Wehrlein liegt mit 51 Zählern auf Platz 12. Günther ist mit 10 Punkten auf Platz 17.

In der Teammeisterschaft führt DS Techeetah (169) vor Virgin (135) und Audi (133). Nächstes Rennen ist am 25. Mai der deutsche E-Prix in der deutschen Hauptstadt Berlin.

Ergebnis Rennen 9 Monaco E-Prix:

Gesamtwertung Formel E ©Eurosport,FiaFormulaE

 

 

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