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FE: Andre Lotterer schlagartig Titelkandidat:’Bin hin- und hergerissen‘, Vergne hadert mit Strafe

Andre Lotterer auf dem Siegerpodest (c)DS Deutschland

Nach einem packenden Rennen in Rom sicherte sich Andre Lotterer den zweiten Platz – damit übernimmt DS Techeetah die Führung in der Teamwertung der Formel E. Teamkollege bekam eine späte Strafe aufgebrummt und blieb punktelos.

Der Auftakt der Europatournee in Rom bot actiongeladenen Motorsport. Mittendrin der Deutsche Andre Lotterer, der bereits im Qualifying ein dickes Ausrufezeichen setzte.

Mit der Bestzeit in der Gruppenphase und der Super-Pole ergatterte der 37-jährige Techeetah-Pilot erstmals die Pole-Position in der Formel E.

In einem hochdramatischen Duell lieferten sich Lotterer und Jaguar-Pilot Mitch Evans das ganze Rennen über sehenswerte Duelle. Der Deutsche dominierte rundenlang das Renngeschehen in der italienischen Hauptstadt, rassige Zweikämpfe prägten den Rennverlauf.

Evans nutzte die Gunst der Stunde, aktivierte seinen zweiten ‚Attack-Modus‘ und zwängte sich in einem harten, aber fairen Manöver an Lotterer vorbei. Der Deutsche konnte nichts mehr entgegensetzten und mußte sich der ‚Raubkatze‘ geschlagen geben.

„Ich bin hin- und hergerissen. Ich habe zwar meine erste Pole Position erobert und wichtige Punkte erzielt, aber ich wollte einen Sieg einfahren“, zeigte sich Lotterer ein wenig enttäuscht.

Lotterer in Rom (c)DSDeutschland

„Da ich ab der zweiten Rennhälfte mit Reifenproblemen zu kämpfen hatte, konnte ich mich nicht vor Mitch Evans halten. Die Zuschauer haben einen packenden Zweikampf erlebt. Nun bin ich mehr denn je motiviert, bald meinen ersten Sieg zu feiern“, bilanzierte der Deutsche, der mit insgesamt 21 Punkten aus Rom einen gewaltigen Sprung in der Meisterschaft nach vorne machte.

Von Platz 9 auf Platz 3 mit nur drei Punkten Rückstand auf den Führenden Jerome d’Ambrosio (Mahindra) machen Lotterer schlagartig zum heißen Titelkandidaten.

Sein französischer Teamkollege Jean-Eric Vergne zollte dem Deutschen ein Extralob . „Andre ist nach einem starken Rennen Zweiter geworden und hat wichtige Punkte für das Team erzielt. Unser Ziel ist es, in Paris zwei Podiumsplätze zu erobern“, sagte der amtierende Formel-E-Champion.

Teamchef Mark Preston war ganz begeistert ob der Leistung seines Schützlings. „Welch ein Rennen! Andre Lotterer hat den verdienten Sieg nur knapp verpasst“, sagte der Australier.

Ins gleiche Horn stieß Xavier Mestelan Pinon, Direktor von DS Performance. „Andre Lotterer war meisterhaft. Die außergewöhnlich gute Rundenzeit im Qualifying und der zweite Platz im Rennen beweisen seinen Kampfgeist und unterstreichen die Leistungsfähigkeit unseres DS E-Tense FE 19“, freute sich Pinon.

„Der Zweikampf mit Mitch Evans war packend bis zur letzten Runde. Dank des ausgezeichneten Ergebnisses von Andre Lotterer und der hervorragenden Arbeit des Teams übernimmt DS Techeetah vor dem nächsten Rennen in Paris die Führung in der Meisterschaft. Der E-Prix in Paris ist ein Heimrennen für DS Automobiles, der einzigen französischen Marke, die sich als offizieller Konstrukteur in der rein elektrischen Motorsportserie engagiert“, sagte der Direktor von DS Performance.

Vergne hadert mit ärgerlichen Strafe:

Für Teamkollege Jean-Eric Vergne lief es nicht so rund. Der Franzose mußte mit dem Nachteil kämpfen, als Erster in der Gruppenphase auf Zeitenjagd zu gehen. Mehr als Platz 16 war für Vergne nicht drin.

Im Rennen konnte der Franzose einige Positionen gutmachen und lag mit Platz 7 auf Punktekurs. Doch der amtierende Champion missachtete eine Full-Course-Yellow-Phase, überholte  noch BMW-Pilot Antonio Felix da Costa, als bereits Überholverbot galt.

Die Rennleitung quittierte das Fehlverhalten Vergnes in der Schlussrunde mit einer Durchfahrtsstrafe, die nachträglich in eine 37-Sekunden-Zeitstrafe umgemünzt und auf die Gesamtzeit des Franzosen aufaddiert wurde. So mußte der 28-Jährige mit Platz 14 vorliebnehemen und blieb in Rom punktelos.

„Es war ein schwieriger Tag für mich“, zeigte sich Vergne enttäuscht. „Nach einem durchwachsenen Qualifying wegen eines kleinen technischen Defekts ist mir dennoch ein guter Start gelungen. Ich habe die beste Rundenzeit erzielt und konnte einige Plätze gutmachen. Eine Strafe hat meine Chancen, Punkte zu sichern, jedoch zunichtegemacht“, haderte Vergne mit der verpassten Chance, in der Meisterschaft weiter Boden gut zu machen.

„Jean-Eric Vergne hatte kein Glück – die technischen Probleme im Qualifying haben ihn weit zurückgeworfen. Im Rennen hat er sehr gute Arbeit geleistet und ist auf den siebten Platz vorgefahren, bevor die Strafe kam“, sagte Teamchef Preston. „Die ersten sieben Rennen der Saison haben sieben verschiedene Teams gewonnen. Dies zeigt, wie hart umkämpft die Formel E-Meisterschaft ist“, fügte der DS Techeetah-Teamchef hinzu.

 

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